28. Juni 2006
Das Schweizer Jungmetzger sind Spitze
.
Das Silberteam: Julien Meier (links) und Stefan Zellweger präsentieren einen Teil der abgelieferten Arbeiten.
Grosser Erfolg für zwei Schweizer Jungmetzger: Stefan Zellweger und Julien Meier holten sich am diesjährigen Internationaler Leistungswettbewerb der Metzgerjugend (ILW) in Belgien die Silbermedaille.
Am ILW in Brügge haben heuer fünf Länder teilgenommen: Belgien, Deutschland, Frankreich, Österreich und die Schweiz. Für unser Land gingen die beiden Erstplatzierten der letzten Schweizer Meisterschaften an den Start. Stefan Zellweger aus Gossau (ZH) ist 22-jährig und absol-vierte seine Berufslehre bei der Micarna in Bazenheid. Derzeit arbeitet er in der Metzgerei Sandmeier in Kölliken. Julien Meier aus Undervelier (JU) ist ein Jahr älter und lehrte in der Metzgerei Kottelat in Bassecourt. Gegenwärtig ist er in der Metzgerei Mathis in Röschenz tätig.
Das Duo hat in Brügge von Beginn an mit den Konkurrenten sehr gut mithalten können. Dies natürlich auch dank der guten Vorbereitung unter der Leitung von Felix Kesselring. Als Ausbildner und Jurymitglied engagiert sich Kesselring seit Jahren für die Nachwuchswettkämpfe. Dank seinen besten fachlichen Kenntnissen und seiner kompetenten Art, geniesst er auch bei seinen Jurykolleginnen und Kollegen grosses Ansehen. Immer wieder setzt er sich innerhalb der Fachjury für faire und gute Wettkampfbedingungen ein. Sein Wort und seine Meinung haben Gewicht.
Schwierige Aufgaben
Die Organisatoren stellten die Kandidaten vor zusätzliche Schwierigkei-ten. So stammten die Rindshinterviertel, welche als Wettkampfstücke herhalten mussten, von grossen und vor allem älteren Tieren stammten. Die Auswirkungen der ungewöhnlichen Fleischstücke zeigten sich be-reits bei der ersten Disziplin, „Ausbeinen und Grobzerlegung“, als die Kandidaten zeitlich nicht klar kamen. Bei der Feinzerlegung gingen die Zeitprobleme weiter. Nach den ersten zwei Disziplinen zeigte sich Felix Kesselring. In der dritten Disziplin galt es, innert 60 Minuten Barbecue-spezialitäten herzurichten. Auch hier schnitten die Eidgenossen gut ab. Bei der vierten Disziplin „Küchen-/pfannenfertige Erzeugnisse“ muss-ten die jungen Berufsleute in nur einer Stunde drei Fleischvarietäten herstellen, welche direkt für die Zubereitung in der Pfanne geeignet sind. Zellweger und Meier hatten erneut keine Probleme. Danach be-gannen die Kandidaten mit dem Endspurt, bei welchem ein Lammgigot als „Hauptgericht“ zubereitet werden musste. Die Mengenangaben und die Kochzeiten wurden jeweils durch die Jury ebenso bewertet wie die Präsentation der Arbeit. Manche Kandidaten, vor allem die Franzosen, geben sogar eine Weinempfehlung ab.
Besser als 2005
Anlässlich der Rangverkündigung äusserte der belgische Jury-Chef Jules Van Poel, seine Anerkennung über die Leistungen aller angetrete-nen Teilnehmer. Das österreichische Team belegte mit 2001 Punkten den ersten Rang in der Nationenwertung, gefolgt von der Schweiz mit 1978 und Frankreich mit 1895 Punkten. Auch im Einzelgesamtklassement lagen die beiden österreichischen Kandidaten vorne. Dominator der Wettkämpfe war Gerald Moser. Stefan Zellweger reichte eswegen eines winzigen Rückstands von fünf Punkten nur zum vierten Rang; dicht dahinter landete Jules Meier auf Platz sechs. Im Teamwettbewerb holten die Schweizer hingegen die Silber-medaille. Sie schnitten damit besser ab als 2005; damals gab es „nur“ die Bronzemedaille. Zusätzliche Freude bereitete der Sieg von Stefan Zell-weger in der Disziplin „Herrichten von drei Tagesplatten mit küchen- und/oder pfannenfertigen Erzeugnissen“.
Neues Konzept in Sicht
Die internationale Jury hat sich in Brügge Gedanken über die Zukunft des ILW gemacht. Es dürfte neue Richtlinien und Änderungen bei Wettkampfablauf und Juryvorgaben geben. Ziel ist, dass der friedliche, berufliche Wettkampf der europäischen Metzgerjugend weiterhin er-halten bleibt, verbunden mit der Hoffnung, in den nächsten Jahren wieder mehr Mitglieder des internationalen Verbandes IMV dazu zu mo-tivieren, sich am Wettbewerb zu beteiligen. Denn nach jedem erfolg-reich absolvierten Wettkampf waren sich in den letzten Jahren alle Teil-nehmer immer wieder einig: Es hat sich gelohnt, vor allem für die jungen Leute, die an einem solchen Anlass nicht nur viel lernen können, sondern auch einmalige Erlebnis mit nach hause nehmen.

Das Silberteam: Julien Meier (links) und Stefan Zellweger präsentieren einen Teil der abgelieferten Arbeiten.
Grosser Erfolg für zwei Schweizer Jungmetzger: Stefan Zellweger und Julien Meier holten sich am diesjährigen Internationaler Leistungswettbewerb der Metzgerjugend (ILW) in Belgien die Silbermedaille.
Am ILW in Brügge haben heuer fünf Länder teilgenommen: Belgien, Deutschland, Frankreich, Österreich und die Schweiz. Für unser Land gingen die beiden Erstplatzierten der letzten Schweizer Meisterschaften an den Start. Stefan Zellweger aus Gossau (ZH) ist 22-jährig und absol-vierte seine Berufslehre bei der Micarna in Bazenheid. Derzeit arbeitet er in der Metzgerei Sandmeier in Kölliken. Julien Meier aus Undervelier (JU) ist ein Jahr älter und lehrte in der Metzgerei Kottelat in Bassecourt. Gegenwärtig ist er in der Metzgerei Mathis in Röschenz tätig.
Das Duo hat in Brügge von Beginn an mit den Konkurrenten sehr gut mithalten können. Dies natürlich auch dank der guten Vorbereitung unter der Leitung von Felix Kesselring. Als Ausbildner und Jurymitglied engagiert sich Kesselring seit Jahren für die Nachwuchswettkämpfe. Dank seinen besten fachlichen Kenntnissen und seiner kompetenten Art, geniesst er auch bei seinen Jurykolleginnen und Kollegen grosses Ansehen. Immer wieder setzt er sich innerhalb der Fachjury für faire und gute Wettkampfbedingungen ein. Sein Wort und seine Meinung haben Gewicht.
Schwierige Aufgaben
Die Organisatoren stellten die Kandidaten vor zusätzliche Schwierigkei-ten. So stammten die Rindshinterviertel, welche als Wettkampfstücke herhalten mussten, von grossen und vor allem älteren Tieren stammten. Die Auswirkungen der ungewöhnlichen Fleischstücke zeigten sich be-reits bei der ersten Disziplin, „Ausbeinen und Grobzerlegung“, als die Kandidaten zeitlich nicht klar kamen. Bei der Feinzerlegung gingen die Zeitprobleme weiter. Nach den ersten zwei Disziplinen zeigte sich Felix Kesselring. In der dritten Disziplin galt es, innert 60 Minuten Barbecue-spezialitäten herzurichten. Auch hier schnitten die Eidgenossen gut ab. Bei der vierten Disziplin „Küchen-/pfannenfertige Erzeugnisse“ muss-ten die jungen Berufsleute in nur einer Stunde drei Fleischvarietäten herstellen, welche direkt für die Zubereitung in der Pfanne geeignet sind. Zellweger und Meier hatten erneut keine Probleme. Danach be-gannen die Kandidaten mit dem Endspurt, bei welchem ein Lammgigot als „Hauptgericht“ zubereitet werden musste. Die Mengenangaben und die Kochzeiten wurden jeweils durch die Jury ebenso bewertet wie die Präsentation der Arbeit. Manche Kandidaten, vor allem die Franzosen, geben sogar eine Weinempfehlung ab.
Besser als 2005
Anlässlich der Rangverkündigung äusserte der belgische Jury-Chef Jules Van Poel, seine Anerkennung über die Leistungen aller angetrete-nen Teilnehmer. Das österreichische Team belegte mit 2001 Punkten den ersten Rang in der Nationenwertung, gefolgt von der Schweiz mit 1978 und Frankreich mit 1895 Punkten. Auch im Einzelgesamtklassement lagen die beiden österreichischen Kandidaten vorne. Dominator der Wettkämpfe war Gerald Moser. Stefan Zellweger reichte eswegen eines winzigen Rückstands von fünf Punkten nur zum vierten Rang; dicht dahinter landete Jules Meier auf Platz sechs. Im Teamwettbewerb holten die Schweizer hingegen die Silber-medaille. Sie schnitten damit besser ab als 2005; damals gab es „nur“ die Bronzemedaille. Zusätzliche Freude bereitete der Sieg von Stefan Zell-weger in der Disziplin „Herrichten von drei Tagesplatten mit küchen- und/oder pfannenfertigen Erzeugnissen“.
Neues Konzept in Sicht
Die internationale Jury hat sich in Brügge Gedanken über die Zukunft des ILW gemacht. Es dürfte neue Richtlinien und Änderungen bei Wettkampfablauf und Juryvorgaben geben. Ziel ist, dass der friedliche, berufliche Wettkampf der europäischen Metzgerjugend weiterhin er-halten bleibt, verbunden mit der Hoffnung, in den nächsten Jahren wieder mehr Mitglieder des internationalen Verbandes IMV dazu zu mo-tivieren, sich am Wettbewerb zu beteiligen. Denn nach jedem erfolg-reich absolvierten Wettkampf waren sich in den letzten Jahren alle Teil-nehmer immer wieder einig: Es hat sich gelohnt, vor allem für die jungen Leute, die an einem solchen Anlass nicht nur viel lernen können, sondern auch einmalige Erlebnis mit nach hause nehmen.



