6. Tag der Berufsbildung in Genf


Die Bekleidungsgestalterin Stefanie Dragun wurde von Bundesrätin Doris Leuthard besonders geehrt - obwohl sie gar keine Medaille gewonnen hat...

Mit einem würdigen Anlass wurden anlässlich des 6. Tages der Berufsbildung die Schweizermeisterinnen und -meister dieses Jahres geehrt. Bundesrätin Doris Leuthard gratulierte den erfolgreichen Berufsleuten höchstpersönlich.

In ihrem Referat verteilte die Wirtschaftsministerin, in deren Ressort die Berufsbildung fällt, reichlich Streicheleinheiten. Hier eine Kostprobe: „Kein Wertpapier bringt so gute Zinsen wie die Investition in die Jugend. Ein Börsianer würde von einer guten, langfristigen Anlage sprechen. Heute, am Tag der Berufsbildung, sehen wir den Zinsertrag. Und was ich sehe, stimmt mich zuversichtlich. Unsere Jugend ist gut!“

Leuthard erinnerte daran, dass das Schweizer Team an den Berufsweltmeisterschaften 2005 in Helsinki unser Land erfolgreich vertreten und den ersten Platz in der Nationenwertung verteidigt hat. Und sie ist zuversichtlich, dass es auch so bleibt, wie sie den anwesenden Schweizermeisterinnen und -meistern zurief: „An den Schweizer Berufsmeisterschaften 2006 haben viele von Ihnen mit Spitzenresultaten so gut abgeschnitten, dass Sie an den Berufsweltmeisterschaften 2007 in Japan beste Startchancen haben. Darauf bin ich stolz! Und ich wünsche Ihnen schon heute viel Erfolg.“

"Wir sind auf dem richtigen Weg"
Die Wirtschaftsministerin zeigte sich zuversichtlich, dass die Schweiz trotz einiger Probleme auf dem Lehrstellenmarkt in Sachen Berufsbildung auf dem richtigen Weg. Dafür nannte sie drei Gründe:
- Viele Jugendliche finden heute einen Ausbildungsplatz.
- Viele Jugendliche packen auch die Chancen, die ihnen die Berufsbildung eröffnet.
- Viele Unternehmer sehen in der Ausbildung junger Menschen eine Chance; für ihren Betrieb, für ihre Produkte und für den Wirtschaftsstandort Schweiz.

Flammender Appell
Doris Leuthard schloss ihre Ausführungen mit einem flammenden Appell: „Trotz aller Fortschrite – wir sind noch nicht am Ziel! Ich zähle auf Sie alle hier am Tag der Berufsbildung. Und ich spreche die Jugend ganz direkt an: Packt die Chance Berufsbildung, schmeisst die Lehre nicht beim ersten Problem hin, zeigt Einsatz und entwickelt Freude am Beruf.“

Das "grosse Vorbild" Stefanie
Die Wirtschaftsministerin liess es sich nicht nehmen, den Siegerinnen und Siegern der diesjährigen Schweizermeisterschaften persönlich zu gratulieren. Eine besondere Ehrung gab es für die junge Tessiner Stefanie Dragun: Die Bekleidungsgestalterin holte sich den hervorragenden vierten Platz, obwohl ihr wegen eines Geburtfehlers die linke Hand fehlt. Doris Leuthard bezeichnete Stefanie als "grosses Vorbild" - worauf diese die Tränen nicht mehr zurückhalten konnte...

Ein Jahr lang Gratis-Smart
Marc Stämpfli, Schweizermeister im Konstrukteurberuf, war stolz auf die Begegnung mit der sympathischen Bundesrätin. Doch sein Herz schlug eindeutig schneller, als er von einer besondern Ehre hörte, die ihm zukam: Der Seeländer errang seinen Titel mit der höchsten Punktezahl aller diesjährigen Schweizermeister und gewann damit die Debrunner Acifer Trophy. Der Sponsor stellte ihm nun einen hübschen Smart für ein Jahr zur freien Verfügung.

Von Weltmeisterin zur KMU-Frau
Karin Bischof, Weltmeisterin bei den Damenschneiderinnen 1997 in St. Gallen, verriet in einem launischen Gespräch mit Moderator Reto Brennwald („Rundschau“), wie sie ihren Titel errungen hatte („viel Training, Konzentration und klare Zielsetzung“). Sie schilderte auch ihre Anfänge als Unternehmerin. Bischof hat Anfang dieses Jahres in St. Gallen einen eigenen Modesalon eröffnet. „Es hat mich zurück zum Beruf gezogen, und ich wollte unbedingt meine eigene Meisterin sein“, meinte die erfolgreiche KMU-Frau. Die Tatsache, dass sie Weltmeisterin gewesen sei, habe ihr geholfen: "Die Leute wissen es noch, obwohl seither Jahre vergangen sind. Das liegt wohl daran, dass ich den Titel eben in St. Gallen gewonnen habe." Das Publikum konnte übrigens eine ihrer Kreationen live bewundern, ein schlichtes, aber hochelegantes Kleid aus St. Galler Spitze.



Zuversicht und Engagement: Bundesrätin Doris Leuthard kam bei den Jungen sehr gut an.


Gruppenbild mit Bundesrätin: Doris Leuthard sorgte für Meisterehren mit Stil.



Die Bundesrätin gratulierte höchstperönlich jedem einzelnen Schweizermeister. Hier wird Reto Gätzi geehrt, der seinen Titel im Schweisserberuf nur drei Tage zuvor geholt hat.


Karin Bischof, Weltmeisterin 1997, im Talk mit "Runschau"-Moderator Reto Brennwald. In der Mitte eine Kreation der Ostschweizerin, die in St. Gallen einen Couturesalon eröffnet hat.


Ein Jahr lang gratis einen schicken Smart fahren: Ulrich Schiesser, Westschweizer Direktor von Debrunner Acifer, übergibt dem erfolgreichen Konstrukteur Marc Stämpfli den Autoschlüssel.

Schweizermestertschaft 2006 im Automatikerberuf

Können die Schweizer Automatiker an die grossen Erfolge an den Berufs-WM 2005 anknüpfen? Die diesjährige Schweizermeisterschaft, die bei der Festo AG in Dietikon, durchgeführt wurde, hat jedenfalls Hoffnungen geweckt.

Anlässlich der Berufsweltmeisterschaft 2005 in Helsinki holte sich das Schweizer Zweierteam Timon Achtnich/Raphael Ruf im Beruf Automatiker die Silbermedaille, und dies gegen harte Konkurrenz aus Asien. Auch für die nächste Berufsweltmeisterschaft vom November 2007 in Shizuoka/Japan haben sich die Verantwortlichen hohe Ziele gesetzt. Nur zwei Disziplinen arbeiten an den Berufsweltmeisterschaften jeweils im Team: die Landschaftsgärtner sowie die Automatiker. Es gilt in diesen Berufen daher noch mehr als in den anderen Wettkämpfen, dass neben der fachlichen Kompetenz auch Schlüsselkompetenzen wie Team- und Kommunikationsfähigkeit der Teilnehmenden von entscheidender Bedeutung sind.

Hohe Anforderungen
Die erste Hürde für die interessierten jungen Berufsleute war allerdings ein überdurchschnittlicher fachlicher Leistungsausweis. Für die Schweizer Berufsmeisterschaft konnte sich nur anmelden, wer an der praktischen Teilprüfung im zweiten Lehrjahr eine 5.3 oder höher erzielte. Zudem musste der Lehrbetrieb die Qualifikation der Kandidaten bestätigen. Die Gold- und Silbermedaillengewinner bei den Automatikern werden sich dem gleichen Qualifikationsprozedere unterziehen wie die Konstrukteure, bevor das WM-Team feststeht.

Vielseitigkeit gefragt
Automatiker arbeiten in Bereichen wie Steuerungsbau, Energieverteilung, Elektromaschinenbau, Industrieautomation oder Verfahrenstechnik. In Zusammenarbeit mit andern Fachleuten bearbeiten sie Aufträge oder Projekte, entwickeln oder konstruieren Lösungen zu Steuerungs- und Automatisierungsaufgaben. Sie wirken mit beim Planen und Überwachen von Produktionsprozessen und erstellen technische Dokumente. Sie bauen Apparate, Maschinen, Anlagen oder Automatisierungssysteme, nehmen diese in Betrieb oder führen Instandhaltungsarbeiten aus.
Fachlich geprüft werden im Beruf Automatiker anlässlich der Berufswettkämpfe insbesondere die Fähigkeit, elektropneumatische Anlagen zu montieren, die Steuerung zu programmieren, die Anlagen dann in Betrieb zu nehmen und allenfalls Fehler zu suchen. Zusätzlich sind neue Logikprobleme zu lösen und in der Hard- oder Software umzusetzen. Alle Tätigkeiten müssen unter Zeitdruck ausgeführt werden. „Das Anforderungsprofil war auch dieses Jahr sehr hoch“, meinte Cheforganisator Paul Hüppi vom durchführenden Branchenverband Swissmem. „Doch das Niveau der Wettkämpfe war erfreulich hoch. Wir haben für die WM 2007 absolut intakte Chancen“ hielt er fest.

Rangliste
1. Ciril Stefanini (MSW Winterthur, Winterthur) und Adrian Trachsel, (Fritz Studer AG, Thun)
2. Christian Benz (Heinrich Schmid AG, Jona) und Marco Erni (Verkehrsbetriebe Zürich)
3. Roman Braun (Ferag AG, Hinwil) und Yvo Comte, (Ruag Land Systems, Thun).
4. (in alphabetischer Reihenfolge): :
Urs Appert, (H.A. Schlatter AG, Schlieren); Yannick Berchier (Polytype SA, Fribourg); Markus Brändli, (Lernzentren LfW, Baden); Pius Gutzwiller (sia Abrasives Industries AG, Frauenfeld); Ueli Maurer (Müller Martini Druckverarbeitungs-Systeme AG, Zofingen); Christian Wehrle (Stadler Altenrhein AG, Altenrhein)


Sie haben hervorragende Arbeit geleistet: Die Automatiker vor der Festo Ag in Dietikon.


Goldgewinner Adrian Trachsel


Goldgewinner Ciril Stefanini


Gedränge auf dem Podest (v.l.): Christian Benz und Marco Erni, Adrian Trachsel und Ciril Stefanini sowie Roman Braun und Yvo Conte.

Schweizermeisterschaft 2006 im Konstruktionsberuf

Zwölf junge Berufsleute kämpften im Regionalen Ausbildungszentrum RAU in Au bei Wädenswil um den Titel des Schweizer Meisters der im Konstrukteurberuf. Den hochklassigen Wettkampf gewann schiellich Marc Stämpfli aus Lyss, gefolgt von Kevin Cavalli aus Uzwil und Martin Schön aus Zofingen.

Der Konstrukteur hat den Maschinenzeichner als Lehrberuf abgelöst. Konstrukteure und Konstrukteurinnen entwickeln und konstruieren in Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten Einzelteile und Baugruppen für Geräte, Maschinen oder Anlagen sowie Werkzeuge und Vorrichtungen für die Produktion. Sie bearbeiten Aufträge, Pflichtenhefte oder Teile von Projekten. Konstrukteur/innen erstellen Handskizzen und CAD-Zeichnungen am Computer, vermessen und bemassen, legen Fertigungsangaben fest, konstruieren, dimensionieren und stellen damit Fertigungs-, Montage- und Prüfunterlagen her und erarbeiten die erforderlichen Produktionsdaten. Für den Betrieb und die Instandhaltung der Produkte erstellen sie entsprechende Anleitungen und Dokumentationen. Die Lehrzeit dauert vier Jahre.

Vielfältige Wettbewerbsaufgaben mit hohen Ansprüchen
Obwohl für die Berufsausübung heute der Computer und CAD-Programme die wichtigsten Arbeitsinstrumente darstellen, wird immer noch auch zeichnerisches Können verlangt und im Alltag angewendet. Entsprechend war auch die Aufgabenstellung an den Schweizer Meisterschaften. Es galt, in 20 Arbeitsstunden unter hohem Zeitdruck vier verschiedene Aufgaben zu lösen: Zuerst erstellten die Wettbewerbsteilnehmer einen werkstattgerechten Fertigungsplan für eine Antriebswelle. Dann galt es, ein vorhandenes Werkstück gründlich auszumessen, zu skizzieren und anschliessend auf Grund der Handskizze mit CAD eine Werkstattzeichnung zu zeichnen. Anschliessend modellierten die Teilnehmer in einer weiteren Aufgabe die Einzelteile einer Wasserpumpe und erarbeiteten die zugehörigen Werkstattzeichnungen. Und schliesslich wurden die Kenntnisse in Berufskunde geprüft. Die Wettbewerbsteilnehmer mussten aber auch ihre Präsentationskompetenz, ihre Sozialkompetenz und die mentale und physische Belastbarkeit unter Beweis stellen. Paul Hüppi, Leiter Entwicklung des veranstaltenden Dachverbandes Swissmem, war von der Qualität der Arbeiten begeistert. Nicht nur die drei Gewinner hätten eine tolle Leistung gezeigt, sondern alle Teilnehmer. Deren hohe Einsatzbereitschaft und ihr Wille, das Beste zu leisten, haben ihn und die eingesetzten Experten sehr beeindruckt.

Herausforderung Japan
Die drei Medaillengewinner bei den Konstrukteuren treten am 23. Januar 2007 zusammen mit den Siegern in den Berufen Elektronikern und Automatiker an einer eintägigen, öffentlichen Endausscheidung anlässlich der Messe „Metallbau’07“ in Basel an. Im Frühling 2007 wird dann definitiv bestimmt, wer schlussendlich im November 2007 die Schweiz an den Berufs-WM in Japan vertreten wird. Auf die Teilnehmer wartet ein umfassendes fachliches und mentales Vorbereitungsprogramm. Für Swissmem haben die Berufsweltmeisterschaften eine hohe Bedeutung: „Hier können wir der ganzen Welt die Kompetenz unserer Berufsarbeit vor Augen führen“, so Paul Hüppi, „und ausserdem beweist unser Engagement, wie wichtig für die Swissmem die Berufsbildung ist“. Anlässlich der Berufsweltmeisterschaft 2005 in Helsinki hatte der Berner Stefan Ritschard in diesem von Swissmem betreuten Hightech-Beruf die Bronzemedaille geholt. Entsprechend hoch sind die Erwartungen für 2007. Einen Erfolg konnte der Schweizermeister dieses Jahres bereits verbuchen: Marc Stämpfli kann als punktemässig bester Goldgewinner aller bisher durchgeführten Titelkämpfe einen Kleinwagen der Marke Smart ein ganzes Jahr gratis benützen. Am diesjährigen Tag der Berufsbildung, an dem alle Schweizermeisterinnen und -meister des Jahres 2006 geehrt wurden, erhielt er den Autoschlüssel persönlich von Bundesrätin Doris Leuthard überreicht.

Rangliste

1. Marc Stämpfli, Feintool Technologie AG, Lyss
2. Kevin Cavalli, Bühler AG, Uzwil
3. Martin Schön, Müller Martini Druckverarbeitungs-Systeme AG, Zofingen
4. (in alphabetischer Reihenfolge) Stefan Dietsch, Hamilton Bonaduz AG; Präzisionsinstrumente, Bonaduz; Michael Fluri, Feintool Technologie AG, Lyss; Thomas Frei, azw Ausbildungszentrum Winterthur, Winterthur; Andreas Helbling, Geberit Produktions AG, Jona; Adrian Hilpertshauser, Saurer Hamel AG, Arbon; Stefan Mahlknecht, ThyssenKrupp Presta AG, Eschen (Liechtenstein); Michael Scherler, Bühler AG, Uzwil; Patrick Stauffer, Müller Martini Druckverarbeitungs-Systeme AG, Zofingen; Andreas Zurbrügg, Scintilla AG, Solothurn


Sie haben auch die Experten überrascht: Die zwölf Teilnehmer der Titelkämpfe im Konstrukteurberuf.


Einer aus diesem Trio wird an der WM 2007 teilnehmen (v.l.): Kevin Cavalli, Marc Stämpfli und Martin Schön.


Der erfahrene internationale Experte Heinz Gisi wird den Schweizer WM-Kandidaten coachen.

Schweizer Meisterschaft der Schweisser 2006

Reto Gätzi heisst der Schweizer Vertreter, der an der Berufs-WM 2007 in Japan im Schweisser- Wettbewerb antreten wird. Der Appenzeller hat die diesjährige Schweizermeisterschaft in Basel souverän gewonnen.

Als Lehrberuf gibt es den Schweizer schon lange nicht mehr, heute ist dieses anspruchsvolle Handwerk Bestandteil der vierjährigen Grundbildung zum Anlage-Apparatebauer Fachrichtung Schweissen. Entsprechend schwer ist es junge Berufsleute zur Teilnahme an Wettkämpfen zu motivieren. Dennoch schafft es der Schweizerische Verein für Schweisstechnik (SVS), alle zwei Jahre Meisterschaften durchzuführen und Kandidaten zur WM zu schicken. "Die Teilnahme an den Weltmeisterschaften ist für uns aus mehreren Gründen wichtig. Dadurch können wir erfahren, wo wir niveaumässig international stehen, wertvolle Beziehungen knüpfen und unserem Nachwuchs einen Anreiz bieten", begründet SVS-Geschäftsführer Ulrich Hadrian das aufwändige Engagement.

"Benjamin" holte Silber
An den diesjährigen Titelkämpfen nahmen fünf Kandidaten teil, allesamt noch Lehrlinge. In 18 Stunden hatten sie ein Werkstück herzustellen, das aus drei Platten, einem Rohr sowie einer Konstruktion aus Chromnickelstahl und Aluminium bestand. Dabei kamen alle drei gängigen Schweisstechniken zum Einsatz (TIG, MAG und Elektroden). Jurychef und internationaler Experte Wolfgang Ahl zog nach dem Wettkampf eine durchzogene Bilanz: "Die ersten drei haben sehr gut gearbeitet, die anderen zwei fielen klar ab." Ebenso klar wurde das Rennen um den ersten Platz entschieden: Reto Gätzi sammelte 133 (von 156 möglichen) Punkten, sein schärfster Rivale Sven Muheim kam auf 100 und Bronzegewinner Benny Hug auf 97 Punkte. Muheims Leistung ist um so bemerkenswerter, als er erst im zweiten Lehrjahr steckt während die Konkurrenten zwei Jahre weiter sind.

"Ordentlich Dampf geben"
Für den Sieger war der Wettkampf "ein Supererlebnis, weil es eine vollkommen neue und spannende Situation war". Stress habe er nicht gehabt, aber "ordentlich Dampf geben" musste der 20-Jährige schon geben. "Probleme hatte ich nur beim Elektrodenschweissen, das mache ich Betrieb nur selten." Ähnlich erging es Benny Hug: "Ich habe die Wurzel verbockt, weil es mir den Elektroden an Praxis fehlt. Aber sonst war der Wettbewerb eine gute Erfahrung."

Lohn der Vorbereitung
Gätzis grosser Vorsprung hatte Wolfgang Ahl nicht überrascht: "Ich wusste, dass Reto Gätzi auf den Wettkampf von seinem Lehrmeister speziell vorbereitet worden war." Hansmartin Schmid, der im Bühler-Werk Appenzell 14 Lehrlinge betreut, bestätigt dies: "Wir wollten den Erfolg und haben entsprechend trainiert. Zudem ist Reto unser bester Lehrling, er ist fachlich und charakterlich echt stark." Die Strategie der gezielten Vorbereitung hat sich übrigens in der Vergangenheit bei mehreren Appenzeller Kandidaten bestens bewährt, vorab bei Schreinern und Zimmerleuten, die in die Trainings auch erfolgreiche ehemalige WM-Teilnehmer einbeziehen.

Jetzt "Mission Japan"
Für Reto Gätzi bringt der Sieg eine neue Herausforderung: Er wird im November 2007 an den Weltmeisterschaften im japanischen Shizuoka teilnehmen. "Ich nehme es heute noch ziemlich gelassen und freue mich schlicht auf das Abenteuer", sagt der Urnäscher. Er wird nun mit seinem Coach Wolfgang Ahl einen Detailplan für die Vorbereitung erstellen. "Enorm wichtig ist dabei die Unterstützung des Arbeitgebers. Die Bühler AG ist ein wahrer Glücksfall, weil sie in dieser Hinsicht vorbildlich ist", meint der Experte, der in Japan als Jurymitglied amtieren wird. Hansmartin Schmid verspricht denn auch: "Wir werden Reto optimale Bedingungen bieten." SVS-Geschäftsführer Ulrich Hadrian ist zuversichtlich, dass Gätzi an WM reüssieren wird: "Wir wollen ihn nicht unter Druck setzen, doch es wäre schön, wenn er mit einem Diplom heimkommt." Ein Blick in die Annalen zeigt: Das hat zuletzt Andrea Chiappini 2003 in St. Gallen geschafft.


Rangliste

1. Reto Gätzi, Urnäsch AR (Lehrbetrieb: Bühler AG, Appenzell)
2. Sven Muheim, Amsteg (Walker Stahl- und Metallbau GmbH, Amsteg)
3. Benny Hug, Brislach BL (Apaco AG, Grellingen
4. Michael Meier
5. Dominik Kaufmann



Medaillen als Belohnung für gute Arbeit: Reto Gätzi (links) und Benny Hug (Silbergewinner Sven Muheim konnte an der Siegerehrung nicht teilnehmen).


Jetzt folgt die "Mission Japan" (v.l.): Experte Wolfgang Ahi, WM-Kandidat Reto Gätzi und SVS-Geschäftsführer Ulrich Hadrian.


133 von 156 möglichen Punkten gehamstert: Lehrmeister Hansmartin Schmid (techts) hat Reto Gätzi auf den Titelkampf gut vorbereitet.


Unbestrittener Rang 1: Reto Gätzi


Der Jüngste hielt wacker mit: Silbergewinner Sven Muheim.


Probleme beim Elektrodenschweissen: Benny Hug.


Michael Meier.


Dominik Kaufmann.

6. Schweizermeisterschaft 2006 im Konditor-Confiseur-Beruf

Die Qualität der Grundbildung im Konditor-Confiseur-Beruf steigt und damit auch das Niveau bei den Schweizermeisterschaften. Die diesjährige Siegerin im Bereich Produktion, die Bernerin Manuela Aebischer, setzte sich dank ihrer Ausgeglichenheit durch. Den Titel bei den Verkäuferinnen holte souverän Ramona Howald.

18 junge Berufleute, 16 Frauen und zwei Männer, nahmen an den vom Schweizerischen Konditor-Confiseurmeisterverband (SKCV) perfekt organisierten Titelkämpfen in der Luzerner Fachschule Richemont teil. Zwölf davon massen sich in der Sparte Produktion, drei in der Sparte Verkauf. Der hohe Frauenanteil erstaunt nicht, sind doch heute mehr als 80 Prozenten der Lernenden weiblichen Geschlechts. Cheforganisator Christian Dössegger war von den Teilnehmenden begeistert: "Sie waren wirklich die crème de la crème des Lehrabschlussjahrgangs 2006." Er habe es kaum für möglich gehalten, dass das Niveau gegenüber 2005 gesteigert werden könnte, doch genau dies sei eingetroffen, meinte der erfahrene Experte. "Die Grundbildung hat Fortschritte gemacht, und das wirkt sich auf unseren Wettbewerb aus."

Innovation und Präzision
Eindruck haben Dössegger in der Sparte Produktion vorab die innovativen Ideen sowie die Präzision der Ausführung gemacht. Als positiv habe sich eindeutig der Verzicht auf die ungeliebte Theorieprügung erwiesen. Natürlich habe es auch Fehler oder Mängel gegeben. So wurden die Teilnehmenden erstmals mit der Problematik des Geschmacks ihre Produkte konfrontiert, die bei der Lehrabschlussprüfung keine Rolle spielt. Und nicht alle bewältigten das Modellieren der Marzipanfiguren spielend, denn diese Arbeit wird heute in den meisten Betrieben nur noch selten ausgeführt.

Siegerin ohne Patzer
Während sechs Stunden hatten die Kandidatinnen und Kandidaten eine Komposition zum Thema "Samichlous " zu erstellen. Dabei galt es Pralinés, Apéro-Häppchen, Blätterteig- und Butterkonfekt sowie Mazipanfiguten herzustellen und eine Torte zu dekorieren. Am besten bewältigte Manuela Aebischer die Aufgabe. "Sie hat auf hohem Level konstant und exakt gearbeitet und sich keinen einzigen Patzer geleistet. Entsprechend hat sie mit einem ansehnlichen Vorsprung gewonnen", meinte Christian Dössegger zum Ausgang des Wettbewerbs. Die Bernerin war von ihrem Abschneiden absolut überrascht: "Meine Sachen sehen im Vergleich zu vielen Arbeiten meiner Kolleginnen eher bescheiden aus." Sie sei schon etwas nervöser gewesen als bei der Lehrabschlussprüfung, aber es habe ihr recht Spass gemacht, zog die 19-Jährige Bilanz. Einzig das Modellieren sei eine Zitterpartie gewesen: "Das war noch nie meine Stärke." Die zweitplatzierte Marion Wismer hatte hingegen mit Zeitproblemen zu kämpfen: "Die sechs Stunden waren für die anspruchsvolle Aufgabe ziemlich knapp, es war ein Chrampf." Bronzegewinnerin Sarah Moser stimmte ihr zu: "Man muss auch bedenken, dass wir eine solche Komposition vorher nie gemacht haben." Eine kleine Panne wurde Rahel Frei, die lange als Favoritin galt, zum Verhängnis. Doch die Zürcherin erhielt als "Trost" immerhin den von den Fachlehrern gestifteten Sonderpreis "Gestalten".

WM 2007 als neues Ziel
Manuela Aebischer qualifizierte sich dank ihrem Sieg für die Berufsweltmeisterschaften, die im November 2007 in Japan stattfinden werden. Damit kommt auf die Bauerntochter aus Riedstätt bei Guggisberg im Schwarzenburgerland ein hartes Stück Arbeit. Zusammen mit dem internationalen Experten Werner Rüegsegger wird sie nach Neujahr mit dem Training beginnen. Gleichzeitig steht für sie übrigens der erste Stellenwechsel an: Sie verlässt Ende Jahr ihren Lehrbetrieb – die Thuner Confiserie Steinmann – und wird künftig in der Bäckerei-Konditorei Ryser in Hilterfingen arbeiten. Rüeggsegger freut sich auf die Zusammenarbeit: "Manuela ist die ideale Kandidatin, sie hat sowohl das Talent als auch das nötige Können. Dazu kommen Bescheidenheit, Zielstrebigkeit, Konzentrationsfähigkeit und Nervenstärke." Sie sei jedenfalls fähig, in die Fussstapfen ihrer Vorgänger zu treten (2003 gab es Gold für Heidi Werren, 2005 Ehrendiplom für David Müller).

Japan tickt anders
Für die Kandidatin ist aber auch der Experte ein Glücksfall: Der mit einer Japanerin verheiratete Rüegsegger kennt sich mit den Gepflogenheiten und Eigenarten des Fernen Ostens aus. Das ist wichtig, denn es gibt gewichtige Unterschiede nicht nur in Fragen des Geschmacks und des Umgangs. So sind etwa Rahm und Mehl in Japan ganz anders in Europa. Manuela Aebischer sieht das "Abenteuer Japan" 2007 ein "fantastisches Ziel". Sie will sich "gewissenhaft, aber in aller Ruhe" vorbereiten. Ein weiteres Ziel rückt damit – zumindest vorläufig – in den Hintergrund: Sie möchte irgendwann Bäuerin werden. "Und da könnte natürlich auch Pralinés vom Hof geben", schmunzelt sie.

Umbruch bei den Verkäuferinnen
Die Meisterschaft der Verkäuferinnen erfolgte zum letzten Mal nach altem Muster. Das ist die Folge der Umstellung bei der Grundbildung, wo die bisherige zweijährige Lehre durch eine dreijährige Ausbildung ersetzt wurde. "Wir werden uns gewisse Neuerungen überlegen müssen", betonte Cheforganisatorin Monika Danioth. Möglicherweise werden die schriftliche Theorieprüfung in Warenkunde und der Vortrag über Verkaufspsychologie künftig wegfallen Der diesjährige Wettbewerb verlief jedenfalls spannend. "Ich war mit dem Gezeigten recht zufrieden, das Niveau entsprach im Wesentlichen dem langjährigen Durchschnitt", hielt Danioth fest. Die praktische Aufgabe, die ebenfalls unter dem Motto „Samichlaus“ stand, war sehr anspruchsvoll. Die zahlreichen Besucher der Siegerehrung waren jedenfalls von den kreativ gestalteten Schaufenster sehr angetan. Die Jury honorierte die Ausgeglichenheit, indem sie neben der Siegerin nur Zweitplatzierte bestimmte. Ramona Howald freute sich über die Goldmedaille: "Die ist viel wert, denn meine Konkurrentinnen haben super gearbeitet."

"Unser Herz schlägt süss"
Verbandspräsident Urs Wellaur, für den der Wettkampf wegen seines bevorstehenden Rücktritts die letzte Meisterschaft unter seiner Ägide war, zeigte sich an der Siegehrung von den Leistungen begeistert. "Das sind Tage, an denen ich voll an die Zukunft unseres Berufes glaube. Unser Herz schlägt eben süss." Das Zauberwort der Leistungswillen heisse "Ich will" – und damit könne man wirklich Berge versetzen.


Rangliste

Produktion

1. Manuela Aebischer, Riedstätt BE (Lehrbetrieb: Steinmann AG, Thun)
2. Marion Wismer, Dietwil AG (Confiserie Speck, Zug)
3. Sarah Moser, St. Pelagiberg TG (Café-Confiserie Dössegger, St. Gallen)

4. (in alphabetischder Reihenfolge): Adrien Charlet, Gryon VD (Durgnat SA, Villeneuve VD); Rahel Frei, Zürich (Confiserie Honold, Zürich); Heidi Friedli, Schangnau BE (Confiserie Thönen, Huttwil); Claudia Cadola, Zizers GR (Crest Paternaria fina, Flims); Carmen Hinder, Wil SG (Konditorei Confiserie Bottignole, Sirnach TG); Silvia Marti, Sool GL (Café-Konditorei zur Blume, Glaurus); Cornelia Rapold, Rheinau ZH (ConfiserieReber, Schaffhausen); Christoph Schori, Uettligen BE (Confiserie Werth, Delsberg); Monika Stampfli, Herzogenbuchse (Bäckerie Brioche, Kirchberg BE)

Verkauf

1. Ramona Howald, Adliswil ZH (Lehrbetrieb: Confiserie Sprügli, Zürich)
2. (in alphabetischer Reihenfolge): Tamara Curti, Rümlang ZH (Confiserie Sprügli, Zürich); Sabrina Güdel, Spreitenbach AG (Confiserie Sprügli, Zürich); Stephanie Gut, Niederrohrdorf AG (Confiserie-Konditorei-Café Alexander, Fislisbach AG); Beatrice Siegenthaler, Schwanden BE (Confiserie Pfister, Burgdorf); Priska Zaugg, Trubschachen BE (Confiserie Neuhaus, Oberburg BE)




Das "süsse Dutzend" auf einen Blick. Vorne das Siegestrio (v.l.):Marion Wismer, Manuela Aebischer und Sarah Moser.


Das Sextett vom Verkäuferinnenwettbewerb, vorne links Sigerin Ramona Howald.


Gold und Japan-Ticket für Manuella Aebischer.



Die Arbeiten der Siegerin Manuela Aebischer.


Das Schaufenster der Siegerin Ramona Howald.


Silber für Marion Wismer.


Bronze für Sarah Moser.



Das Herz schlägt süss:Verbandspräsident Urs Wellauer rmit "seiner" Schweizermeisterin Manuela Aebischer.


Sie waren für den reibungslosen Ablauf der Wettkämpfe besorgt: Monika Danioth und Christian Dössegger.


Sie managen die Berufswettkmpfe im Confiseur-Beruf: Christian Dössegger (recht) und der internationale Experte Werner Rüegsegger.


Die Lehrmeister der Meisterin: Gisela und Urs Steinmann von der Confiserie Steinmann in Thun.


Sie bekam für ihrer Arbeit den von den Fachlehrern gestifteten Sonderpreis "Gestalten": Rahel Frei.

Schweizer Berufsmeisterschaft der Metzger 2006



Für Teilnehmende und Experten war die diesjährige Meisterschaft ein voller Erfolg.


Bei den Schweizer Berufsmeisterschaften der Metzger zeigten von den 14 angetretenen Kandidaten die zwei Frauen eine besonders starke Leistung: beide schafften es aufs Podest. Neuer Schweizermeister wurde der Aargauer Eduard Lüthi.

An der diesjährigen Berufsmeisterschaft der Schweizer Metzgermeister-Verbandes im Ausbildungszentrum für die Schweizer Fleischwirtschaft (ABZ) in Spiez erbrachten alle zum Wettkampf angetretenen Jungmetzger überaus ansprechende Leistungen. Auf jeden Fall fanden die Experten und Fachlehrer Felix Kesselring und Stefan Schlüchter nur lobende Worte und attestierten den Meisterschaftsteilnehmern ein hohes bis sehr hohes Niveau. "Besser als wir es auch schon hatten", so Stefan Schlüchter. Auch sein Kollege Felix Kesselring freute sich: "Der Gesamteindruck ist gut. Alle sind motiviert, und obwohl sie wie üblich aus verschiedenen Fachrichtungen kommen, stellen sie sich allen Arbeiten, das ist erfreulich." Der Experte bedauerte es ein bisschen, dass unter den Kandidaten diesmal nur zwei Frauen waren. "Mit einem höheren Frauenanteil wäre das Gefälle ausgeglichener." Auch Stefan Schlüchter sah das so und ging davon aus, dass es dafür an der Spitze des Feldes sehr eng werde – ein Gefühl, das sich später bewahrheitete.

Weiterbildungskurs hat sich bewährt
Zum zweiten Mal wurde die Schweizer Meisterschaft der Metzger im Rahmen des viertägigen Kurses "Beste Lehrlinge" durchgeführt. Dieser von der Hermann-Herzog-Stiftung getragene Weiterbildungskurs wird den jungen Metzgern schon bei der Lehrabschlussprüfung in Aussicht gestellt und hat sich laut ABZ-Direktor Peter A. Schlatter sehr gut bewährt. "Die Besten werden so noch etwas besser." Der Kurs sei eine Honorierung der besten Lehrlinge durch den Verband und zugleich eine Wertschätzung des Berufsnachwuchses. "Zudem zeigt es ihnen, dass Anstrengungen auch Früchte eintragen."

Auch international erfolgreich
Belohnt wurden auch die Anstrengungen der beiden Medaillengewinner der Schweizer Meisterschaft 2004, Julien Meier und Stefan Zellweger, die diesen Sommer an der Europameisterschaft der Jungmetzger im belgischen Brügge hinter Sieger Österreich die Silbermedaille errangen. Peter Schlatter findet es etwas unglücklich, dass die Europameisterschaft immer zeitversetzt um ein Jahr stattfindet, doch aus Termingründen (Lehrabschlussprüfungen, Sommerferien usw.) sei das vorläufig leider nicht anders möglich. Umgekehrt lasse sich auch das Datum für die Schweizer Meisterschaft kaum verlegen, zumal für etliche Teilnehmer im November noch der Militärdienst beginne.
Gearbeitet wurde auch in Spiez nach den geltenden fünf Disziplinen der Europameisterschaft respektive des Internationalen Leistungswettbewerbs der Metzgerjugend, wie der offizielle Titel lautet: Ausbeinen und Feindressur eines Schweinskarrees, Zerlegen und Dressieren eines Rindsvorschlags, Herstellung küchen- und pfannenfertiger Artikel, Herrichten einer Grillplatte, Herrichten einer Aufschnittplatte. Mit der Aufteilung in diese Kategorien wird auch den verschiedenen Ausbildungsfachrichtungen – Veredelung, Verarbeitung, Gewinnung – Rechnung getragen, wobei die Disziplinen unabhängig voneinander bewertet werden. Für den Meistertitel ist schliesslich die Gesamtpunktezahl ausschlaggebend.

Gewaltige Inspiration
Unisono waren sich die jungen Metzgerinnen und Metzger einig, dass sie sowohl vom Kurs "Beste Lehrlinge" als auch vom Wettkampf viel profitiert haben. So etwa Marco Gloor, Drittbester in der Kategorie Grillplatte: "Ich habe hier Sachen gesehen, die ich überhaupt noch nie gemacht habe." Auch Christian Nussbaum (bestes Schweinskarree, zweitbester Rindsvorschlag) hat der ganze Kurs "tiptop" gefallen; er habe Dinge gelernt, die während der Lehre nie vorgekommen seien. Ramona Deck, die gleich in drei Kategorien zu den Besten gehörte und damit die Silbermedaille gewann, fand es faszinierend mal zu sehen, wie man gefüllten Aufschnitt und Pasteten herstellt und: "Die Zusammenarbeit hier im Team war echt super." Der neue Schweizermeister Eduard Lüthi, der von seinem Sieg völlig überrascht wurde, gab zu, dass er ohne Ideen hergekommen sei. "Doch die im Kurs vermittelte Inspiration und Kreativität war einfach gewaltig." Ein interessantes Detail: Lüthi und Deck lernen nun in einer zweiten Ausbildung Koch, während die drittplatzierte Jurassierein Mylène Scheidegger bereits eine Bäckerlehre hinter sich hat. Die drei erhielten nebst ihren Medaillen den gesponserten Vulliamy-Preis und Ramona Deck zusätzlich noch einen der fünf Hermann-Herzog-Preise für die besten Arbeitsbücher.

Rangliste

1. Eduard Lüthi, Hausen (Fachrichtung Gewinnung)
2. Ramona Deck, Seewen (Veredelung)
3. Mylène Scheidegger, Le Fuet (Veredelung)

Übrige Teilnehmer (in alphabetischer Reihenfolge):
Simon Bieri, Hinwil
Walter Bühlmann, Rothenburg
Ueli Fuchs, Euthal
Marco Gloor, Hallwil
Manuel Hauser, Oberaach
Diego Huwyler, Beinwil
Reto Lehmann, Bern
Marc Lustenberger, Pfäffikon
Christian Nussbaum, Meiringen
Marcel Senn, Lengnau
Patrick Wetter, Gonten



Frauenpower in den Medaillenrängen (v.l.): Mylène Scheideger, Eduard Lüthi und Ramona Deck.



Alle Teilnehmenden mit ihren Diplomen.


Für diese Arbeiten erhielt Eduard Lüthi in vier von fünf Wettbewerbsaufgaben hohe Noten, was ihm schliesslich den Sieg in der Gesamtwertung einbrachte.
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