31. Oktober 2006
Maler-Europameisterschaft: Schweizerin holt Bronze
Kürzlich fand in Olomouc (Tschechien) die Europameisterschaft des Internationalen Maler-Berufsverbandes UNIEP statt. Bei diesem Wettkampf massen sich die besten Berufsleute aus ganz Europa. Die Schweizerin Sarah Koller eroberte im hochklassigen Teilnehmerfeld die Bronzemedaille.
Die 21-jährige St. Gallerin Sarah Koller qualifizierte sich mit dem zweiten Rang an den Schweizermeisterschaften 2005 für die Europameisterschaft und bereitete sich während einigen Monaten gezielt auf diesen Wettbewerb vor. Mit Otto Rüger als Trainer übte sie die geforderten Arbeitstechniken und entwarf selber eine freie Wandgestaltung; zugleich absolvierte sie auch ein Mentaltraining an der ETH in Zürich. Erst mit einer solchen Grundlage wird es möglich, in einem öffentlichen Wettkampf vor vielen interessierten Zuschauern die schwierige Aufgabe in bester Qualität umzusetzen.
Stress bis zum Schlus
Die Aufgabenstellung umfasste ein breites Spektrum von fachtechnischen und gestalterischen Malerarbeiten; sie mussten innert 20 Stunden ausgeführt werden. Das war knapp: beinahe alle elf Teilnehmenden konnten eine fertige Arbeitskoje abliefern, niemand wurde allerdings auch nur fünf Minuten vor Wettkampfende fertig. Dass die Kandidaten in dieser Situation unter grossem Stress arbeiteten, wurde jedem Zuschauer klar. Auch Sarah Koller fühlte sich nach dem Wettbewerb nach eigenem Bekunden „fix und fertig“.
Ein klarer Sieger
Die Bewertung der ausgeführten Arbeiten erfolgte durch ein internationales Expertengremium. Die Jurierung entsprach wie gewohnt den Vorgaben, die an den Berufsweltmeisterschaften gelten. Sarah Koller hat sich ihren dritten Rang redlich verdient, nur einige kleine Patzer verhinderten, dass sie den zweiten Rang belegte. Der Ire Fergal Feehely war allerdings eine Klasse für sich und gewann entsprechend mit einem Vorsprung. Alle Teilnehmenden äusserten sich begeistert über die Kontakte, welche sie hier knüpfen durften, die Sprachbarrieren waren schon nach kurzer Zeit abgebaut.
Zufriedener Schweizer Wettbewerbsleiter
Der Wettbewerb fand in der grossen Arbeitshalle einer Berufsschule statt. Täglich begeisterten sich viele Besucher an den Arbeiten, auch das staatliche Fernsehen berichtete in den Hauptnachrichten über den Anlass. Sarah Koller wurde zudem in einer grossen Tageszeitung mit einem Bildbericht gewürdigt; das blieb der Bazenheiderin bislang in der Schweiz verwehrt. Wettbewerbsleiter Ueli Küenzi – natürlich ein Schweizer! – war mit der Meisterschaft sehr zufrieden: „Alles klappte wirklich perfekt. Das Niveau der Wettkämpfe war sehr hoch, umso wertvoller ist das gute Abschneiden von Sarah Koller.“ Für die Schweizer Malerinnen und Maler wird die bronzene Auszeichnung zur Gewohnheit: An den Berufs-WM in Helsinki erreichte 2005 Lorenz Hofer ebenfalls den dritten Rang.
Rangliste
1. Fergal Feehely, Irland (71,45 Punkte)
2. Martine Ihry, Luxemburg (63.70)
3. Sarah Koller, Schweiz (61.80)
4. Lourens Wagenaar, Niederlande (51,84)
5. Riikka Silvennoinen, Finnland (51,46)
6. Pavel Kirchner, Tschechien (47,74)
7. (in alphabetischer Reihenfolge): Emil Grönholm (Schweden; Leon Noble (Grossbritannien), Janar Nool (Estland); Tekla Tomsics (Ungarn); Tomas Toth (Slowakei)

Ohne Fleiss kein Preis: Das Zuschneiden von Schablonen gehört dazu.

In dieser Koje hat Sarah Koller 20 Stunden hart gearbeiten - in enger Tuchfühlung mit dem Publikum.

Das grosse Werk ist vollbracht Sarah Koller wurde mit ihrer Aufgabe noch rechtzeitig fertig.

Der grosse Augenblick: Sarah Koller (rechts) mit Fergal Feehely und Martine Ihry auf dem Podest.
Die 21-jährige St. Gallerin Sarah Koller qualifizierte sich mit dem zweiten Rang an den Schweizermeisterschaften 2005 für die Europameisterschaft und bereitete sich während einigen Monaten gezielt auf diesen Wettbewerb vor. Mit Otto Rüger als Trainer übte sie die geforderten Arbeitstechniken und entwarf selber eine freie Wandgestaltung; zugleich absolvierte sie auch ein Mentaltraining an der ETH in Zürich. Erst mit einer solchen Grundlage wird es möglich, in einem öffentlichen Wettkampf vor vielen interessierten Zuschauern die schwierige Aufgabe in bester Qualität umzusetzen.
Stress bis zum Schlus
Die Aufgabenstellung umfasste ein breites Spektrum von fachtechnischen und gestalterischen Malerarbeiten; sie mussten innert 20 Stunden ausgeführt werden. Das war knapp: beinahe alle elf Teilnehmenden konnten eine fertige Arbeitskoje abliefern, niemand wurde allerdings auch nur fünf Minuten vor Wettkampfende fertig. Dass die Kandidaten in dieser Situation unter grossem Stress arbeiteten, wurde jedem Zuschauer klar. Auch Sarah Koller fühlte sich nach dem Wettbewerb nach eigenem Bekunden „fix und fertig“.
Ein klarer Sieger
Die Bewertung der ausgeführten Arbeiten erfolgte durch ein internationales Expertengremium. Die Jurierung entsprach wie gewohnt den Vorgaben, die an den Berufsweltmeisterschaften gelten. Sarah Koller hat sich ihren dritten Rang redlich verdient, nur einige kleine Patzer verhinderten, dass sie den zweiten Rang belegte. Der Ire Fergal Feehely war allerdings eine Klasse für sich und gewann entsprechend mit einem Vorsprung. Alle Teilnehmenden äusserten sich begeistert über die Kontakte, welche sie hier knüpfen durften, die Sprachbarrieren waren schon nach kurzer Zeit abgebaut.
Zufriedener Schweizer Wettbewerbsleiter
Der Wettbewerb fand in der grossen Arbeitshalle einer Berufsschule statt. Täglich begeisterten sich viele Besucher an den Arbeiten, auch das staatliche Fernsehen berichtete in den Hauptnachrichten über den Anlass. Sarah Koller wurde zudem in einer grossen Tageszeitung mit einem Bildbericht gewürdigt; das blieb der Bazenheiderin bislang in der Schweiz verwehrt. Wettbewerbsleiter Ueli Küenzi – natürlich ein Schweizer! – war mit der Meisterschaft sehr zufrieden: „Alles klappte wirklich perfekt. Das Niveau der Wettkämpfe war sehr hoch, umso wertvoller ist das gute Abschneiden von Sarah Koller.“ Für die Schweizer Malerinnen und Maler wird die bronzene Auszeichnung zur Gewohnheit: An den Berufs-WM in Helsinki erreichte 2005 Lorenz Hofer ebenfalls den dritten Rang.
Rangliste
1. Fergal Feehely, Irland (71,45 Punkte)
2. Martine Ihry, Luxemburg (63.70)
3. Sarah Koller, Schweiz (61.80)
4. Lourens Wagenaar, Niederlande (51,84)
5. Riikka Silvennoinen, Finnland (51,46)
6. Pavel Kirchner, Tschechien (47,74)
7. (in alphabetischer Reihenfolge): Emil Grönholm (Schweden; Leon Noble (Grossbritannien), Janar Nool (Estland); Tekla Tomsics (Ungarn); Tomas Toth (Slowakei)

Ohne Fleiss kein Preis: Das Zuschneiden von Schablonen gehört dazu.

In dieser Koje hat Sarah Koller 20 Stunden hart gearbeiten - in enger Tuchfühlung mit dem Publikum.

Das grosse Werk ist vollbracht Sarah Koller wurde mit ihrer Aufgabe noch rechtzeitig fertig.

Der grosse Augenblick: Sarah Koller (rechts) mit Fergal Feehely und Martine Ihry auf dem Podest.



































