Coiffeur-Nachwuchs im Junior Swiss Cup 2007

50 junge Nachwuchsleute bewarben sich am kürzlich im Kulturcasino Bern um den Junior Swiss Cup im Damen- und Herrenfach. Durchgesetzt haben sich mit Andrea Hauser und Sandra Kirchhofer zwei Frauen.

Organisiert wurde der Wettbewerb, von coiffuresuisse - Verband Schweizerischer Coiffeurgeschäfte. Im Damenfach standen total 75 Minuten und im Herrenfach 50 Minuten Zeit, zur Umsetzung der realistisch-modernen Ideen – künstlerische Frisuren waren nicht gestattet – an Übungsköpfen und mitgebrachten Modellen.

Damenfach
Die erste Arbeit bei den Damen hatte das Bewertungsthema: „Salonschnitt & Frisur mit Farbe + Color Award“. Die Teilnehmenden hatten auf dem Übungskopf eine modische Frisur mit Trendfarben zu kreieren und dabei einen modischen Schnitt auszuführen, der die Gesichtszüge des Modells positiv zur Geltung brachte. Die fertige Frisur musste den Eindruck des Covers einer Modezeitschrift vermitteln. Bei der zweiten Arbeit stand unter dem Bewertungsthema „Moderne Aufsteckfrisur auf langem Haar“. Jetzt waren die Teilnehmenden aufgefordert, beim mitgebrachten Model eine moderne Aufsteckfrisur im Sinne eines Total-Looks zu kreieren. Die Frisur musste harmonisch und typengerecht sein.

Herrenfach
„Salonfrisur auf langem Haar + Color Award - STREET FASHION-„ war das Bewertungsthema für die erste Arbeit im Herrenfach. Hier musste auf einem Übungskopf eine modisch aktuelle Frisur auf langem Haar + Color Award kreiert werden, welche tragbar ist und maskulin wirkt. Die zweite Arbeit, für die 30 Minuten zur Verfügung standen, hatte das Bewertungsthema „Progressive Frisur -TREND CUT STREET FASHION„. Von den Wettbewerbs-Teilnehmenden war hierzu ein modisch aktueller Schnitt mit Frisur zu kreieren, die der jüngere Kunde auf der Strasse tragen kann und die maskulin wirkt.

Modellparade
Die Zeit bis zur Rangverkündung wurde durch eine wahre Augenweide verkürzt. Modelle in den verschiedensten Kleideroutfits präsentierten die dazu passenden Aufsteckfrisuren. Die Bewertung wurde von 3 Fachexpertinnen und 7 Fachexperten vorgenommen. Bewertet wurden die 1. und 2. Arbeit sowie der Hair Color Award. Die beiden Siegerinnen schwangen bei je allen drei Bewertungen sowohl im Damen- wie im Herrenfach klar oben aus.


Ranglisten

Damenfach
1. Hauser Andrea, Glarus
2. Vitto Roberto, Wetzikon
3. Kempf Ramona,  Muttenz

Herrenfach
1. Kirchhofer Sandra, Ostermundigen
2. Demirci Karekin, Scherzingen
3. Rechsteiner Sabrina, Romanshorn


Die beiden Gewinnerinnen Andrea Hauser (links) und Sandra Kirchhofer dominierten die Konkurrenz klar.

Schweizer Bäcker sind Vize-Europameister

Nach drei Titeln in Folge waren die Voraussetzungen dieses Jahr in Nantes (F) besonders schwierig. Das Niveau war noch nie so hoch, alle neun Mannschaften wollten diese Schweizer schlagen!

Das Team mit Cornelia Egli aus Safenwil (AG), Amadeo Arnold aus Simplon-Dorf (VS) und Christoph Ackermann aus Grandson (VD) löste seine Aufgabe dennoch hervorragend: Es belegte mit einem minimalem Rückstand den zwei Platz hinter Frankreich und vor Luxemburg.

Für die sechs verschiedenen neuen Brotsorten- und Feingebäcksorten, sowie das Schaustück zum Thema „Zirkus“ wurde der höchsten Schwierigkeitsgrad gewählt. Da die Jury bei den Vorbereitungsarbeiten gegenüber den Vorjahren vor Ort eine Änderung vornahm (es durften nur Vorteige, aber keine Füllungen hergestellt werden), wurde die Zeit etwas knapp. Ein kleines Element des Schaustückes konnte dadurch nicht mehr montiert werden und die kleinen Zirkuspferdchen bei Mandarinen-Ring konnten nur noch aufgelegt, statt stehend auf dem Rand montiert werden. Sonst war die Produktion nahezu fehlerfrei. Die beiden Coaches Bernhard Aebersold und Olivier Hofmann sowie Juyrmitglied Nicolas Taillens waren jedenfalls mit dem Team hochzufrieden.


Das erfolgreiche Team mit den Coaches Bernhard Aebersold (links) und Olivier Hofmann (rechts).

Schweizermeisterschaft der Maurer 2007

 
Sie holten sich in Burgdorf die Medaillen (v.l.): Matthoias Graber, Stephan Brunner und Bruno Eschmann.

Stephan Brunner gewann mit grossem Vorsprung die diesjährige Schweizermeisterschaft der Maurer in Burgdorf. Der Ostschweizer wird im November unser Land an der Berufs-Weltmeisterschaft in Japan vertreten.

Die nationale Maurermeisterschaft wurde dieses Jahr im Rahmen des 100-Jahr-Jubiläums des Baumeisterverbandes Oberaargau-Emmental (BVOE) statt. Sie war der Abschluss einerr harten Ausmarchung, denn die die sechs Kandidaten der Endrunde mussten sich doch jeweils über regionale Ausscheidungen und eine Vorrunde ins Finale durchkämpfen.

Schwierige Aufgabe
Die sechs Wettkämpfer mussten in nur 21 Arbeitsstunden ein Objekt in Form eines Pfeilers und zwei Wandscheiben in Sichtmauerwerk mit dem Sujet „Berner Bär“ und dem Logo „100 Jahre BVOE“ erstellen. Für diese Kunstmauer wurden rund 500 Steine gebraucht, wobei knapp ein Drittel speziell geschnitten und bearbeitet werden musste. Bewertet wurden die Leistungen objektiv (60 Prozent) und subjektiv (40 Prozent). Objektiv beurteilt wurde alles Messbare (wie Senkel und Flucht), subjektiv das Erscheinungsbild (Fugenbearbeitung, sauberer Verband). Schliesslich spielte auch der Zeitfaktor eine Rolle. Wer nicht ganz fertig wurde, musste happige Punkteabzüge in Kauf nehmen.

Der Favorit setzte sich durch
Stephan Brunner ging in den Endkampf als klarer Favorit. Der St. Galler hatte nämlich schon die Regionalausscheidung an der OBA in St. Gallen und die Vorrunde an der Swissbau in Basel für sich entscheiden können. Entsprechend hatte er einige Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz anhäufen können. An der Meisterschaft wurden jedoch die Punkte doppelt gezählt. Brunner lieferte erneute die beste Arbeit ab und gewann klar mit einem Vorsprung von fast 26 Punkten. Der 20-Jährige, der heute bei der Wüsta Akkordunternehmung in Bütschwil angestellt ist, war allerdings nicht ganz zufrieden: „Ich geriet am letzten Abend in Zeitnot und machte einige kleine Fehler bei den Fugen. Aber zum Glück hatten auch meine stärksten Konkurrenten Schwächen gezeigt.“

Mehr Qualität dank neuem Modus
Chefexperte Ruedi Signer freute sich über das hohe Niveau der Wettkämpfe: „Es hat sich klar gezeigt, dass der Modus mit den beiden Qualifikationsrunden die Qualität steigert.“ Die Kandidaten seien wesentlich ruhiger ans Werk gegangen und hätten sich die Arbeit besser eingeteilt. „Das Erstellen einer Kunstmauer ist für die Maurer eigentlich neu, solche Sachen werden in der Lehre und im Arbeitsalltag nicht gemacht“, betonte Signer. Stephan Brunner sei ein absolut verdienter Sieger, weil er alle drei Kräftemessen gewonnen hat. Ähnlich sah es auch der Zweitplatzierte. „Stephan war mit Abstand der Beste. Gegen ihn zu verlieren tut deshalb gar nicht weh“, kommentierte Matthias Graber das Resultat. Bronzegewinner Bruno Eschmann freute sich, dass er in Burgdorf doch noch den Sprung aufs Podest geschafft hat. Nach den beiden ersten Rund lag er nämlich noch ziemlich klar hinter Michel Aeschbacher.

Gute Medaillenchancen
Ruedi Signer ist froh, dass mit Stephan Brunn er ein derart fähiger Kandidat die Schweiz in Japan vertreten wird: „Er verfügt über hohes Fachkönnen und ist sehr nervenstark. An der WM hat er durchaus Medaillenchancen.“ Der internationale Experte kann dies gut einschätzen, da auch er an einer WM teilgenommen hatte – er gewann1997 in St. Gallen überlegen Gold. Die Schweizer Maurer pflegen an der WM Spitzenplätze zu belegen, zuletzt holte sich Reto Hess 2005 in Helsinki die Silbermedaille. Brunner mag über seine Ziele in Japan (noch) nicht reden. „Das kommt schon noch, erst einmal möchte ich mich aber über den Schweizermeister-Titel freuen.“
Als Gast konnte übrigens der Liechtensteiner Rolf Gerner am Burgdorfer Wettkampf teilnehmen. Er schlug sich beachtlich und erreichte den fünften Rang. Auch er kann sich nun gute Chancen die WM in Japan ausrechnen.

"Der Maurer ist das Fundament"
An der Rangverkündigung gratulierte der Zentralpräsident des Schweizerischen Baumeisterverbandes, Nationalrat Werner Messmer, beglückwünschte die Teilnehmer persönlich und überreichte jedem ein Goldvreneli als Anerkennung. Er wies darauf hin, dass der Maurerberuf in der Schweiz eine lange, erfolgreiche Tradition hat. „Er ist der Basisberuf im Bauhauptgewerbe. Ohne Maurer gibt es kein Gebäude, keine Infrastrukturen, kurzum: geht nichts im Bau. „Der Maurer ist das Fundament aller Werke, die wir errichten“, betonte Messmer. Nur wenige Berufe hätten so viele und breite Karrieremöglichkeiten. Trotzdem gebe es zu wenig ausgebildete Fachkräfte. Der SBV gebe Gegensteuer, indem er die Maurerlehre als Trägerverband mit grossen Investitionen fördere. So zähle die Schweiz mehr als ein Dutzend Maurer-Lehrhallen. Glückwünsche der Berner Regierung überbrachte der Erziehungsdirektor Bernhard Pulver. Er zeigte sich von den Leistungen der Kandidaten „enorm“ beeindruckt. Er unterstrich, dass für ihn die Berufsbildung einen sehr hohen Stellenwert hat und dankte ausdrücklich den Lehrbetrieben und den Ausbildenden für ihr grosses Engagement. Immerhin konnte die Berner Wirtschaft in den letzten fünf Jahren die Zahl der Lehrverträge insgesamt um sechs Prozent steigern.

Rangliste
1. Stefan Brunner (Lehrbetrieb: Gebr. Mahler AG, Niederuzwil SG), 292.21 Punkte
2. Matthias Graber (Josef Fischer, Grosswangen AG), 266.46 Punkte
3. Bruno Eschmann (Zindel + Co. AG, Maienfeld GR), 261.98 Punkte
4. (in alphabetischer Reihenolge) Michel Aeschbacher (Hofer AG, Oberthal BE); Peter Jung (Ziegler + Kleger Bau AG, 9246 Niederbüren SG); Dominique Python (Dousse Constructions SA, Marly FR)

 
Die "Glorreichen Sieben" von Burgdorf (v.l.): Rolf Gerner, Dominique Python, Matthias Graber, Stephan Brunner, Bruno Eschmann, Michel Aeschbacher und Peter Jung.

 
Stephan Brunner


Matthias Graber


Bruno Eschmann


Michel Aeschbacher


Peter Jung


Dominique Python


Der Gast aus Liechtenstein: Rolf Gerner


Sein Berner Bär sah am besten aus: Sieger Stephan Brunner.

 

 


Sie werden die Schweiz an der WM in Japan vertreten: Experte Ruedi Signer und Kandidat Stephan Brunner.


Die Chefs waren beieindruckt (v.r.): Verbandspräsident und Nationalrat Werner Messmer, Experte Ruedi Signer und Ausbildungssleiter Anton Cotti.


Prominente Gäste: Kurt Mühleman (r.), ehemaliger Präsident des BVOE und des kantonalen Baumeisterverbandes mit Christoph Erb, Direktor von Berner KMU.