Schweizermeisterschaft der Steinmetze 2008

Reale Kunst am Stein

 


Steinmetz-Siegertrio (von links): Manuel Caduff , Tobias Kupferschmidt und Christian Bärlocher.

Anspruchsvolles Kräftemessen: Vier Steinmetze machten sich an drei Tagen an die Arbeit, um einem Sandsteinbrocken die geforderte Form zu geben. Der Sieg ging an den Appenzeller Tobias Kupferschmidt.

Die Schweizer Naturstein Produzenten (SNP) nahmen die Gelegenheit wahr, ihre Berufsmeisterschaft an der Ostschweizer Bildungs-Ausstellung (OBA) in St. Gallen durchzuführen und sich damit vor einem grösseren Publikum zu präsentieren. Mit 117 gezeigten Berufen und über 1 200 präsentierten Angeboten, sowie 22 600 Besuchern, davon knapp 14 000 Jugendlichen, stellte die OBA hierfür die ideale Plattform.

 
Pressluft-Meisseln im Fokus
Steinmetze verarbeiten sowohl Natur- wie auch Kunststein. Dabei müssen sie wesentlich genauer arbeiten als zum Beispiel Bildhauer, zudem aber ein fast ebenso gutes Vorstellungsvermögen besitzen. Die vier Kandidaten hatten zwei Aufgaben zu bewältigen. Als erstes war nach vorgegebenem Plan innert zwei Stunden eine Schablone aus Zinkblech anzufertigen. Dabei mussten die Wettkämpfer äusserst genau arbeiten, da auch die kleinsten Abweichungen gegenüber der Zeichnung nicht in die Wertung kamen.
Die zweite, wesentlich grössere Aufgabe bestand darin, dem Sandsteinstück, welches in der vorgegebenen Skizze eine Art Ornament darstellte und ebenfalls nach Plan zu bearbeiten war, innert 17 Stunden die geforderte Form zu geben. Auch hierbei war von den Teilnehmern exaktes Arbeiten gefordert, da nach den vorgegebenen, internationalen Bestimmungen bewertet wurde.
Unter der Wachsamkeit der Experten Jean-Luc Braun und Fred Burri und dem hohen Wettbewerbsdruck sowie der vermehrten Besucher durch die OBA arbeitete das Quartett nicht nur ruhig und gekonnt, sondern bot den Zuschauern mit dem pneumatischen Meisseln auch ein besonderes Spektakel.

 
Intime Siegerehrung
Trotz OBA fanden sich leider nur wenige Interessenten zur Siegerehrung ein. Chefexperte Hans-Jakob Bärlocher dankte dabei den Teilnehmenden und den Experten für ihr Engagement und skizzierte die Aufgaben nochmals kurz auf. Dabei erwähnte er, dass für die Bewertung nicht weniger als 126 Messpunkte zu berücksichtigen waren – was auch für die Experten Schwerstarbeit erforderte. Da nur vier Kandidaten an den Meisterschaften teilnahmen, bekamen fast alle eine Medaille. Die goldene gab es jedoch nur einen, nämlich Tobias Kupferschmidt aus Schwellbrunn, der dank vorab dank seiner Massgenauigkeit verdienter Schweizermeister wurde.

 
Rangliste
1. Tobias Kupferschmidt, Schwellbrunn AR (Arbeitgeber: Gebr. Müller AG, Neuhaus
2. Manuel Caduff, Uznach SG (Gebr. Müller AG, Neuhaus)
3. Christian Bärlocher, Staad SG (J. & A. Kuster Steinbrüche AG, Freienbach)
4. Moritz Wehrli, Schneisingen AG (Emil Fischer AG, 5605 Dottikon)


Schwerarbeit für die beiden Experten Jean-Luc Braun (links) und Fred Burri. Sie hatten für die Bewertung nicht weniger als 126 Messpunkte zu berücksichtigen.

Erfolgreiche Eidgenossen an den EuroSkills 2008 in Rotterdam

Drei Medaillen für drei Teilnehmende
 


In der freien Technik unschlagbar: Silber für Malerin Karin Hänni.

Einmal Silber und zweimal Bronze, dies ist die ausgezeichnete Bilanz der Schweizer Teilnahme an den ersten europäischen Berufsmeisterschaften EuroSkills 2008 in Rotterdam. Damit haben alle Eidgenossen einen Podestplatz erringen können.


Während drei Tagen sind in Rotterdam mehr als 400 Jugendliche aus 30 europäischen Ländern“ gegeneinander angetreten. Vor Fachexperten und grossem Publikum stellten die jungen Berufsleute ihre Fähigkeiten in einem der 49 verschiedenen handwerklichen, industriellen und Dienstleistungs-Berufe unter Beweis.


„Tolle Erfahrung“
Nach Abschluss der Wettbewerbe herrscht im Bernbiet und im Jura Freude: Silber gab es für die Malerin Karin Hänni aus Rümligen, Bronze ging an das Hufschmiedeteam Michael Bühlmann aus Niederhünigen, und Thierry Froidevaux aus Les Emibois. Hänni, Gewinnerin der letztjährigen Euro Painting Skills und Schweizermeisterin 2006, freute sich über ihren zweiten Rang: „Ich bin erleichtert, dass es endlich geschafft ist. Die drei Tage waren ganz schön anstrengend, haben sich aber wirklich gelohnt. Es war eine tolle Erfahrung!“ Die 24-jährige Bernerin musste sich in der Gesamtwertung nur ihrem deutschen Berufskollegen geschlagen geben. In der Kategorie „freie Technik“ konnte es aber niemand mit Karin Hänni aufnehmen. In den 18 vorgegebenen Stunden erstellte sie ein wahres Kunstwerk, das von Fachleuten in den höchsten Tönen gelobt wurde.
Die Hufschmiede erkämpften sich im Teamwettkampf den dritten Rang. „Die Bronzemedaille bedeutet mir sehr viel! Sie wird in meiner Sammlung ganz sicher einen Ehrenplatz finden", strahlte Michael Bühlmann, diesjähriger Schweizermeister Hufschmiede 2008. Der 22-Jährige ist übrigens ein wahrer Routinier, hat er doch bereits an 18 internationalen Hufschmiedewettkämpfen teilgenommen. Auch sein gleichaltriger Teamkollege Thierry Froidevaux, Zweitplatzierter an den Schweizermeisterschaften der Hufschmiede 2008 war überglücklich: „Meine Freundin ist sehr stolz auf meine Leistung, das stellt mich mega auf.“


Künftig mehr Eidgenossen?
Dass die Schweiz nur in zwei Wettbewerben vertreten war, hängt in erster Linie damit zusammen, dass sich unsere Berufsverbände primär auf die alle zwei Jahre stattfinden Berufsweltmeisterschaften (WorldSkills) sowie auf die von internationalen Branchenverbänden organisierten Europameisterschaften konzentrieren. „Damit sind schon viele unserer Verbände an der Limite, denn die Teilnahme an internationalen Wettbewerben kostet viel Zeit und Geld“, begründet Christine Davatz, offizielle Delegierte der nationalen Organisation SwissSkills das spärliche Schweizer Mitmachen. Zudem sei das Niveau der prestigereichen  WorldSkills wesentlich höher. „Die Weltmeisterschaft sind eben eine echte Herausforderung.“ Davatz rechnet jedoch damit, dass EuroSkills für einige Berufe attraktiver werden könnte, die bisher keine internationalen Wettbewerbe kannten: „So könnten auch beispielsweise Schweizer Strassenbauer, Pflegefachleute, Lastwagenfahrer oder Schumacher um Medaillen kämpfen.“


Sie wurden den hohen Erwartungen gerecht: Hufschmiede Michael Bühlmann (links) und Thierry Froidevaux.

Sehr gute Leistungen an den SwissSkills im Metallbau in Thun

Gute Vorbereitung auf Calgary


Der Rapper Bligg gratuliert als SMU-Botschafter Dominik von Flüe zum Sieg.

Der aus Sarnen/OW stammende Dominik von Flüe gewann die im Rahmen der Oberländischen Herbstausstellung in Thun durchgeführten Schweizer Meisterschaften (SwissSkills) im Metallbau. Er vertritt die Schweiz im nächsten Jahr an der WM (WorldSkills) in Kanada.

Alle zwei Jahre finden die Schweizer Berufsmeisterschaften im Metallbau (SwissSkills) statt. Der Sieger löst automatisch ein Ticket für die jeweils ein Jahr später stattfindenden Weltmeisterschaften (WorldSkills). Zudem wird ihm zwei Jahre lang gratis das SwissSkills-Mini-Auto zur Verfügung gestellt.

Roger Müller, Chef-Experte der SwissSkills, zeigt sich zufrieden mit dem Engagement und der Qualität der Leistungen, die von den 15 Teilnehmern an den Schweizer Meisterschaften in Thun erbracht wurden. Zusammen mit fünf Experten hat Müller die SwissSkills überwacht und schliesslich die Bewertungen vorgenommen.

Höchstleistungen unter Zeitdruck
Die 15 Kandidaten hatten die Aufgabe, innerhalb von 23 Stunden verteilt auf drei Tage ein Fernsehmöbel herzustellen. „Wir haben ihnen das Material und einen Konstruktionsplan zur Verfügung gestellt“, erklärt der beruflich als Projektleiter im Metallbau tätige Müller, der früher auch an den SwissSkills teilnahm und sogar Schweizer Meister geworden ist. Aus den Materialien Stahl, Aluminium und Chromnickelstahl galt es ein Fernsehmöbel anzufertigen. „Dies ist nur eine kleine Auswahl der Materialien, die ein Metallbauer bei der Arbeit sonst verwendet. Aber an den SwissSkills kann man unmöglich das ganze Gebiet des Berufes abdecken.“
Müller spricht von einer schwierigeren Aufgabenstellung als an den Lehrabschlussprüfungen. „Die Kandidaten standen zeitlich unter grossem Druck. Sie mussten sich von Anfang an gut überlegen, wie sie vorgehen wollten. Die einen behielten die Ruhe, andere waren schon ein wenig nervös.“ Der Vize-Weltmeister-Titel von Michael Schafflützel hat sich laut Müller positiv auf die SwissSkills ausgewirkt. „Das Interesse an einer Teilnahme bei den diesjährigen SwissSkills war gross.“
Das Experten-Team hat die Leistungen objektiv und subjektiv unter die Lupe genommen. Bewertet wurde im Prinzip nach gleichen Kriterien wie an einer Weltmeisterschaft. 75 Prozent wurde objektiv gewertet (sind die Masse eingehalten worden?). 25 Prozent der Beurteilung der Leistungen erfolgte schliesslich subjektiv. Diesbezüglich wurde unter anderem beurteilt, wie schön etwas geschweisst oder gebohrt worden ist.

Gezielte Vorbereitung für die WM in Calgary
Müller wird Schweizer Meister Dominik von Flüe auf die Weltmeisterschaft (WorldSkills) im nächsten Jahr im kanadischen Calgary vorbereiten. „Während sechs Wochen wird der Schweizer Meister in einem Trainingscamp gezielt auf die WM vorbereitet“, erklärt Müller. Der Chef-Experte rechnet in Kanada wiederum mit einer starken Konkurrenz aus Asien. „Schliesslich bereiten sich die Asiaten ein Jahr voll und ganz auf die WM vor.“ Gemäss Müller sei das Interesse von Firmen an den SwissSkills sehr gross. „Es werden immer wieder junge Berufsleute angeworben.“

Schnuppern am „Tag der offenen Metallbau-Werkstatt“
Am letzten Tag der SwissSkills hatten Messebesucher die Möglichkeit, am „Tag der offenen Metallbau-Werkstatt“ beim SMU-Stand selber Werkstücke anzufertigen und Einblick in die faszinierende Welt des Metallbaus zu erhalten. Jugendliche, die sich für einen der spannenden Metallbau-Berufe mit guten Zukunftsperspektiven interessierten, erhielten zudem Informationen aus erster Hand. Und vielleicht wird der eine oder andere junge Messebesucher bald auch Kandidat an den SwissSkills sein und von der Teilnahme an den Weltmeisterschaften träumen können.


Auf den Spuren von Michael Schafflützel
Auch wenn nur einer von 15 Kandidaten siegen konnte: Die eingereichten Arbeiten zeigen alle, dass das Niveau der Metallbauer-Ausbildung und der Berufskenntnisse in der Schweiz im internationalen Vergleich sehr hoch ist. Die bisherigen regelmässigen Medaillenerfolge der Schweizer Metallbauer an den Berufsweltmeisterschaften belegen dies im Übrigen in eindrücklicher Weise. So hat Michael Schafflützel aus dem Toggenburg letztes Jahr in Japan den Titel „Vizeweltmeister“ errungen.
Der neue Schweizer Meister im Metallbau hat seine Lehre bei der Firma Metallbau Rohrer AG in Alpnach Dorf absolviert und arbeitet immer noch dort. „Ich bin sehr glücklich über meinen Schweizer-Meister-Titel“, erklärt Dominik von Flüe, der sich im Vorfeld der SwissSkills auch viel vorgenommen hatte. „Ich ging nach Thun, um einen Spitzenplatz zu erzielen.“ Obwohl der Zeitdruck gross gewesen sei, machten die Wettkampftage Spass. „Es gefiel mir, meine Leistungen vor Publikum zu zeigen.“

Der Obwaldner hat auf seinen Schweizer-Meister-Titel viele positive Reaktionen bekommen und der Sieg bedeutet ihm viel. „Nun freue ich mich auf die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr.“ Dort will von Flüe ganz vorne mitmischen. „Ich würde gerne einen ähnlichen Erfolg wie Michael Schafflützel feiern, der Vize-Weltmeister geworden ist.“ Der Erfolg an den SwissSkills sei eine grosse Motivationsspritze für die Zukunft. „Ich kann mir gut vorstellen, in eine Weiterbildung zu investieren. Werkstattleiter würde mich schon interessieren“, erklärt von Flüe.


Top-Leistungen trotz gestiegener Ansprüche
Emil Weiss, Zentralpräsident der Schweizerischen Metall-Union (SMU), ist begeistert von der Leistung der Nachwuchshoffnungen an den SwissSkills: „Trotz der gestiegenen Ansprüchen und dem enormen Zeitdruck wurden die Erwartungen an den Schweizer Meisterschaften mehrheitlich erfüllt.“ Der Zentralpräsident ist zuversichtlich, dass die Schweiz mit dem jungen Metallbauer Dominik von Flüe im nächsten Jahr an den WorldSkills in Calgary gut vertreten sein wird. Der SMU-Zentralpräsident hält es für möglich, dass von Flüe in die Fussstapfen von Michael Schafflützel treten kann. „Wir haben in der Vergangenheit immer wieder unter Beweis gestellt, dass wir international ganz vorne mithalten können. Die Chancen stehen gut, dass dies auch bei den nächsten Weltmeisterschaften der Fall sein wird.“


Erfolge spiegeln die Qualität der Ausbildung
Internationale Erfolge wie jener von Michael Schafflützel sind umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass ein Schweizer Meister nur während sechs Wochen auf eine WM gezielt vorbereitet wird. „In Asien werden junge Berufsleute zum Teil ein Jahr freigestellt, und der Fokus ist nur auf den Wettkampf gerichtet“, erklärt Weiss. In der Schweiz sei dies nicht möglich, schliesslich sei der WM-Kandidat in einem Betrieb angestellt. „Dass wir trotzdem international mithalten können, spricht für die Qualität der Ausbildung in der Metallbau-Branche.“
Weiss hofft, dass die Leistungen der Berufsmeisterschaften vermehrt auch in der Gesellschaft honoriert werden. „Es wäre schön, wenn die Medien auch jene Seite der Jugend aufzeigen würden, die bereit ist, mit viel Fleiss und Motivation tolle Leistungen zu erbringen.“


Bligg rappte an SwissSkills für SMU
Der bekannte Schweizer Rapper Bligg hat in Zusammenarbeit mit go4metal, der Nachwuchskampagne der SMU, eigens eine Single aufgenommen, mit der er junge Menschen dazu motivieren will, eine Lehre zu absolvieren. Als einer der Höhepunkte im Programm der SwissSkills in Thun gab Bligg ein exklusives Show-Case und präsentierte den Song („Für s’Läbe“) erstmals live. Den Song kann man auf der Homepage www.go4metal.ch kostenlos downloaden.

Rangliste der SwissSkills
Und so schnitten die 15 Teilnehmer ab:
1. Dominik von Flüe, Metallbau Rohrer AG Alpnach (Sarnen; 81,69 Punkte)
2. Christof Durrer (Dallenwil; 78,62 Punkte)
3. Sandro Braunwalder (Uznach; 78,51 Punkte)
Die weiteren Teilnehmer: Thierry Affolter (Gland), Mario Delz (Möhlin), André Gisler (Schattdorf), Enos Foresti (Prato-Sormico), Stephan Hostettler (Böningen), Markus Julier (Ernen), Patrick Mangold (Nuglar), Joachim Perrin (Val-d’Illiez), Frédéric Piller (Prez-vers-Noéaz), Omar Scapozza (Olivone), Severin Studach (Ossingen), Lukas Tschümperlin (Schwyz).

 


Sprühen da schon die Funken des Sieges? Dominik von Flüe in voller Aktion.

Schweizer Berufsmeisterschaft swisstec

Vier Berufe erkoren ihren Champion

Strahlende Sieger: Sie schwangen in ihrer Berufsgattung obenaus; von links nach rechts Michaël Grange (Sanitärmonteur), Adrian Zaugg (Heizungsmonteur), Jürg Kühni (Spengler) und Francesco Domenico (Lüftungsanlagenbauer).

Vom 29. August bis 2. September kämpften 39 junge Berufsleute aus den Berufen Heizungsmonteur, Lüftungsanlagebauer, Sanitärmonteur und Spengler um den Schweizermeister-Titel und die Qualifikation zur Teilnahme an den internationalen Berufs-Weltmeisterschaften (IBW) 2009 im kanadischen Calgary.

Während vier Tagen gaben die Kandidaten in der Zeltwerkstatt vor der Berner Festhalle Vollgas. Parallel zur Berner Ausbildungsmesse BAM trugen die bestens vorbereiteten Nachwuchsleute ihren friedlichen Wettkampf mit höchster Konzentration aus. Dabei sorgten nicht nur die omnipräsenten Experten für einen gewissen Druck, sondern ebenfalls die rund 25'000 Besucher der BAM und natürlich der vorgegebene Zeitrahmen. Gemäss René Zeller, dem Kommunikationsbeauftragten des Schweizerisch-Liechtensteinischen Gebäudetechnikverband suissetec, fanden die achtzehnten Berufsmeisterschaften in auffallend freundschaftlicher Atmosphäre statt: «Es konnte verschiedentlich beobachtet werden, wie der eine Kandidat seinem «Nebenbuhler» hilfreich zur Seite gestanden hat. Sei es, indem er ihm aufmunternd zugesprochen hat, oder ihm gar ein eigenes Werkzeug zur Verfügung stellte.»


Vier Berufe aus der Gebäudetechnik
Sieben Heizungsmonteure aus drei Kantonen stellten sich der Herausforderung. Sie formten aus verschiedenen Rohren eine grossflächige Heizungsanlage, die höchsten Anforderungen genügen musste. So beobachteten die Experten nicht nur die richtige Vorgehensweise und die saubere Ausführung, sondern prüften nach Abschluss der Arbeit auch, ob das Gebilde auch wirklich wasserdicht ist.
Bei den Lüftungsanlagebauern nahmen sechs junge Berufsleute aus vier Kantonen die Aufgabe in Angriff. Sie hatten ein konisches Zwischenstück in einem Lüftungskreislauf herzustellen und einzupassen.
Ein Feld von 16 Sanitärmonteuren aus neun Kantonen stellte sich der Aufgabe, einen Teil einer Nasszelle gemäss Plänen zu erstellen und ein Berner Wappen aus Metall zu bauen. Dabei kamen verschiedene Metalle zur Anwendung, die untereinander richtig verbunden (Schweissen, Löten, Schrauben) werden mussten.
Bei den Spenglern stellten sich zehn junge Leute aus sechs Kantonen der anspruchsvollen Aufgabe, einen Dachteil perfekt zu erstellen.
Insgesamt waren also 39 junge Profis am Werk, scharf beobachtet von den 25 Experten unter der Leitung der Obmänner Ueli Mumenthaler (Heizungsmonteure), Roger Nyffeler (Sanitärmonteure), Josef Wey (Spengler) und Giuseppe Rigozzi (Lüftungsanlagenbauer).


Schwierige Entscheidungsfindung
Zur mit Spannung erwarteten Rangverkündung konnte Markus Pfander, dem Leiter Prüfungen in der suissetec, eine illustre Gästeschar bestehend aus Verantwortlichen von Politik, Berufsbildung, Wirtschaftskreisen und Lehrbetriebe begrüssen. In seiner kurzen Rede bemerkte er, dass die Schweizermeisterschaft das Schaufenster der suissetec sei. Er dankte den Expertenteams für die Umsetzung ihrer verantwortungsvollen Aufgabe und der Sektion Bern für die professionelle Durchführung des Anlasses.
Er übergab daraufhin das Wort an die Vizepräsidentin des Berner Gemeinderates Barbara Hayoz, die es sich nicht nehmen liess, darauf Hinzuweisen, dass das Ziel erreicht sei, wenn die Meisterschaft auf Interesse gestossen sei. Dann lobte sie die Akteure mit: «Ihr seit alles Maximalisten, die dem Schweizer Ausbildungssystem den hohen Stellenwert sichern. Denn Gewerbe und Wirtschaft sind dankbar für solche Kräftemessen, welche die Haustechnikberufe in eine gute Position bringen.»

Bevor das Berner-Duo «Flügzüg» die Ehrung der Teilnehmer abschloss, wurden die jungen Burschen – es war in diesem Jahr keine einzige Dame unter den Teilnehmern – endlich erlöst und zur Übergabe der Urkunden für alle Teilnehmer geschritten.

 

 

Ranglisten

Zuerst war die Reihe an den Spenglern, die von Experte Alexander Mischler ausgezeichnet wurden. Die ersten Drei aller Berufsgattungen erhielten neben der begehrten Auszeichnung, eine passende Medaille und wertvolle Gutscheine. Ab dem Rang drei sind die Teilnehmer alphabetisch – also gleichwertig – erwähnt:
1.  Jürg Kühni, Langau, Lehrwerkstätte LWB Bern
2.  Samuel Walker, Erstfeld, Bless AG
3.  Andreas Räz, Dieterswil, Schneider + Schmid GmbH
Urs Helfenberger, Freidorf, Haustechnik Eugster AG; Simon Herzog, Wolfhausen, Rüegg + Gübeli AG; Roman Langhart, Oberstammheim, W. Lyrenmann + Co.; Bruno Ribi, Ermatingen, M. Müller Haustechnik AG; Sandy Ueltschi, Aclens, P. + F. Muller Frèress SA; Matthias Widmer, Bellikon, Beat Widmer; Nicolas Wyss, Rapperwil, Hegg Spenglerei AG.

Spengler: Der Berner Jürg Kühni entführte mit seiner tadellosen Arbeit die Siegprämie vor Samuel Walker (2. links) und Andreas Räz (3. rechts).


Als zweite Gruppe waren die Heizungsmonteure an der Reihe. Ein Trio aus dem Kanton Bern räumte die Medaillen ab, die von Obmann Ueli Mumenthaler überreicht wurden:
1.  Adrian Zaugg,
Eggiwil, Vaterlaus AG
2.  Reto Heiniger, Wasen, Hans Sommer GmbH
3.  Christoph Wittwer, Oberbalm, GLB
Daniel Fehlmann, Reinach, M.Eichenberger-Lütscher Sanität und Heizungs AG; Davide Greco, Schmerikon, Selm Heizungssysteme AG; Philip Ruppli, Bäretswil, Bosshard AG; Benjamin Schüpbach, Signau, Gerber Heizungen.

 

Heizungsmonteure mit Berner Trio: Mit Adrian Zaugg zuoberst auf dem Podest sowie Reto Heiniger (2. links) und Christoph Wittwer (3. rechts) fanden sich drei Berner im Hoch. 


Für die Lüftungsanlagebauer nahm Obmann Christian Imhof die Rangierung vor. Er freute sich darüber, dass diese Berufssparte bereits zum zweiten Mal erfolgreich an der Berufsmeisterschaft vertreten war.
1.  Francesco Domenico, Andelfingen, Schmid AG
2.  Christian Osterwalder, Frauenfeld, Axima AG
3.  Kevin Schibig, Schwyz, Annen + Schibig AG
Sueleyman Aras, Buchs, Hälg + Co. AG; Fabian Widmer, Belp, G. Burren AG; Nicolas Zybach, Thun, Kunz AG.

Lüftungsanlagenbauer: Der Nordostschweizer Francesco Domenico siegte mit seiner Arbeit vor Christian Osterwalder (2. links) und Kevin Schibig (3. rechts).


Die grosse Gruppe der Sanitärmonteure sah einen Romand an der Spitze. Er freute sich spitzbübisch über seinen «Sieg», den er aus den Händen von Obmann Roger Nyffeler in Empfang nehmen durfte.
1. Michaël Grange, Fully, J.-M. Rossa SA
2. Pascal Aeberhard, Thayingen, Robert Meister AG
3. Pascal Gertsch, Schüpfen, Bären-Sanitär AG
Markus Bachmann, Heimenschwand, Fritz Krebs + Co. AG; Sandro Casanova, Pitasch, O. Caduff; Johny Christen, Schwarzenegg, Wenger Daniel Sanitär und Heizungs GmbH; Roman Huber, Elsau, Hofmann Haustechnik; Florian Klingenfuss, Neunkirch, Michael Vögeli; Samuel Kolb, Lütschental, A. Ruoff AG; Kilian Küng, Beinwil, Hertig Haustechnik AG; Patrick Läderach, Le Landeron, F. Boudry – F. Moser SA; Gil Marolf, Erlach, Ramseyer + Dilger AG; Samuel Rapold, Neuhausen, Wildberger Sanitär; Kevin Schürch, Thörigen, Bürki Haustechnik AG; Manuel Steiner, Maienfeld, Sanitär Plüss AG; Simon Tobler, Alt St. Johann, Windisch AG.

Sanitärmonteure: Michaël Grange aus dem Unterwallis zeigte seinen Kollegen den Meister. Die weiteren Medaillenplätze belegten Pascal Aeberhard (2. links) und Pascal Gertsch (3. rechts).

Nachzutragen bleibt noch, dass im kommenden November in einer erneuten Ausscheidung die Teilnehmer an den «World Skills», der internationalen Berufsweltmeisterschaft 2009 im kanadischen Calgary erkoren werden. Die nächste Schweizer Berufsmeisterschaft der unter der suissetec zusammengeschlossenen Berufsgattungen findet im November 2009 in Genf statt.


Roland Hofer

Schweizermeisterschaft der Konstrukteure 2008 in St. Gallen

Sattelfest in drei Technikbereichen

 

 

Dank Superleistung aufs Podest (v.l.): Yves Schoch, André Reusser, und Sead Idrizovic. 

 

 

Zehn Konstrukteure und eine Konstrukteurin wollten neue Schweizermeister werden. Gewonnen wurde der spannend und hochstehende Wettkampf von André Reusser aus dem bernischen Unterlangenegg.

 

Für die elf jungen Fachleute galt es, an den von Swissmem (Schweizerische Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie) zum ersten Mal im öffentlichen Bereich durchgeführten Berufsmeisterschaften ihre mit mindest Note 5,3 aus Teilprüfungen ausgewiesenen Kenntnisse in Zeichnungs-, Konstruktions- und Produktionstechnik einzusetzen. Ideale Plattform hierfür bot die Ostschweizer Bildungs-Ausstellung (OBA) in St. Gallen, an der 117 Berufe gezeigt und über 1200 Angebote präsentiert wurden – und 22 600 Besucher, davon knapp 14 000 Jugendliche, gezählt werden konnten.

 

18 Stunden am PC

Für die ausschliesslich am PC arbeitenden Teilnehmer waren in 18 Stunden fünf anspruchsvolle Aufgaben zu bewältigen, so:

  • ab Plan ein Werkstück skizzieren und auf dem PC die Zeichnungsausleitung erstellen
  • Detaillierung aus einer Zusammenstellung auf dem PC moderieren, ausmessen und nach Normteilen Zeichnungsausleitung erstellen
  • ab Plan aus definierten Einzelteilen eine Baugruppe auf dem PC erstellen
  • 24 Positionen ab Zeichnung auf dem PC moderieren und funktionsfähig zusammenbauen
  • aus einer Zusammenstellung (Steuergetriebe) nur das komplette, geschweisste Gehäuse ausziehen und in 3D darstellen

 

Neben dem gewichtigen Fachteil waren verschiedene Tests zu absolvieren, dabei war sogar eine Persönlichkeitspräsentation. Um Grenzen kennen zu lernen und das Zusammengehörigkeitsgefühl in einer Gruppe zu stärken, gab es auch verschiedene nebenberufliche Aktionen, wie beispielsweise einen Orientierungslauf in der St. Galler Altstadt oder auch den interessanten Vortrag von Adrian Trachsel (zusammen mit Ciril Stefanini amtierender Automatiker Team-Weltmeister).

Unter den prüfenden Augen von drei Experten und unter dem Druck, der bei Meisterschaften entsprechend erhöht ist, sowie auch der zusätzlichen Präsenz der Besucher der BAM, arbeiteten die Teilnehmenden sehr ruhig und konzentriert an ihren Bildschirmen. Alle schafften es, mit den Arbeiten in der zur Verfügung stehenden Zeit fertig zu werden.

 

Verdientes Siegertrio

Vor vielen Angehörigen der Kandidaten und weiteren Berufsinteressierten führte Paul Hüppi von SWISSMEM und Leiter der diesjährigen Schweizermeisterschaften, zusammen mit Chefexperte der Elektroniker Stephane Balet durch die Rangverkündung. Mit einem Rückblick über das Programm und die Anforderungen während den drei Meisterschaftstagen wurde das vorerst ruhige Publikum erfolgreich in Stimmung gebracht. Unter grossem Applaus wurden die für die besten Leistungen verdienten Medaillen an den Gewinner und die Platzierten übergeben. Ganz oben aus und damit zu Gold schwang André Reusser. Er wird zusammen mit dem Silber- und Bronzegewinner die drei Ausscheidungen für die WM 2009 in Calgary, die alle an Samstagen und in öffentlichen Breichen wie Einkaufszentren oder Ausstellungen stattfinden, teilnehmen können.

 

Rangliste

 

1. André Reusser, Unterlangenegg BE (Arbeitgeber: RUAG Land Systems AG, Thun)

2. Yves Schoch, Hinwil ZH (Lernzentren LfW, Zürich)

3. Sead Idrizovic, Arbon TG (E. Bruderer Maschinenfabrik AG, Frasnacht)

4. Rang (in alphabetischer Reihenfolge): Simon Boller Tann ZH (FERAG AG, Hinwil); Melanie Frick, Balzers FL (ThyssenKrupp Presta AG, Eschen); Tobias Heeb, Ruggell FL (ThyssenKrupp Presta AG, Eschen); Roger Hermann, Bettwil AG (AWM Mold Tech AG, Muri); Stefan Herzig, Duggingen BL (F. Hoffmann - La Roche AG, Basel); Michael Scherler, Oberuzwil SG (Bühler AG, Uzwil); Elias Schläpfer, Dozwil TG (Hydrel GmbH, Romanshorn);Lucas Zeugin, Kleindöttingen AG (SwissNuetronics AG, 5313 Klingnau)

 

 

Seine Stärke war die Präzision: Sieger André Reusser. 

 

Sie schlug sich mehr als wacker, doch zu einer Medaille reichte es nicht: die Liechtensteinerin Melanie Frick. 

 

Volle Konzentration war angesagt… 

 

Paul Hüppi (links),  Leiter der diesjährigen Schweizermeisterschaften führte zusammen mit dem Chefexperte der Elektroniker, Stephane Balet durch die Rangverkündung. 

 

Die Spannung vor der Rangverkündigung war gross… 

Schweizermeisterschaft der Elektroniker 2008

Entwickeln, Messen und Programmieren

 

Bei den Elektronikern hatten die Berner die Nase vorn (v.l.): Stefan Guillebeau, Patrick Haldi und Tobias Plüss. 

 

Die Elektronik-Berufsmeisterschaften fanden ebenfalls im öffentlichen Rahmen der OBA in St. Gallen statt. Mit von der Partie waren 12 Kandidaten – darunter auffallend viel Bern –, die hervorragende Leistungen zeigten.

Der Schwerpunkt bei den anforderungsreichen Wettbewerben lag diesmal bei verschiedenen Fertigungsaufgaben, welche innerhalb von 18 Stunden zu bewältigen waren. Dazu gehörten:

  • Entwicklung und Bau sowie Inbetriebnahme einer Schaltung mit entsprechenden Bauteilen.
  • Leiterplatte mit Einzelteilen (aus einem Sack) gemäss Stückliste bestücken
  • elektronische Schaltung messen
  • Fehler auf einer Leiterplatte suchen
  • Mikrokontroller programmieren.

 

Meistertitel nach Bern

Neben dem gewichtigen Fachteil waren verschiedene Tests zu absolvieren, darunter auch eine Persönlichkeitspräsentation. Auch den Elektronikern der Orientierungslauf in der Altstadt von St. Gallen nicht erspart. Die Kandidaten waren durch die Vorentscheidung fachlich gut auf die hohen Aufgaben vorbereitet. Durch intensives Engagement schafften es alle, mit ihren Arbeiten in den zur Verfügung gestellten Zeitabschnitten fertig zu werden. In der Summierung aller Aufgaben schnitt Patrick Haldi aus Bern am besten ab. Er ist damit neuer Schweizermeister und wird zusammen mit dem Silber- und Bronzegewinner an den drei Ausscheidungen für die WM 2009 in Calgary teilnehmen können.

 

Rangliste

1. Patrick Haldi, Mühlethurnen BE  (Arbeitgeber: Ascom (Schweiz) AG, Bern)

2. Stefan Guillebeau, Lanzenhäusern BE, (Kaba Gilgen AG, Schwarzenburg)

3. Tobias Plüss, Brittnau AG (Müller Martini Electronic AG, Zofingen)

4. (in alphabetischer Reihenfolge)Dominik Brügger, Moosseedorf BE (RUAG Aerospace, Zweisimmen); Jean-Romain Favre, Yens VD (ETML Ecole Technique, Lausanne); Tobias Fuchs, Interlaken (RUAG Aerospace, Wilderswil); Florian Gärtner, Kleindöttingen AG (Paul Scherrer Institut, Villigen); Thomas Gimmel, Münchringen BE (Lehrwerkstätten Bern);Jacques Grandjean, Romont FR (Bobst SA, Lausanne) ; Christian Kuhn, Interlaken (RUAG Aerospace, Wilderswil) ; Christian Mozzini-Vellen, Camorino TI (Schindler Elettronica SA, Locarno); Lukas Tschannen, Gerzensee (Lehrwerkstätten Bern). 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schweizermeisterschaften der Automatiker 2008

Sie hatte alle die Hightech im Griff


Medaillen als Belohnung für Superleistung und gute Nerven (v.l.): Fabrice Clerc/Damien Rosser Marco Erni/Markus Trachsel und Tim Büchi/Patrick Villiger. 

 

12 junge Automatiker massen sich in anforderungsreichen Einzel- und Teamaufgaben um Medaillen und die Chance für die Weltmeisterschaften.

 

Zum ersten Mal fanden die von Swissmem durchgeführten Berufsmeisterschaften im öffentlichen Bereich statt. Ideale Plattform hierfür bot die Ostschweizer Bildungs-Ausstellung (OBA) in St. Gallen, die dieses Jahr 22 600 Besucher zählte, davon knapp 14  000 Jugendliche. Aus einer Vorentscheidung mit 35 Kandidatendie alle eine Note von mindestens 5,3 aus Teilprüfungen sowie eine Empfehlung des Arbeitgebers aufweisen mussten, qualifizierten sich 12 Teilnehmer für die hohe Anforderungen stellenden Meisterschaften.

 

Effiziente Teamarbeit

Am ersten Tag wurden die Kandidaten in Einzelaufgaben gefordert, während an den zwei folgenden Tagen die Teamarbeit im Fokus stand. Dabei zeigten die jungen Fachleute ausgezeichnet funktionierende Teamarbeit, zumal in Anbetracht dessen, dass diese Prüfungsart für die Kandidaten absolut neu war. So ganz unvorbereitet waren sie allerdings nicht, wurden doch ihre Neigungen im Vorfeld etwas ausgetestet.

Neben dem gewichtigen Fachteil mussten verschiedene Tests einzeln und zu zweien absolviert werden. Um Grenzen kennen zu lernen und das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken, gab es auch verschiedenen Aktionen, so etwa einen Orientierungslauf in der St.Galler Altstadt.

 

Die Hauptaufgabe der Zweierteams bestand darin, auf einer vorerst leeren Plattform eine komplette automatische Station zu installieren. Für die mit universellen Kenntnissen in Soft- und Hardware ausgestatteten jungen Fachleute eine starke Herausforderung, die sie mit Bravour annahmen. Engagiert und gut aufeinander eingehend wurden Montage, Verkabelung, Verschlauchung, Einstellung und Inbetriebnahme bewerkstelligt. Chefexperte Raoul Abraham schaffte hierfür sowohl im Hard- als auch Softwarebereich für alle Teilnehmer die gleichwertige Ausgangsbasis.

 

Ausscheidungen für Calgary

Unter den prüfenden Augen von vier Experten und unter dem Druck der Präsenz der Ausstellungsbesucher arbeiteten die Teams äusserst professionell, womit sie es relativ leicht schafften, in der zur Verfügung stehenden Zeit von 18 Stunden mit sämtlichen Arbeiten fertig zu werden. Schweizermeister wurde schliesslich das Team Marco Erni/Markus Trachsel aus Buttwil und aus Bern. Sie werden nun für die Teilnahme an den WorldSkills 2009 in Calgary, zusammen mit dem Silberteam, drei Ausscheidungsrunden (alle an Samstagen und in öffentlichen Bereichen wie Einkaufszentren oder Ausstellungen) bestreiten können.

 

 

 

Rangliste

 

1. Marco Erni, Buttwil AG (Arbeitgeber: Verkehrsbetriebe Zürich) und Markus Trachsel, Reichenbach BE (BLS AG, Bern).

2. Fabrice Clerc, Villaraboud FR (Polytype SA, Fribourg) und Damien Rosser, Cheseaux-Noréaz VD (CPNV Centre professionnel, Yverdon)

3.  Tim Büchi, Oberhelfenschwil SG (Bühler AG, Uzwil) und Patrick Villiger, Gränichen AG (Müller Martini AG, Zofingen)

4. (in alphabetischer Reihenfolge): Roman Braun, Tann ZH (FERAG AG, Hinwil); Simone Guscetti, Airolo (Scuola cant. dei tecnici e d'arti, Bellinzona); Andreas Kunz, Bad Ragaz (OC Oerlikon AG, Balzers)

Amos Pedrazzoli, Bellinzona (Scuola cant. dei tecnici e d’arti, Bellinzona); Dominik Stahel, Rikon ZH (msw-winterthur Automation Center, Winterthur); Michael Steiner, Steffisburg BE (Meyer Burger AG, Thun).