TV-Auftritt von José João Gonçalves

Die Publizität, die das WM-Team 2005 geniesst, hat am 8. September einen weiteren Höhepunkt erreicht: José João Gonçalves trat als Gast in der viel beachteten Talkshow „Aeschbacher“ des Deuschschweizer Fernsehens auf. Der weltbeste Autolackierer zeigte kein Lampenfieber und absolvierte den Auftritt souverän und ohne Versprecher. Private Details liess er sich kaum entlocken. Das Publikum erfuhr immerhin, dass „JJ“ dank dem WM-Titel eine kleine Lohnerhöhung erhielt. Er wird vermutlich schon nächstes Jahr seine langjährige Freundin heiraten, und der Traum vom Sportlehrer-Studium soll immer noch aktuell sein.


Auch privat läuft es "JJ" bestens - nächstes Jahr sollen die Hochzeitsglocken läuten.

Originelles Geschenk für Berner Weltmeister


Die sechs Berner Weltmeister freuten sich über das grosszügige Ge-schenk (v.l.): Sascha Feuz (Elektroniker, Gold), Gilles Kehrli (Spengler, Gold), Florian Bettschen (Koch, Silber), Bruno Friederich (Coiffeur, Silber), Stefan Richard (Maschinenbauer CAD, Bronze) und Lorenz Hofer (Maler, Bronze).

An der feierlichen Eröffnung der 17. Berner Ausbildungsmesse BAM wurden am 6. September die sechs Weltmeister aus dem Mutzenkanton geehrt. Doch es gab für sie auch ein wertvolles Geschenk.
Die bernische Volkswirtschaftsdirektorin Elisabeth Zölch liess es sich nicht nehmen, die erfolgreichen Berner Teilnehmer der Berufs-WM 2005 in Helsinki persönlich zu ehren. Sie zeigte sich begeistert über die grossartige Leistungen der jungen Berufsleute: „Bei PISA, auf der Volksschulstufe, haben wir gegen Finnland die grosse Ernüchterung erlebt. In Helsinki haben wir die Finnen und alle Nationen aber geschlagen. In der Berufsbildung ist die Schweiz Weltspitze. 18 Medaillen hat unser Team in Helsinki geholt und damit die Nationenwertung gewonnen, vor Südkorea, Deutschland und Gastgeber Finnland. Das war Balsam auf unsere PISA-Wunden.“ Dieser Sieg sei ein äusserst wichtiges Signal für den Werkplatz Schweiz. Und auch für den Kanton Bern. „Wir haben bestens qualifizierte Berufsleute, und das ist ein Erfolgsfaktor in der Anwerbung von neuen Firmen“, meinte Zölch.

Sie gratulierte schliesslich den Berner Medaillengewinnern, die (im 36-köpfigen Team) für einen Drittel der Schweizer Podestplätze sorgten. Und sie hatte für das Sextett ein originelles Geschenk: Sie erhielten aus den Händen des Präsidenten des FC Thun, Kurt Weder, einen Gutschein für je zwei Eintrittskarten für alle drei Heimspiele des FC Thun in der Champions League gegen Sparta Prag, Ajax Amsterdam und Arsenal London. Zölch zog Parallelen zwischen dem FC Thun und den Berufs-WM-Teilnehmern: „Sie erbringen grossartige Leistungen dank viel Einsatz und Teamgeist.“
Die Weltmeister waren vom wertvollen Präsent begeistert: „Das ist megacool, dass hätte ich mir sicher nicht leisten können“, fand Koch Florian „Flo“ Bettschen. Coiffeur Bruno Friederich fand es „krass generös“, dass er seine Freundin mitnehmen kann, die ein grosser Fussballfan ist. Für den Elektroniker Sascha Feuz haben die Tickets eine besondere Bedeutung: Er feiert am Tag des ersten Matches den 22. Geburtstag.


Spitzenleistungen im Sport und Beruf: FC Thun-Präsident Kurt Weder überreicht Stefan Richard die wertvollen CL-Tickets sowie eine von allen Spielern signierte Klubstandarte.


„Balsam auf die PISA-Wunden“: Regierungsrätin Elisabeth Zölch im Gespräch mit dem Maler Lorenz Hofer.