Ausflüge bei trübem Wetter

Die Schweizer Delegaton in Helsinki verbrachte den Tag vor der Verkündigung der WM-Resultate auf Ausflügen. Das Wetter spielte erneut nicht mit - es regnete fast den ganzen Tag in Strömen.

Die Ergebnisse des Schweizer Teams werdern auf diesem Weblog nach 17 Uhr aufgeschaltet. Es kann aber auch später werden.


Das Schweizer Team fuhr nach Turku, wo etwas
besseres Wetter herrschte. Neben der Besichtigung
einer Werft stand auch eine Grillparty auf dem Programm.

Im Regen von Helsinki dauert das grosse Warten an

Einen Tag nach dem Abschluss der WM stand für das SchweizerTeam vorab das Ausschlafen im Vordergrund. Das Wetter spielte für einmal gar nicht mit, es tröpfelte den ganzen Tag, und gegen Abend gingen sogar heftige Schauerregen nieder.Viele Schweizer Kandidatinnen und Kandidaten merkten erst am Sonntagabend, dass sie in dem viertägigen Wettbewerb kräftemässig bis an Limite gegangen waren. Zudem hatten mehrere Mannschaftsmitglieder mit jenem Virus zu kämpfen, der den Spengler Gilles Kehrli an den Rand des Ausscheidens gebracht hatte.

Während sich das Team auf einem kleinen Ausflug erholte, waren die meisten Expertinnen und Experten mit der Jurierung beschäftigt. Zum Teil wurde mehr als zwölf Stunden gearbeitet.

Helbling Reisen: Der Partner mit Know-how und Herzblut
Die Schweizer Delegation in Helsinki beschränkt sich übrigens nicht nur auf das Team und die Experten. Mehr als 300 Fans, zumeist Angehörige und Freunde, sowie Lehrmeister und ehemalige WM-Teilnehmende, verbringen einige Tage in der finnischen Hauptstadt. Sie machten sich bereits an der Einweihungsfeier lautstark bemerkbar und werden sicherlich auch die Schlusszeremonie mit Fahnen und Kuhglocken bereichern...
Dass sie den Aufenthalt ungestört geniessen können, verdanken sie dem Ostschweizer Reisebüro Helbling Reisen AG. Dessen Chef Rolf Helbling organisiert seit 1999 im Auftrag von SwissCompetence die Supporterreisen zu den Berufs-WM. Er wird dabei tatkräftig vom alten Reiseprofi Rolf Meier unterstützt. Dem Rolf-Duo verdanken aber nicht nur die Fans sehr viel. Die offizielle Delegation profitiert in mehrerer Hinsicht vom Know-how der Touristiker. So etwa von der echten Trouvaille für das Pre-Camp (das Hoitel kennen sogar die Finnen kaum)oder von der optimalen (und deshalb sehr kostengünstigen) Lösung der gewichtigen Gepäck- und Frachtprobleme. Rolf & Rolf gelang in der Tat mehrmals das scheinbar Unmögliche bei der Organisation von Empfängen, Nachtessen und Ausflügen. Es erstaunt deshalb nicht, dass Delegationschefin Christine Davatz-Höchner mit einer Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit auch 2007 rechnet: "In Japan ist die Hilfe erfahrener Reisefachleute für Landesfremde absolut unerlässlich. Und wir wissen, dass Rolf Helbling und seine Crew über das nötige Können verfügen und zudem noch mit Herzblut dabei sind."


Perfekte Reiseorganisation: Rolf Helbling (links) mit dem Technischen Delegierten Edwin Naef.

Jetzt beginnt das grosse Bangen und Warten

Exakt um 16 Uhr ist am Sonntag die 38. Berufsweltmeistersschaft in Helsinki zu Ende gegangen. Den Eidgenossen gelang der Endspurt: Sie wurden allesamt mit ihren Aufgaben fertig.
Jetzt sich die Expertenjurys am Zug. In allen Disziplinen, die nicht nach nach dem Modul-Prinzip aufgebaut sind (wie etwa der Koch- und der Serviceberuf) wird nun gerechnet und gefeilscht. Zuletzt werden die Einsprachen behandelt. Die Resultate werden deshalb erst an der Schlussfeier bekannt gegeben, die am Mittwoch um 17 Uhr Schweizerzeit beginnt. Zum gleichen Zeitpunkt werden sie auf dieser Site veröffentlicht.
Derweil gibt es in Helsinki viele Gerüchte aber keine Fakten. Die Chefin der Schweizer Delegation, Christine Davatz-Höchner, mag sich auf keine Spekulationen einlassen. Das Abschneiden der Schweizer Equipe kommentiert sie aber dennoch: "Ich habe kein schlechtes Gefühl."

Das folgende Bulletin aus Helsinki zeigt, wie die 38. Berufs-WM von Fachleuten beurteilt wird.
Bulletin Nr. 4 als

Hier einige Bildimpressionen:


Servicefachfrau Sandra Filter


Koch Florian "Flo" Bettschen



Automechankier Benjamin Haus


Carrosseriespengler Claude Grossenbacher


Goldschmied Roman Wisler

Die Eidgenossen bereiten sich auf den Endpurt vor

Der Samstag war für viele Schweizer Kandidatinnen und Kandidaten ein echter Kampftag. Viele haben bereits das Ziel vor den Augen, andere müssen sich darauf konzentrieren, die Wettbewerbsaufgabe zu beenden. Denn eine unfertige Arbeit bedeutet zwangsläufig einen Schlussrang unter "ferner liefen".
Mehr im
Bulletin Nr. 3

Während die Teilnehmenden und die Experten noch hart arbeiteten, trafen sich die Delegationsleitung, Vertreter des Bundesamtes für Bildung und Technologie Fans zu einem "Schweizer Tag".
Hier einige Impressione vom drfitten Wettkampftag:


Besuch am Schweizer Stand: Emil Weiss,
Präsident der Schweizerischen Metall-Union.



Maler Lorenz Hofer

> Trotzt dem Virus: Spengler Gilles Kehrli

Die WM kommt bei den Finnen enorm gut an

Heute Donnerstag fühlten sich viele Schweizer an St. Gallen 2003 erinnert: Der Besucherandrang war riesig, bis 14 Uhr wurden 37 000 Eintritte registriert. Den am Wettbewerb beteiligten Eidgenossen lief es nach Einschätzung der Delegationsleitung mehrheitlich recht gut. Der Berner Spengeler Gilles Kehrli erwischte einen Virus und verbrachte den Nachmittag im Bett (vgl. Bulletin-pdf).
Magazin Nr. 2

Obwohl es in vielen Disziplinen viele Zwischenresultate gibt, gibt es nicht einmal Gerüchte über das Klassement: Die Jurys halten absolut dicht. Hier einige Bildimpressionen.


Die Messehallen waren am zweiten Wettbewerbstag
zum Bersten voll...


Das Spenglerteam: Experte Kurt Studer (l.) und Gilles Kehrli


Die Mechatroniker: Timon Achtnich (l.) und Raphael Ruf


Die Kosmetikerinnen bei der Ausgabe des Tagesbefehls
(Rachel Wolfisberg ist die Dritte von rechts)


Rachel Wolfisberg mit einem Model



Die Möbelschreiner: Experte Patrick Bregenzer (l.)
und Jonas Buff


Drucker Stefan Durrer


Die Landschaftsgärtner (v.l.): Martin Müller, Lorenz
Arbogast und Experte Hans Kuster.


Schweisser Patric Moser


Die Bauschreiner: Reto Welz (l.) und Experte Roger Huwyler


Die Steinmetze: Flurin Tuor (l.) und Experte Jean-Luc Braun


Coiffeur Bruno Friederich


Maurer Reto Hess


Industrieelektroniker Sascha Feuz


Elektroinstallateur Zekerijah Sprecak

Erfolgreicher Start der Schweizer Equipe

Der befürchtete Fehlstart fand nicht statt: Alle 36 Schweizer Teilnehmende absovierten den ersten WM-Tag ohne einen Einbruch. Natürlich waren nicht alle völlig zufrieden, doch es gab − im Gegensatz zur WM 2003 in St. Gallen − keine Flops. Am meisten ärgerten sich jene, die nach dem Start um zehn Uhr bereits eine Stunde später zum Mittagessen abkommandiert wurden. “Unsere Leute haben konzentriert und sorgfältig gearbeitet. Sie wissen nun, dass sie den Einstieg geschafft haben und dass sie sich noch steigern können”, meinte Teamleader Thomas Hilger am Nachmittag.

Aus Schweizer Sicht gab die Organisation keine grossen Probleme auf. Einzig Zimmermann Michael Hürbin hatte mit krummen Holzlatten zu kämpfen; der Shopmaster sorgte nach der Intervention der Schweizer Teamleitung jedoch schnell für Ersatz. Etwas unangenehmer war die Lage für Matthias Maurer (IT/Software Applikationen). Aus ogranisatorischen Gründen hat die Jury beschlossen, die Arbeitszeit zu verkürzen. Die Anzahl der Aufgaben ist aber gleich geblieben, sodass der Aargauer nicht alle bewältigen konnte und deshalb nicht genau weiss, wo er genau steht.

Der Zuschaueraufmarsch übertraf mit rund 35 000 Eintritten am Donnerstag die Erwartungen der Organisatoren. Vorab bei den Wettkampfstätten, wo Aufgaben alle Paar Stunden abgeschlossen werden, herrschte bereits ein grosser Andrang. Am meisten Aufmerksamkeit zogen die “Blüemeler” auf sich. Angesichts des Andrangs vor ihrem Stand muss vorab Floristin Flavia Scussel für ihre Ruhe bewundert werden. Nicht viele besser erging es Konditor David Müller, der einen Arfbeitsplatz an der exponierten Ecklage zugelost bekam. Der pfiffige Zürcher lässt sich durch die teils sehr unangenehmen Störversuche einiger Besucher allerdings nicht aus der Ruhe bringen.
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Er lässt sich durch die Zuschauer nicht stören: David Müller


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Die Ruhe selbst: Flavia Scussel.

(kein titel)

Magazin 1 als pdf

Kleine Arbeiten vor der grossen Zeremonie


Die Schweizer Delegation beim Einmarsch an der Eröffnungsfeier.

Der Mittwoch stand für die 36 Schweizer WM-Teilnehmenden ganz im Zeichen des Wartens auf die grosse Eröffnungszeremonie. In den meisten Berufen wurden allerdings die letzten Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen; dazu gab es Instruktionen bezüglich Arbeitssicherheit. Die Extpertenteams nahmen auch strenge Kontrollen vor. So wurde etwa bei den Stahlbauern jede Werkzeugkiste genauestens angeschaut.
Die Organisatoren haben die gestern erwähnten Missstände bei den Arbeitsplätzen der Konditoren und der Köche erkannt und schnell gehandelt: Plexiglaswände verhindern nun einen allzu nahen Kontakt zwischen den Kandidaten und dem Publikum.

Die letzten Zahlen der Veranstalter zeigen, dass etwa 650 junge Berufsleute aus 38 Ländern um Medaillen kämpfen werden. Das grösste Team wird vom Gastgeber Finnland gestellt, das in allen Disziplinen vertreten ist. Die Schweiz gehört zusammen mit Südkorea, Frankreich, Japan und Holland zu jenen Ländern, die mehr als 35 Kandidaten stellen. Die kleinste Equipe kommt aus Südafrika mit drei Teilnehmern. Zum ersten Mal ist Jamaika mit von der WM-Partie. Mexiko hat in letzter Minute abgesagt.

Die grosse Eröffnungszeremonie fand in der Eishalle von Helsinki statt. Die mehr als 6 000 Zuschauer fassende Arena war bis auf den letzten Platz ausverkauft.

Petrus scheint die WM zu mögen (er war ja auch Berufsmann!): Das Wetter in Helsinki war auch am Mittwoch sonnig, wobei die Temperaturen um angenehme 25 Grad lagen.

Erste Begegnung mit dem Arbeitsplatz

Die beiden letzten Tage vor dem Wettkampfbeginn sind für die Teilnehmenden nicht leicht. Sie sind der Instruktion und der Einrichtung der Arbeitsplätze in den vier Messehallen gewidmet. Man trifft auch erstmals die Konkurrenz und die Jurymitglieder. Neugierige Blicke werden ausgetauscht. “Ich will ja wissen, was die anderen können. Aber natürlich sieht man den Leuten nicht an, ob sie eine Medaille holen können”, schmunzelt Zimmermann Michael Hürbin. Andere werden etwas ungeduldig wie Damenschneiderin Sabine Stanger: ”Ich möchte, dass es möglichst bald losgeht.” Teamleaderin Jacqueline Mader kennt das Phänomen: “Das Kribbeln im Bauch wird jetzt halt immer spürbarer.”


Polymechaniker Bernhard Egger hat sein "Doping" - Schweizer Milchschoggi - gleich kesselweise mitgebracht.

Zu grosse Publikumsnähe

Ernsthafte Probleme gab es bei der Einrichtung der Arbeitspläze nicht. Im Koch- und Konditorenberuf bemängeln Wettkämpfer und Experten jedoch eine zu grosse Nähe zum Publikum. Die Zuschauer könnten sich sogar in den Tellern auf der Abstellfläche bedienen oder Pralinen probieren. “Ich hoffe, dass die Veranstalter handeln und eine Abschrankung hinstellen”, meint Teamleader Thomas Hilger. In einem anderen Fall ist Abhilfe schwierig: Das sonnige Wetter sorgt für hohe Temperaturen, unter denen vor allem die Landschaftsgärtnter leiden, die in einem Zelt arbeiten,

Grund zum Staunen
Für uns Eidgenossen (aber noch mehr für Deutsche, Australier, Südtiroler und Franzosen) gibt es im Zusammenhang mit der Berufs-WM bisher zwei ”Entdeckungen”. So nehmen wir mit etwas Erstaunen zur Kenntnis, dass die Organisation praktisch ausschliesslich in Frauenhand liegt. Die Ladies haben die wichtigsten Führungspositionen besetzt und auch das mittlere Kader ist vorwiegend weiblich. “Das ist nichts Erstaunliches, das ist in Skandinavien eher die Regel”, sagt Tuula Haatainen, Ministerin für Bildung und Wissenschaft und zugleich Vorsitzende des WorldSkills-Komittees Helsinki 2005. Die zweite ungewohnte Sache ist der harsche Umgang mit Rauchern. Das Rauchverbot ist fast total, den Nikotinabhängigen stehen in den Messehallen bloss einige wenige “Fumoirs” zur Verfügung, die an Hühnerbatterien erinnern (es ist aber zweifelhaft, ob diese Bauten im Einklang mit dem schweizerischen Tierschutzgesetz wären). So verwundert es nicht, dass sich die Tabakfreunde bei den hinteren Hallenausgängen im Freien treffen. Von den 36 Schweizer Kandidatinnen und Kandidaten sind allerdings nur sechs von dieser schrecklichen Seuche betroffen.


Fahnenträgerin Sabine Stanger: ”Ich möchte, dass es möglichst bald losgeht.”

Die Spannung steigt von Tag zu Tag


Die Schweizer Delegation verbrachte bei herrlichem Sommerwetter (bis 27 Grad und endlich windstill) einen ruhigen Montag. Am Vormittag war anlässlich der Teamakkreditierung ein erster Besuch des Wettkampfgeländes angesagt, wobei man allerdings die Messehallen, den eigentlichen Austragungsort der WM, nicht betreten durfte. Nach dem Mittagessen blieb Zeit für eine ausgiebige Stadtrundfahrt. Und am Abend hiess es, die Galauniformen anzuziehen, um am Empfang bei der Stadtpräsidentin von Helsinki teilzunehmen.

In zwei Tagen ist es so weit: Am Mittwochabend findet im Eishockeystadion von Helsinki die grosse Eröffnungszeremonie statt. Sie beginnt mit dem feierlichen Einmarsch der Delegationen statt. Als Fahnenträgerin für diesen Anlass wählte das Teamleaderpaar Jacqueline Mader und Thomas Hilger die Damenschneiderin Sabine Stanger. Die Zürcherin, die sich über diese Ehre enorm freut, ist für diese Aufgabe prädestiniert. Sie ist gross hat genug Kraft, um die Schweizer Fahne lange hochzuhalten.

Delegationschefin Christine Davatz-Höchner zog am Montag eine erste Zwischenbilanz. „Die Organisatoren haben die Sache im Griff, auch wenn kleinere Pannen vorkommen können.“
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