Kürzlich fand zusammen die 18. Weltmeisterschaft der jungen Dachdecker in Südafrika statt. In einem spannenden Wettkampf errangen die Schweizer Teams zweimal Silber und gewannen damit klar die Nationenwertung.
Traditionellerweise führte die Internationale Föderation des
Dachde-ckerhandwerks ihre 18 .Berufsweltmeisterschaft im Rahmen ihres diesjährigen Kongresses in Kapstadt durch. Das vom
Schweize-rischen Verband Dach und Wand (SVDW) entsandte Teilnehmerquartett war sehr erfolgreich. In der Kategorie Abdichtungen belegte der Westschweizer Philippe Nikles (St. Imier) den ausgezeichneten zweiten Rang hinter dem Weltmeister Ungarn aber vor Irland. In der Kategorie Dachdeckungen holte sich das Schweizer Team mit Marcel Züst (Teufen) und Hannes Jakob (Langnau) ebenfalls die Silbermedaille; Gold ging an Deutschland und Bronze an England. Die Schweizer Equipe hat sich unter der Leitung von Mentor Marcel Kaufmann (Wallbach) und seinem Nachfolger Sebastien Cettou (Bern), über mehrere Wochen mit grossem Einsatz auf diesen Wettbewerb vorbereitet. Das hat sich wahrhaft ausgezahlt, denn die Aufgaben waren recht schwierig.

Schwierige Aufgaben
In der Kategorie Abdichtungen (Flachdächer) stellten sich insgesamt sieben verschiedene Teams dem Wettbewerb. Es galt zwei
ver-schiedene Pflichtaufgaben zu lösen, die für die Bewertung zählten. Einerseits musste ein Flachdach mit Dunstrohr und Dachwassereinlauf mit einer Kunststofffolie abgedichtet werden. Andererseits musste ein Flachdach mit einem Aufbau mit einer Bitumen-Abdichtung ausgeführt werden. Der Aufbau wurde mit einem speziellen UV-Schutz
vorgestrichen. Nebst der Pflicht gab es noch eine Küraufgabe zu lösen, bei der ein halbkreisförmiges Dach mit einer Kunststofffolie abgedichtet werden musste.
In der Kategorie Dachdeckungen (geneigte Dächer) stellten sich
insgesamt zwölf verschiedene Teams dem Wettbewerb. Wie beim Flachdach galt es auch hier zwei verschiedene Pflichtaufgaben zu lösen, die für die Bewertung zählten. Die Schwierigkeit bei den Aufgaben bestand teilweise darin, dass verschiedentlich einheimische Materialien und Verarbeitungstechniken zur Anwendung gelangten, die für die Gastteams ungewohnt waren. In der Küraufgabe mit einer ausgedeckten Kehle zu lösen, bei der die Materialien frei wählbar waren.

Begeisterte Teilnehmer
„Die Schweizer Teilnehmer haben gezeigt, dass sie zu den weltbesten jungen Dachdeckern gehören. Es war toll, miterleben zu dürfen, wie sich diese jungen Berufsleute engagieren, wie sie unkompliziert mit anderen Teams kommunizieren und so internationale Brücken bauten“, freute sich SVDW-Delegierter Hansueli Sahli über den gelungenen Wettkampf. Und: „Das Team des Schweizerischen Verbandes Dach und Wand hat nicht nur am Wettbewerb hervorragend abgeschnitten. Die jungen Berufsleute haben in Südafrika für die Schweiz eine hervorragende Visitenkarte abgegeben. Dafür gebührt ihnen ein herzliches Dankeschön.“


Die Delegation des SVDW holte sich in Südafrika neben zwei Silbermedaillen auch Gold in der Nationenwertung (von links): Sebastien Cettou, Hannes Jakob, Marcel Züst, Philippe Nikles und Marcel Kaufmann.


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Mit ihrer Dachdeckung holten Marcel Züst und Hannes Jakob Silber.