Schweizermeisterschaften der Informatikberufe 2008 in Biel

Hochstehender Wettkampf um begehrte Titel

 

Siegertrio in der Disziplin Webdesign, von links: Andreas Butti, Patrick Zahnd und Fabian Vogler B. 

 

 

Während vier Tagen kämpften in Biel 65 Informatikerinnen und Informatiker um Meisterehren in den Berufen Software-Applikation, Webdesign und Netzwerktechnik.

 

Biel als Austragungsort wurde von den Organisatoren extra gewählt, um den Westschweizer Interessen entgegen zu kommen. Leider haben die Romands die Chance für eine Teilnahme nicht genutzt. Ebenso bedauerlich war die Tatsache, dass der Frauenanteil wiederum sehr gering war. Dabei eignen sich doch gerade die Informatikberufe bestens für Frauen. Es ist dennoch unverkennbar, dass das Interesse an Schweizermeisterschaften jedes Jahr zunimmt.

Um national und international bestehen zu können, braucht es die Besten. So werden zur Schweizermeisterschaft die Toppleute aus der Regional- respektive Schulmeisterschaft, die sechs Erstplatzierten der Meisterschaften 2007 sowie ausgewiesene junge Topleute aus der Informatik-Praxis eingeladen.

 

Software-Applikation

20 Kandidaten massen sich in der Software-Applikation. Ihr Auftrag umfasste ein Anmelde- und Reservationssystem für den Grossanlass in Japan mit rund 800 Teilnehmenden, 800 Experten und nochmals ähnlich vielen Begleitpersonen. Dazu musste eine Erfassungsmaske für Berufsmeisterschaften gestaltet werden, die in Scrollbars verschiedene Optionen zuliess und die Erfassungsdaten prüfte, beispielsweise das Alter der Personen. Überschritt dieses 22, musste die Anmeldung abgelehnt werden, ebenso bei einer zweiten Anmeldung aus dem gleichen Herkunftsland usw. Eine weitere Aufgabe war die Anmeldekontrolle für die Experten mit Zimmerreservation, Veranstaltungsanmeldung, Reiseangebot usw. Die grafische Aufbereitung aller Unterlagen und einer Datenbank für die Aufgaben rundeten die Arbeit ab.

 

Webdesign

Eine Frau und 24 Männer bestritten die Disziplin Webdesign. Die Aufgabe bestand darin, einen Web-Auftritt für einen Fotografen auf die Beine zu stellen. Eigene Unterlagen oder Internet waren nicht erlaubt. Unter diesen Umständen muss das Fachwissen natürlich sofort auswendig abrufbar sein. Die Aufgabe war in zwei Teile unterteilt. Einerseits das grafische Design und Layout und andererseits die Programmierung von Funktionalität mittels XHTML, PHP, Javascript und einer MySQL Datenbank.

 

Netzwerktechnik

Insgesamt 20 junge Fachleute haben in diesem Trade mitgemacht. In der Aufgabe wurde eine Domäne mit Windows Server und Linux Server aufgesetzt und konfiguriert. Der vorinstallierte Windows Client erhielt mit Hilfe einer Cicsco Firewall via VPN Zugriff auf das Netzwerk und die verschiedenen zu konfigurierenden Dienste. Dazu musste zusätzlich ein Router und ein Switch korrekt nach Vorgaben konfiguriert werden. Twisted-Pair-Kabel mussten zudem richtig verdrahtet werden. Im Windows Client waren Hardware- und Softwarefehler eingebaut, die es zu beheben galt.

Die Siegerehrung wurde von OK-Präsident Alfred Breu, Präsident der Zürcher Lehrmeistervereinigung Informatik durchgeführt. Nach einem kurzen Resümee der spannenden und auf einem hohen Niveau stehenden Meisterschaften, konnten die Erstplazierten ihre Medaillen aus der Hand von Sascha Grossenbacher, bester Europäer im Webdesign an den letzten Berufsweltmeisterschaften in Japan, entgegennehmen. Die Schweizermeister erhielten zur Goldmedaille je einen PC, die Silbermedaillengewinner je ein Weekendaufenthalt im Engadin und die Drittplatzierten Gutscheine für die Jumping-Schanzen in Mettmensstetten.

 

 

Ranglisten

 

Software-Applikation

1. Martin Dörig, Brugg (Lehrbetrieb: ProtectData AG, Boswil)

2. Michael  Fankhauser, Thun

(AEK Bank, Thun)

3. Rizia Schmid, Bern ( Bedag Informatik AG, Bern)

4. Rang (in alphabetischer Reihenfolge): Markus Allenbach, Goldiwil BE(Nexplore AG, Gwatt); Alessandro Banzer, Triesen (Swarovski AG, Triesen); Roman Gribi, Oberrohrdorf AG (INGTES AG, Aarau); Fabian Grob, Rebstein SG (Leica Geosystems AG, Heerbrugg); Matthias Hirschi, Olten (Clever Engineering AG, Zug); Simon Hostettler, Hasliberg BE (Bhend automation AG, Unterseen); Antonio Iaropoli, Aarwangen (Ammann Schweiz AG, Langenthal); Pascal Karrer, Degersheim SG (Kant. Verwaltung AI, Herisau); Yannik Koop, Oberrieden ZH(Thales Defend and Homeland Security, Zürich); Jim Mani, , Oberhofen BE (WeServe AG, Liebefeld); Peter Manser Appenzell (Kantonale Verwaltung AI, Appenzell); Pascal Meier; Villmergen AG (INGTES AG, Aarau); Fabian Tobler, Davos (Zürcher Höhenklinik, Davos); Marco Urfer, Burgistein BE (Führungsunterstützungsbasis VBS, Bern); Dominic Vincenz, Ilanz GR (Amt für Informatik, Chur); Michael von Känel, Kirchberg BE (T-Systems Schweiz AG, Zollikofen); Stefan Wenger, Belp (Führungsunterstützungsbasis VBS, Bern); Claude Widmer, Suhr (Steueramt des Kt. Aargau, Aarau)

 

Webdesign

1. Patrick Zahnd, Brugg (Lehrbetrieb: ThreeWay AG, Windisch)

2. Andreas Butti, Schlatt ZH (Wincor Nixdorf, Brüttisellen)

3. Fabian Vogler, Niederrohrdorf AG(Stadtverwaltung, Zürich)

4. Rang (in alphabetischer Reihenfolge): Philipp Altmann, Winterthur (AXA, Winterthur); Jonas Baumann, Bern (Asetronics, Ascom AG, Bern); Tamara Brazerol, Zürich (Ergon Informatik AG, Zürich); Thomas Charriere, Herrliberg ZH (Futurecom, Zürich); Luca Colaianni, Ins BE (BIT, Bern); Marcel Derrer, Pfyn TG (redIT AG, Frauenfeld); Lukas Elmer, Zürich (Zimtkorn AG, Zürich); Daniel Erne, Gippingen AG (ABB Switzerland Ltd., Baden); Philippe Gross, Alterswil BE (Ascom AG, Bern 14); Thomas Lenzin, Steffisburg (Micro Solutions AG, Thun); Pavel Malakhovski, Stans (Winet Network Solutions AG, Fislisbach); Tolga Mumcu, Zug (Beruf Zug, Zug); Stefan Oberli, Lengnau (Oberli & Lucca, Lengnau); Nicolas Oeschger, Bottmingen BL (Basler Kantonalbank, Basel); Markus Peloso, Zürich (Rotring Data AG, Dietikon); Remo Räber, Feldmeilen (IBM Schweiz AG, Zürich); Samuel Schäublin, Merenschwand AG (Beruf Zug, Zug); Pascal Stoop, Ernetschwil (Crealogix AG, Bubikon); Oliver Streuli, Kloten (Wincor Nixdorf AG, Brüttisellen); Stefan Tock, Dotzigen BE (Eidg. Finanzdepartement, Bern); Fabio Viscard, Meilen (Winet Network Solutions AG, Fislisbach); Christian Wüthrich, Löterswil BE (fugo GmbH, Bern).

 

Netzwerktechnik

1. Florian Meier, Neuhausen (Lehrbetrieb: MTF Schaffhausen AG, Schaffhausen)

2. Tobias Meier, Neuhausen

Lehrbetrieb: Letec AG, Schaffhausen

3. Boban Glisovic, Moosseedorf BE (Bedag Informatik AG, Bern)

4. Rang (in alphabetischer Reihenfolge): Haroun Ben Mahmoud, Zürich (EcoLogic AG, Zürich); Jérôme Buchmann, Männedorf ZH (IBM Schweiz AG, Zürich); Jennifer Commons, Bonstetten ZH (Swissvault AG, Zug); Louis Egli, Otelfingen ZH (Rahn & Bodmer Banquiers, Zürich); Michael Erne, Buchs (Zürcher Kantonalbank, Zürich); Christian Fässler, Hinwil ZH (BMW Schweiz AG, Dielsdorf); Fabian Hutzli, Worben BE (BIT, Bern); Tobias Lanz, Zürich (Telekurs SFMS, Zürich); Remo Mittler, Dottingen AG (Axpo Informatik AG, Baden); Mischa Nydegger, Saanen; Adrian Oberdiek, Wolfhausen (HSR, Rapperswil); Jean-Francois Portmann, Biel (LAN Computer AG, Biel); Pascal Stindt, Regensdorf (Multimedia Solutions AG, Zürich); Lukas Studer, St. Gallen (HSR Rapperswil); Kevin Vogt, Balzers FL (Ivoclair Vivadent AG, Schaan); Jonas Wagner, Oberbalm BE (Swisscom AG, Bern); Silvan Gebhard, Frauenfeld (Kaden und Partner AG, Frauenfeld).

 

Tobias Meier holte bei den Netzwerktechnikern Silber. Schweizermeister Florian Meier verpasste die Siegerehrung – er war in einem Autostau stecken geblieben… 

 

Berufsbildner Benedikt Sutter schaffte einmal mehr drei Europapaletten Material für die technische Infrastruktur der Schweizermeisterschaften heran. 

 

 

OK Präsident Alfred Breu: kompetent und souverän während des Wettbewerbs und der Siegerehrung.

 

Erfreulich, jedes Jahr sind es etwas mehr – dieses Jahr nahmen total 65 Kandidatinnen und Kandidaten teil. Maximum sind 90, also 30 pro Beruf. 

 

 

Sascha Grossenbacher, bester Europäer im Webdesign an den letzten WorldSkills in Japan, gab seine Eindrücke von den Weltmeisterschaften im fernen Land. 

15 Jung-Fleischfachleute kämpften um den Titel des Schweizermeisters

Entscheidung fiel erst im Fotofinish

 

Sie haben sich nach hartem Kampf durchgesetzt (v.l.): Silber für Jens Heiland, Gold für Peter Bleicher (18) und Bronze für Rebecca Meier (19). 

 

 

15 junge Fleisch-Fachleute lieferten sich in Spiez an den Schweizermeisterschaften einen spannenden Wettkampf, der mit einem Fotofinish endete. Glücklicher Sieger wurde schliesslich der erst 18-jährige Zürcher Peter Bleicher.

 

Die unter dem Patronat des Schweizerischen Fleisch-Fachverbandes stehenden Schweizermeisterschaften im bestens eingerichteten Ausbildungszentrum für Fleischwirtschaft (ABZ) in Spiez durchgeführt. Eingeladen dazu wurden insgesamt 25 junge Fachleute mit einem Notendurchschnitt von mindestens 5,4. Drei Jungmetzgerinnen und zwölf Jungmetzger hatten den Mut, sich den hohen Anforderungen des Wettkampfes zu stellen. Besonders erfreulich: Zwei Teilnehmer kaman aus der Romandie.

 

Fünf Disziplinen

Was sich früher einfach und handfest Metzger nannte, heisst seit diesem Jahr offiziell Fleischfachmann oder Fleischfachfrau. Die Berufsbilder in der Fleischwirtschaft wurden in den letzten Jahren stark modernisiert und den Gegebenheiten der Zeit angepasst. Dementsprechend ist die alljährlich durchgeführte Schweizer Meisterschaft nicht mehr ein Leistungswettbewerb der JungmetzgerInnen, sondern eben der jungen Fleischfachleute. Der Wettbewerb dauerte zwei Tage. Dabei hatten die Teilnehmenden ihr Können in den folgenden fünf Disziplinen unter Beweis zu stellen:

  • Herrichten und präsentieren einer festlichen Grillplatte
  • Ausbeinen und Feindressur eines Schweinskarre und einer Kalbsschulter für den Detailverkauf
  • Feinzerlegung und wirtschaftliche Feindressur eines Rindsvorschlags für den Detailverkauf
  • Herrichten von drei Tagesplatten mit küchen- und/oder pfannenfertigen Artikeln für das attraktive Verkaufsbuffet
  • Herrichten einer gemischten Aufschnittplatte für den speziellen Apéro

 

Knappe Entscheidung

Bewertet wurden die Arbeiten von drei Juroren aus dem Kreis der Fachlehrer des Ausbildungszentrums der Fleischwirtschaft (ABZ). Das von den Teilnehmenden zu absolvierende Programm orientierte sich eng an den Anforderungen des Internationalen Leistungswettbewerbs (ILW). Die Organisatoren waren mit dem Niveau der Wettkämpfe sehr zufrieden. Insbesondere gefiel das Anrichten von Platten; in diesem Bereich konnte gegenüber früheren Meisterschaften die grössten Fortschritte gemacht werden.

Für den Bereich Fleischverarbeitung standen den Teilnehmenden 75 Minuten und für die Sparte Fleischveredelung vier Stunden zur Verfügung. Was da in der sekundengenau einzuhaltenden Zeit mit verschiedensten Fleischstücken sowie Gemüse- und Früchtezutaten kreiert wurde, liess allen das Wasser im Munde zusammenlaufen. Wenn es beim Metzger immer so ausschaut, denn es gilt ja nicht nur „das Auge isst mit“, sondern auch „das Auge kauft mit“, muss er hinsichtlich Umsatz keine Bange haben. Viele der abgegebenen Arbeiten waren fast gleichwertig. Die ersten beiden lagen bei einem möglichen Maximum von 300 Punkten nur gerade mal 3 Punkte auseinander.

Das Rennen der Schweizer Meisterschaft 2008 für sich entschieden haben zwei junge Fleischfachmänner aus den Kantonen Zürich und Graubünden sowie eine Fleischfachfrau aus dem Kanton Aargau. Schweizer Meister 2008 wurde der aus Mönchaltorf (ZH) stammende Peter Bleicher (18). Silber ging an Jens Heiland (19) aus Valendas (GR) und Bronze gewann die Aargauerin Rebecca Meier aus Seon. Bleicher und Heiland sind gleichzeitig für die Teilnahme an der 2009 stattfindenden Europameisterschaft der jungen Fleischfachleute qualifiziert.

 

 

Rangliste

 

1. Peter Bleicher, Mönchaltorf ZH (Lehrbetrieb: Metzgerei Marcel Rinderli, Zug)

2. Jens Heiland, Valendas GR (Stadt-Metzg, Ilanz)

3. Rebecca Meier, Seon AG (Traitafina AG, Lenzburg)

4. Rang (in alphabetischer Reihenfolge): Sandro Angerer, Davos (Metzgerei Stiffler, Davos Platz); Patrick Birbaum, Allschwil (Bell AG, Basel); Florian Bischofberger, Blauen BL (Jenzer Fleisch und Feinkost AG, Arlesheim); Ramon Cadusch, Gossau (Ochsen-Metzg AG, Gossau); Reto Distel, Läufelfingen BL (Hirschen Metzg AG, Dietgen); Lukas Durrer, Kerns OW (Stutzer+Flüehler, Kerns); Marc Eggenschwiler, Röschenz BL (Fleisch und Feinkost Mathis, Röschenz); Sylvain Favre, Bavois VD (Bell SA, Cheseaux-sur-Lausanne); Stefan Gfeller, Schangnau BE (Metzgerei Bieri, Schangnau); Priska Huser, Ennetbürgen NW (Stutzer&Flüeler Metzgerei, Stans); Ludovic Richiedei, Euseigne VS (Migros Valais, Martigny); Corina Stüssi, Riedern GL; Annemarie von Reding, Kaisten AG: Robert Walser, Wittenbach SG (Metzgerei Forster GmbH, Anegg); Michael Willi, Oberuzwil SG (W. Willi Metzgerei, Oberuzwil); Fabienne Zbinden, Tentlingen FR (Metzgerei Lehmann AG, Ueberstorf).

 

Das gibt Hoffnung für die Zukunft: 15 aufgestellte junge Berufsleute wollten die Grenze ihres Könnens in einem Wettkampf erfahren. 

 

Das Anrichten von kalten Platten entscheidet über Sieg oder Niederlage. 

 

Die Fachjury war mit dem Niveau der Wettkämpfe sehr zufrieden.

Floristik-Schweizermeisterschaften 2008 in Hägendorn waren ein voller Erfolg

Kreative Blumenkunst auf Spitzenniveau

 
Ein strahlendes Siegertrio (v.l.) : Daniela Stalder Bronzemedaille, Christine Stalder neue Schweizermeisterin und somit Gewinnerin der Goldmedaille und Lisa Pellanda Silbermedaille.

18 Jungfloristinnen und ein Jungflorist, die ihre Lehrabschlussprüfung 2007 absolviert haben, nahmen in Hägedorn die besondere Herausforderung der Schweizermeisterschaften an. Im Beisein einer stattlichen Anzahl von Besuchern hatten sie Gelegenheit, ihr grosses Können zu demonstrieren.

Das Wettkampfprogramm war wie immer bei den Kräftemessen in der Blumen-Branche gedrängt: Zu bewältigen waren insgesamt sechs verschiedene Aufgaben, davon vier in der Vorqualifikation und zwei im Final. Im ersten Teil, dessen Bewertung für die Finalqualifikation massgebend war, umfassten die vorgegebenen Themen „Strauss mit passender Vase“, „Gefässfüllung“, „Tischdekoration für zwei Personen“ und „Brautschmuck“. Bei diesen anspruchsvollen Aufgaben waren innerhalb von vier Stunden verschiedene Kompositionen zur erarbeiten und in einen selbst kreierten Stand zu integrieren. Die Standgestaltungen auf einer kreisförmigen Grundfläche von 300 Zentimeter Durchmesser konnten zu Hause vorgeplant werden. Für den Aufbau beim Wettbewerb (etwa. Beleuchtungseinrichtungen, oder Sockel- und Ständerbau.) durften die Teilnehmenden die Mithilfe von bis zu drei HIlfskräften in Anspruch nehmen.
Die Standgestaltungen wurden separat bewertet und zählten nicht zur Schweizermeisterschaft.

Auf der Bühne im Rampenlicht
Die zehn Besten aus der Vorqualifikation schafften den Weg in den Final, in dem sie mit so genannten Überraschungsaufgaben konfrontiert wurden. In erhöhter Position, damit alle Besucher einen guten Blick auf die Kandidaten und ihre werdenden Werke hatten, waren innerhalb von je 45 Minuten mit den Themen „Blume im Zentrum““ und „Blumen, immer wieder Blumen“ absolut selbstständig zwei anforderungsreiche Aufgaben zu lösen. Dem Kommando von Wettbewerbsleiter Peter Fleischli genau folgend, ging es engagiert an die Arbeiten. Schon bald zeigte sich, dass den jungen Fachleuten die Ideen, insbesondere bei der freien Gestaltung, nicht ausgegangen sind. Was da auf den Arbeitstischen unter flinken Händen entstand, konnte sich durchwegs sehen lassen.

Siegerehrung zur Spunkstunde
Für die Bewertung der umfangreichen Arbeiten – es waren die Arrangements in 18 Standaufbauten und dazu nochmals 20 Finalausführungen zu begutachten – standen 12 Expertinnen und Experten en aus der ganzen Schweiz im Einsatz. Für die Bewertung, die nach internationalen Richtlinien erfolgte, waren bei der Kreativität die gestalterische und farbliche Umsetzung und bei der Technik deren Wahl und Umsetzung massgebend. Die Punkte aus der Vorqualifikation konnten wertend in den Final mitgenommen werden. Es war fast schon Mitternacht, als Peter Fleischli mit dem Dank an alle Mitwirkenden und an die Sponsoren die Siegerehrung eröffnen konnte. Um so schöner war dann die überschwängliche Freude der drei Ersten, die zu den Medaillen mit grossen Blumensträussen geehrt wurden und zusätzlich noch ansehnliche Barpreise erhielten.


Rangliste

1. Christine Stalder, Krattingen BE (Lehrgeschäft: H. Gosteli AG; Arbeitgeber: Palace Gstaad)
2. Lisa Pellanda, Losone TI (Fior da Lisa, Rubiella)
3. Daniela Stalder, Sumiswald BE (Jakob, Zuchwil; Meyer, Gümligen)
4. Rang (in alphabetischer Reihenfolge): Martina Anliker, Grosswangen LU (Lehrbetrieb: Portmann, Schötz; Arbeitgeber: Blumengalerie Steiner, Entlebuch); Sandra Baumann Wittwil (Donat AG, Wohlen; Rufer, Unterentfelden); Manuela Bösch, Will SG (Rosa Brann, Wil; Floristicum Eggersriet); Jenny Burkart, Villmergen AG (Bahnhof Fahrwangen); Julia Jäggi, Härkingen SO (Flor-Line; K. Stärn, Baur au Lac); Jasmin Mäder, Kappel SO (Fleischli, Wangen), Melanie Mattmann, Grosswangen LU (Pflugshaupt AG); Mirjam Meister, Ursenbach BE (Sommer, Madiswil; Linder, Laupen); Patrick Müller, Basel (Joos, Chur; Weber Orchideen, Basel); Jolanda Nick, Wehrtenstein LU (Blumenhaus Daniela, Luzern; Muggli, Meggen); Stefanie Reber, Burgdorf (Grieb, Düdingen); Sarah Rhiner, Widnau SG (Blueme Judith, Altstätten); Christine Sägesser, Langenthal (Graf, Herzogenbuchsee; Schenk, Langenthal); Andrea Ulmann, Jonschwil SG (Gebr. Fleischlin, Uznach; Bürgin Blumen); Nina Zoja, Hendschiken AG (Chalet Flora, Aarau; E. Huber, Wohlen).


Goldgewinnerin Christine Stalder mit ihrer eigenwilligen Kreation zum Thema „Blumen, immer wieder Blumen“.


Silbermedaillengewinnerin Lisa Pellanda in höchster Konzentration.


Ein romantischer Bogen war die Grundlage von Bronzegewinnerin Daniela Stalder bei der Kreation der Überraschungsarbeit „Blumen, immer wieder Blumen“.


Patrick Müller, der einzige männlicher Teilnehmer, hier beim Thema „Blume im Zentrum“, brach mit seiner Finalqualifikation in die Frauendomäne ein.


Ob Lisa Pellanda für sich wohl auch einen ähnlichen Brautschmuck kreieren würde?


Der Stand von Goldgewinnerin Christine Stalder mit den Themen: „Brautschmuck“ (auf der Büste im Hintergrund ), „Strauss mit passender Vase“ (hinten rechts) und „Tischdekoration für zwei Personen“(links).


Das Thema „Tischdekoration für zwei Personen“ hat Kandidatin Jasmin Mäder, ebenfalls Finalistin, gekonnt exotisch gelöst.


Die 10 jungen Fachleute auf der Bühne im finalen Rampenlicht.


Den Preis für die beste Stangestaltung erhielt Martina Anliker. Sie schaffte es ebenfalls in den Final.

Schweizermeisterschaften der Kältetechnik-Brache 2008

20 junge Berufsleute kämpften im bündnerischen Landquart engagiert um Meistertitel der Kältetechnik-Branche. Die vom Schweizerischen Verein für Kältetechnik (SVK) lancierten und von der Firma Atel Gebäudetechnik perfekt organisierten Wettbewerbe verlangten viel Wissen und handwerkliches Geschick.

Die 18 Kältemonteure – darunter eine Frau – hatten zwei happige Aufgaben zu lösen, wobei sich die erste Aufgabe wesentlich anspruchsvoller und umfangreicher ausnahm:
·      Erstellen einer Kombination zwischen Löt- und Biegeübung, in den Kupferrohr Dimensionen 1/2“ und 7/8“. Die Bewertung, die zwar nicht mit der Lupe, jedoch streng mit Winkel und Massstab vorgenommen wurde, umfasste die Schwerpunkte Masshaltigkeit, Bördel, Löten, Biegen, Dichtheit, Metallresten, Plangenauigkeit, Arbeitsmethotik und Unfallverhütung.
·      An einer portablen Kälteanlage ein Magnetventil fachgerecht ersetzen. In die Bewertung dabei kamen Störungsbehebung, Arbeitsmethotik, Umgang mit Kältemittel und Unfallverhütung.


Bei den Kältemonteuren wanderte der Titel in die Südschweiz (v.l.): Hansruedi Aeberhard, Andrea Schillaci und Jerome Metthez. 

Kühlzelle komplett berechnet
Die drei Haustechnikplaner und ihre Kollegin, deren Arbeitsfeld vorwiegend der Computer ist, hatten sich mit der Komplexität einer Kühlzelle zu befassen. Dabei waren die folgenden fünf Aufgaben zu lösen: Berechnung der Kühllast; Kälteschema mit Legende; Auslegung Verdampfer, Kompressor und luftgekühlter Kondensator; Dimensionierung Kältemittelleitungen; Dispositionsplan Kühlzelle mit allen Angaben für Kältemonteur, Elektriker, Sanitär und Maurer, inkl. Disposition der Kältemaschine; Elektroschema und Anlagebeschrieb. Zur Ausführung durften der eigene Laptop sowie Tabellen und weitere Hilfsmittel eingesetzt werden.


Bei den Haustechnikplanern gab es ein Siegerbild mit Dame (v.l.): Xenja Seraina Kofmehl, Dominik Bloch und Tobias Meier.

Lob für alle
Für die Arbeiten in beiden Disziplinen standen insgesamt fünf Stunden Zeit zur Verfügung, die bei den Monteuren nach eigenem Ermessen eingesetzt werden konnte. Die Chefexperten im handwerklichen Bereich Daniel Baumann und Remo Kälin in der Planung führten die engagierte Truppe umsichtig durch den entscheidenden Tag, wodurch sich die Teilnehmenden gezielt und ruhig ihren kniffligen Aufgaben widmen konnten.
Eine Medaille zu gewinnen ist eine schöne Sache, jedoch nicht alles. Mit den Schweizermeisterschaften möchte der SVK vor allem junge Leute für die Berufe in der Kältebranche begeistern und diese zusätzlich einem breiteren Publikum nahe bringen. Mit 17 Kandidaten aus zur Zeit 55 Lehrlingen im vierten Lehrjahr liegt der Kälteberuf in Sachen Teilnahme an der Spitze. Dies bestätigt einerseits die Motivation der jungen Berufsleute und gibt andererseits Signalwirkung für die Zukunft.
Zum Meistertitel schaffte es bei den Kältemonteuren Andrea Schillaci aus dem Tessin und bei den Haustechnikplanern der Solothurner Dominik Bloch. Sie durften die Goldmedaille aus den Händen von SVK-Präsident Marc Stampfler entgegennehmen.
 

Ranglisten

Haustechnikplaner
1. Dominik Bloch, Messen SO (Lehrbetrieb: Schaller Uto AG, Bern)
2. Xenia Seraina Kofmehl, Riedt-Neerach ZH (Baumgartner Kühlanlagen AG, Uster)
3. Tobias Meier, Wildberg ZH (Scheco AG, Winterthur)

Kältemonteure
1. Andrea Schillaci, Taverne TI (Lehrbetrieb: frigo contact sa, Morbio Superiore)
2. Hansruedi Aeberhard, Kirchlindach BE, (Kältetechnik AG, Zollikofen BE)
3. Jerôme Metthez, Ittigen BE (Schaller Uto AG, Bern
4. Rang (in alphabetischer Reihenfolge): André Anliker, Toffen BE (Walter Wettstein AG, Gümligen); Sandro Bettini, Sent GR (Atel Gebäudetechnik AG, Landquart); Tobias Bieri, Wohlen BE (Goetz AG, Schönbühl); Michel Cordey, Moosseedorf BE (Goetz AG, Schönbühl); Melanie Hostettler, Rosshäusern BE (Schönenberger Kühlanlagen AG, 3186 Düdingen); Mijat Janjic, Buchs SG (Kibernetik AG, Buchs); Fabian Jud, Bonaduz GR; Guido Keller, Ringoldswil BE (F. Zaugg AG, Thun); Alain Klinger, Kloten (Scheco AG, Winterthur); Merlin Kofmehl, Riedt-Neerach ZH (Carrier ECR Schweiz AG, Aesch BL); Michael Kühni, Wynigen BE (Goetz AG, Schönbühl); Fabio Lehmann, Worb BE (KWT AG, Belp); Valentin Mathis, Ebikon LU (Bucher AG, Littau); Thomas Regli, Wermatswil ZH (Baumgartner Kühlanlagen AG, Uster).


Goldgewinner Andrea Schillaci bei der Anfertigung der in Aufgabe 1 der Kältemonteure geforderten Kupferkombination.


Der Gewinn der Goldmedaille beweist, dass Dominik Bloch die Planung der Kühlzelle im Griff hatte.


Kandidat Fabian Jud bei der Aufgabe „Magnetventil fachgerecht ersetzen“.

Schweizermeisterschaft der Bodenleger

Eine vollauf gelungene Premiere

 

 

 

Mit der erstmaligen Durchführung einer Schweizmeisterschaft für Bodenleger Fachrichtung Textil und Elastisch hat der Verband BodenSchweiz (VBS) jungen Berufsleuten die Möglichkeiten, ihr Können unter besonderen Bedingungen unter Beweis zu stellen.

 

Gestützt auf die Erfahrung aus Lehrabschlussprüfungen und Chefbodenlegerprüfungen haben die Experten ein anforderungsreiches Programm zusammengestellt. Innert 14 Stunden waren von 14 aus überbetrieblichen Kursen qualifizierten Kandidatinnen und Kandidaten Materialien wie Pavafloor, PVC, Linoleum, Kugelgarn und Teppich nach Plan auf einer Fläche von 5,5 Quadratmetern sowie auf einem kleinen Podest zu verlegen. Obwohl der unter der Führung des Verbandes BodenSchweiz stehende Wettbewerb im eigenen Verlegezentrum in Oberentfelden durchgeführt wurde, war für baustellengerechte Verhältnisse gesorgt. So mussten die Teilnehmenden Werkzeuge, Maschinen sowie Hilfsmittel selbst mitbringen. Ebenso war die persönliche Schutzausrüstung gefordert, deren Anwendung dann auch in die Bewertung einfloss.

Unter der Anwesenheit einer stattlichen Anzahl Besucher und den prüfenden Augen der Experten wurde weitgehend ruhig und überlegt gearbeitet. Fast alle Teilnehmenden konnten die Arbeiten rechtzeitig abschliessen. Erster Schweizermeister der Bodenleger und damit Gewinner der Goldmedaille wurde dank einer bestechenden Leistung Roger Stampfli aus Etziken.

 

 

Rangliste

 

1. Roger Stampfli, Etziken SO  (Lehrbetrieb: Marti Inneneinrichtungen AG, Oberönz)

2. Michel Schönbächler Einsiedeln (Cefola GmbH, Einsiedeln)

3. Tobias Steiger, Wildegg AG (Teppich Gehrig Bodenbeläge Parkett, Seon)

4. Rang (in alphabetischer Reihenfolge): Phillip Beusch, Balzers FL (Bodenbeläge Markus Teuber, Eschen); Igor Dukaric, Eschenbach SG (Benno Rast AG, Inwil); Irene Gabriel, Gersau SZ (von Euw GmbH Teppich-Center, Brunnen); Ralph Geisser, Nesslau SG (Carigiet Bodenbeläge, Oberhelfenschwil); Dominic Hörler, Appenzell (W. Inauen Teppiche-Bodenbeläge, Brülisau); Sabrina Kellenberger, Frenkendorf BL (Gebr. Schibli Bodenbeläge, Frenkendorf);

Sandro Lupini, Weinfelden (Teppich Quelle AG, Märstetten); Lukas Mader, Thundorf TG (Wibutex AG, Aadorf); Nicole Meisser, Bischofszell (Eisenegger Wohnbedarf & Teppiche AG, Bischofszell); Adrian Schiffmann, Amsoldingen BE (Schöni & Sprunger AG, Liebefeld); Michael Schneider, Matten (Luchs AG, Hofstetten/Brienz)