Schweizermeisterschaft der Elektroniker 2008

Entwickeln, Messen und Programmieren

 

Bei den Elektronikern hatten die Berner die Nase vorn (v.l.): Stefan Guillebeau, Patrick Haldi und Tobias Plüss. 

 

Die Elektronik-Berufsmeisterschaften fanden ebenfalls im öffentlichen Rahmen der OBA in St. Gallen statt. Mit von der Partie waren 12 Kandidaten – darunter auffallend viel Bern –, die hervorragende Leistungen zeigten.

Der Schwerpunkt bei den anforderungsreichen Wettbewerben lag diesmal bei verschiedenen Fertigungsaufgaben, welche innerhalb von 18 Stunden zu bewältigen waren. Dazu gehörten:

  • Entwicklung und Bau sowie Inbetriebnahme einer Schaltung mit entsprechenden Bauteilen.
  • Leiterplatte mit Einzelteilen (aus einem Sack) gemäss Stückliste bestücken
  • elektronische Schaltung messen
  • Fehler auf einer Leiterplatte suchen
  • Mikrokontroller programmieren.

 

Meistertitel nach Bern

Neben dem gewichtigen Fachteil waren verschiedene Tests zu absolvieren, darunter auch eine Persönlichkeitspräsentation. Auch den Elektronikern der Orientierungslauf in der Altstadt von St. Gallen nicht erspart. Die Kandidaten waren durch die Vorentscheidung fachlich gut auf die hohen Aufgaben vorbereitet. Durch intensives Engagement schafften es alle, mit ihren Arbeiten in den zur Verfügung gestellten Zeitabschnitten fertig zu werden. In der Summierung aller Aufgaben schnitt Patrick Haldi aus Bern am besten ab. Er ist damit neuer Schweizermeister und wird zusammen mit dem Silber- und Bronzegewinner an den drei Ausscheidungen für die WM 2009 in Calgary teilnehmen können.

 

Rangliste

1. Patrick Haldi, Mühlethurnen BE  (Arbeitgeber: Ascom (Schweiz) AG, Bern)

2. Stefan Guillebeau, Lanzenhäusern BE, (Kaba Gilgen AG, Schwarzenburg)

3. Tobias Plüss, Brittnau AG (Müller Martini Electronic AG, Zofingen)

4. (in alphabetischer Reihenfolge)Dominik Brügger, Moosseedorf BE (RUAG Aerospace, Zweisimmen); Jean-Romain Favre, Yens VD (ETML Ecole Technique, Lausanne); Tobias Fuchs, Interlaken (RUAG Aerospace, Wilderswil); Florian Gärtner, Kleindöttingen AG (Paul Scherrer Institut, Villigen); Thomas Gimmel, Münchringen BE (Lehrwerkstätten Bern);Jacques Grandjean, Romont FR (Bobst SA, Lausanne) ; Christian Kuhn, Interlaken (RUAG Aerospace, Wilderswil) ; Christian Mozzini-Vellen, Camorino TI (Schindler Elettronica SA, Locarno); Lukas Tschannen, Gerzensee (Lehrwerkstätten Bern). 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schweizermeisterschaften der Automatiker 2008

Sie hatte alle die Hightech im Griff


Medaillen als Belohnung für Superleistung und gute Nerven (v.l.): Fabrice Clerc/Damien Rosser Marco Erni/Markus Trachsel und Tim Büchi/Patrick Villiger. 

 

12 junge Automatiker massen sich in anforderungsreichen Einzel- und Teamaufgaben um Medaillen und die Chance für die Weltmeisterschaften.

 

Zum ersten Mal fanden die von Swissmem durchgeführten Berufsmeisterschaften im öffentlichen Bereich statt. Ideale Plattform hierfür bot die Ostschweizer Bildungs-Ausstellung (OBA) in St. Gallen, die dieses Jahr 22 600 Besucher zählte, davon knapp 14  000 Jugendliche. Aus einer Vorentscheidung mit 35 Kandidatendie alle eine Note von mindestens 5,3 aus Teilprüfungen sowie eine Empfehlung des Arbeitgebers aufweisen mussten, qualifizierten sich 12 Teilnehmer für die hohe Anforderungen stellenden Meisterschaften.

 

Effiziente Teamarbeit

Am ersten Tag wurden die Kandidaten in Einzelaufgaben gefordert, während an den zwei folgenden Tagen die Teamarbeit im Fokus stand. Dabei zeigten die jungen Fachleute ausgezeichnet funktionierende Teamarbeit, zumal in Anbetracht dessen, dass diese Prüfungsart für die Kandidaten absolut neu war. So ganz unvorbereitet waren sie allerdings nicht, wurden doch ihre Neigungen im Vorfeld etwas ausgetestet.

Neben dem gewichtigen Fachteil mussten verschiedene Tests einzeln und zu zweien absolviert werden. Um Grenzen kennen zu lernen und das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken, gab es auch verschiedenen Aktionen, so etwa einen Orientierungslauf in der St.Galler Altstadt.

 

Die Hauptaufgabe der Zweierteams bestand darin, auf einer vorerst leeren Plattform eine komplette automatische Station zu installieren. Für die mit universellen Kenntnissen in Soft- und Hardware ausgestatteten jungen Fachleute eine starke Herausforderung, die sie mit Bravour annahmen. Engagiert und gut aufeinander eingehend wurden Montage, Verkabelung, Verschlauchung, Einstellung und Inbetriebnahme bewerkstelligt. Chefexperte Raoul Abraham schaffte hierfür sowohl im Hard- als auch Softwarebereich für alle Teilnehmer die gleichwertige Ausgangsbasis.

 

Ausscheidungen für Calgary

Unter den prüfenden Augen von vier Experten und unter dem Druck der Präsenz der Ausstellungsbesucher arbeiteten die Teams äusserst professionell, womit sie es relativ leicht schafften, in der zur Verfügung stehenden Zeit von 18 Stunden mit sämtlichen Arbeiten fertig zu werden. Schweizermeister wurde schliesslich das Team Marco Erni/Markus Trachsel aus Buttwil und aus Bern. Sie werden nun für die Teilnahme an den WorldSkills 2009 in Calgary, zusammen mit dem Silberteam, drei Ausscheidungsrunden (alle an Samstagen und in öffentlichen Bereichen wie Einkaufszentren oder Ausstellungen) bestreiten können.

 

 

 

Rangliste

 

1. Marco Erni, Buttwil AG (Arbeitgeber: Verkehrsbetriebe Zürich) und Markus Trachsel, Reichenbach BE (BLS AG, Bern).

2. Fabrice Clerc, Villaraboud FR (Polytype SA, Fribourg) und Damien Rosser, Cheseaux-Noréaz VD (CPNV Centre professionnel, Yverdon)

3.  Tim Büchi, Oberhelfenschwil SG (Bühler AG, Uzwil) und Patrick Villiger, Gränichen AG (Müller Martini AG, Zofingen)

4. (in alphabetischer Reihenfolge): Roman Braun, Tann ZH (FERAG AG, Hinwil); Simone Guscetti, Airolo (Scuola cant. dei tecnici e d'arti, Bellinzona); Andreas Kunz, Bad Ragaz (OC Oerlikon AG, Balzers)

Amos Pedrazzoli, Bellinzona (Scuola cant. dei tecnici e d’arti, Bellinzona); Dominik Stahel, Rikon ZH (msw-winterthur Automation Center, Winterthur); Michael Steiner, Steffisburg BE (Meyer Burger AG, Thun).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schweizermeisterschaft der Dachdecker und Flachdachbauer

Dachprofis erkoren ihre Schweizermeister

 

 
Das Siegertrio im Steildach, von links: Bruno Rechsteiner Bronze, Lukas Bühlmann Gold und Ernst Braunwalder Silber.

 

Sechs Steildachdecker und fünf Flachdachbauer massen sich in Uzwil in einem fairen Wettkampf um Meisterehren. Silvan Bürge und Lukas Bühlmann gewannen die Goldmedaille.


Die Teilnehmer an den von Beat Hanselmann geleiteten und im Nationalen Bildungszentrum Polybau des Schweizerischen Verband für Dach und Wand (SVDW) in Uzwil durchgeführten Schweizermeisterschaften haben ihre Lehre im letzten Jahr erfolgreich abgeschlossen. Sie waren deshalb gut gerüstet, um anforderungsreiche Aufgaben, wie sie an den SVDW-Wettkämpfen gestellt werden, bestens lösen zu können. Mit einem „Probelauf“ im Bildungszentrum, um Material und Aufgaben kennen zu lernen, sowie der Möglichkeit zu Hause zu trainieren, wurden für alle die gleichen Voraussetzungen geschaffen. Unter den Augen von sechs Experten (vier davon letztjährige Wettbewerbsteilnehmer) und vieler Koryphäen aus der Dachdeckerbranche, gingen alle Kandidaten engagiert ans Werk im Bestreben, eine möglichst gute Rangierung zu erreichen. Denn nicht nur Medaillen lockten, sondern auch die Teilnahme der Sieger an den nächsten Weltmeisterschaften.

Die Teilnehmer an den von Beat Hanselmann geleiteten und im Nationalen Bildungszentrum Polybau des Schweizerischen Verband für Dach und Wand (SVDW) in Uzwil durchgeführten Schweizermeisterschaften haben ihre Lehre im letzten Jahr erfolgreich abgeschlossen. Sie waren deshalb gut gerüstet, um anforderungsreiche Aufgaben, wie sie an den SVDW-Wettkämpfen gestellt werden, bestens lösen zu können. Mit einem „Probelauf“ im Bildungszentrum, um Material und Aufgaben kennen zu lernen, sowie der Möglichkeit zu Hause zu trainieren, wurden für alle die gleichen Voraussetzungen geschaffen. Unter den Augen von sechs Experten (vier davon letztjährige Wettbewerbsteilnehmer) und vieler Koryphäen aus der Dachdeckerbranche, gingen alle Kandidaten engagiert ans Werk im Bestreben, eine möglichst gute Rangierung zu erreichen. Denn nicht nur Medaillen lockten, sondern auch die Teilnahme der Sieger an den nächsten Weltmeisterschaften.

 

Schwierige Aufgaben

Die Dachdecker-Kandidaten hatten innert sechs Stunden ein Steildach mit eingebautem Fenster zu erstellen. Ausgangslage bauseits waren Sparrenlage und Schalung. In der Folge mussten Dampfbremse, Wärmedämmung, Konterlattung und Eindeckung mit allen Detailarbeiten vorgenommen werden. Hohe Anforderungen stellten dabei der Anschluss an eine schräge Wand sowie das Einfassen des Dachfensters und auch die Belegung eines Dachvorsprungs. Mit der vorgegebenen Zeit hatten alle Teilnehmer etwas Mühe. Die logische Folge: kein Dach wurde ganz fertig gestellt.
Für die fünf Flachdachbauer waren mit Flachdach Bitumig auf Beton mit Voranstrich und Flachdach Kunststoff auf Holzschalung gleich zwei Aufgaben zu lösen. Die Zeitvorgabe für die Kunststoff-Abdichtung betrug zweieinhalb Stunden und für das Bitumig-Dach vier Stunden. Die Kunststoff-Abdichtung, bei der auch Aufbordungen zu erstellen waren, war dicht zu verschweissen. Die Schweissnähte wurden von den Experten durch aufschneiden geprüft. Die grössere und schwierigere Aufgabe war die Erstellung des Bitumig-Daches. Die Teilnehmer hatten sowohl einen kompletten Dachaufbau zu machlen, als auch mit Dampfbremse, Wärmedämmung und zwei Abdichtungslagen vier Lagen zu verarbeiten. Erschwerend hinzu kam, dass zusätzlich in der Mitte des Daches noch ein Eisenpfosten einzufassen war. Weiter waren die verlangten Aufbordungen in den Ecken ebenfalls nicht leicht auszuführen. Für die Zuschauer war dabei das Arbeiten mit dem Gasbrenner ein besonderes Spektakel.


Klarer Sieger im Flachdachbau

Da die Siegerehrung der Schweizermeisterschaften gleichzeitig mit der Lehrabschluss-Diplomfeier durchgeführt wurde, konnte eine stattliche Anzahl Besucher registriert werden. Mit den Worten „es geht weiter“ eröffnete Benno Wicki, Vorstandsmitglied des SVDW die Siegerehrung. Damit wollte er besonders die Medaillengewinner motivieren, bei denen der Flachdachbau-Gewinner klar voraus war, während alle anderen punktemässig nahe beieinander lagen. Die Besten werden nun Ausscheidungen für die in Petersburg stattfindenden Weltmeisterschaften bestreiten. Die zu den Medaillen abgegebenen Gutscheine von den Sponsoren Eternit und swisspor im Wert von 100 bis 300 Franken bedeuten für die jungen Männer nicht nur finanzieller Zustupf, sondern auch Motivation, sich in der Weiterbildung zu engagieren.

 

Die Ranglisten

Steildach
1. Lukas Bühlmann, Kottwil LU
(Arbeitgeber: Brundach AG, Grosswangen)
2. Ernst Braunwalder, Untereggen SG (Schwager AG, Goldach)
3. Bruno Rechsteiner, Haslen AI
(Fässler Bedachungen AG, Appenzell)
4. (in alphabetischer Reihenfolge):  Rolf Kropf,  Sangernboden BE (Baeriswil AG, Plaffeien); Stefan Portmann, Flühli LU (Wicki Dach- und Fassadenbau, Flühli)
Andreas Wenger, Gampelen BE (Hubschmied AG, Ins)


Flachdachbauer
1. Silvan Bürge, Gähwil SG (Arbeitgeber: Schönenberger Remo AG, Kirchberg)
2. Jan Iten, Müllheim TG (Brenner AG Weinfelden)
3. Roman Meier, Rickenbach ZH (: Peter Schürch AG, Sempach
4. (in alphabetischer Reihenfolge): Emrah Cürük, Wängi TG (Jakob Tanner AG, Aadorf); Patrick Stäheli, Lanzenneunform TG (A. Kuratle AG, Hüttlingen)


Die Gewinner im Flachdachbau, von links: Roman Meier Bronze; Silvan Bürge Gold; Jan Iten Silber.

 
Mit der Bohrlehre geht das Schrägbohren einfacher – auch für Steildachgewinner Lukas Bühlmann.


 

 
Im Flachdachbau gehört der Gasbrenner zum alltäglichen Werkzeug, wie hier für Goldmedaillengewinner Silvan Bürge beim Anschluss an den Eisenpfosten.

Einzigartiges Förderprojekt der Metall-Union


Schweizer Meister: 1. Tobias Fürst (Mitte), 2. Mathias Schmid (links), 3. Daniel Häberli

Pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum ihres Bildungszentrums Aarberg lanciert Schweizerische Metall-Union SMU ein einzigartiges Förderprojekt für Berufsleute mit überdurchschnittlichen Leistungen. Die drei Bestplatzierten der nationalen Berufmeisterschaft der Landmaschinen-, Baumaschinen- und Motorgerätemechaniker erhalten dank der Gebauer Stiftung namhafte Beiträge für ihre Weiterbildung.


Die SMU führt seit den 1980-er Jahren alle zwei Jahre einen Wettbewerb für die besten Landmaschinen-, Baumaschinen- und Motorgerätemechaniker durch. Dazu werden aus der ganzen Schweiz 18 Lehrabgänger mit den höchsten Durchschnittsnoten eingeladen. Im Rahmen der Meisterschaft durchlaufen die Teilnehmer während zweieinhalb Tagen ein anspruchsvolles Programm, bei welchem sie ihr Wissen und Können in den Bereichen Hydraulik, Antriebs-, Motoren- und Elektrotechnik sowie Metallbearbeitung unter Beweis stellen.
Die drei Medaillengewinner der diesjährigen Meisterschaft sind die ersten Glücklichen, die sich mit ihrer Leistung einen Förderbeitrag zur Unterstützung ihrer Weiterbildung bis zum Meisterdiplom oder dem Abschluss an einer Fachhochschule – inklusive Auslandspraktikum – sichern. Die Förderbeiträge werden durch die Gebauer-Stiftung finanziert. Für den Sieger stehen 41 000 Franken zur Verfügung, für den Zweiplatzierten sind es 35 000 Franken, und für den Bronzegewinner immerhin noch 30 000 Franken.
Die Gebauer Stiftung und die SMU haben vereinbart, dieses nachahmenswerte Projekt vorerst während fünf Jahren fortzuführen. Dies bedeutet, dass die Meisterschaften in Zukunft jedes Jahr statt alle zwei Jahre durchgeführt werden.


Tobias Fürst


Gruppenfoto Teilnehmer Schweizer Meisterschaften der Landmaschinen-, Baumaschinen- und Motorgerätemechaniker

Schweizer Berufsmeisterschaft der Landschaftsgärtner

Und wieder dominierten die Ostschweizer


Sie haben den Wettkampf dominiert (von links): Philipp Hager undStefan Sahli, Remo aus der Au und Tobias Schenk sowie Andreas Solenthaler und Roman Grob.

 

Im Rahmen der "öga 08", der Fachmesse der Grünen Branche, massen die besten jungen Landschaftsgärtner der Schweiz ihr Können. Der Schweizermeister-Titel ging dabei mit Remo aus der Au und Tobias Schenk erneut an ein Team aus dem Kanton Thurgau.

Dreizehn Zweierteams – eines mehr als beim Wettkampf 2006 – traten an der Fachmesse für Garten-, Obst- und Gemüsebau "öga" am Gartenbautechnikum im bernischen Koppigen zur Schweizermeisterschaft der Landschaftsgärtnerinnen und -gärtner an. Die während der zwei Wettbewerbstage zu bewältigende Aufgabe, dass heisse Sommerwetter und nicht zuletzt das kritische, fachkundige Publikum brachten die 25 Kandidaten und die eine Kandidatin ziemlich ins Schwitzen.


Unerwartete Tücken
Auf einer Fläche von neun Quadratmetern mussten die besten Junggärtner aus allen Landesteilen der Schweiz ein landschaftsgärtnerisches Gesamtwerk aufbauen. Die Wettbewerbsaufgabe umfasste eine Sitzmauer aus Sandstein, Beläge aus Beton- und Naturstein, Stufen- und Gestaltungselemente, einen Gartenteich, eine Dauerbepflanzung und eine Wechselflorbepflanzung sowie eine Rasenanlage. Bewertet wurden dabei nicht nur die Ausführgenauigkeit, die fachliche Bearbeitung der Materialien oder die mengenmässige Leistung, sondern auch Kriterien wie der Umgang mit Werkzeugen und die Arbeitssicherheit. "Einmal fräsen ohne Gehörschutz – und schon ist ein Abzug da", umriss Shopmaster Peter Susewind die strengen Bestimmungen.
Dass die Tücken der Aufgabe im Detail, aber auch in elementaren Unterschieden zwischen den Regionen lauern können, mussten die vier Tessiner Teilnehmer zu ihrem Leidwesen erfahren: in der italienischen Schweiz arbeiten die Landschaftsgärtner überwiegend mit Granit und nicht mit Sandstein. "Wir brauchten allein fast einen halben Tag, um zu lernen, wie man diesen Stein schneidet", hielt Prisca Ferrari – übrigens die einzige Frau im Kandidatenfeld – lakonisch fest. Frustriert waren die Ticinesi aber trotzdem nicht; sie fanden den Anlass an sich toll und die Erfahrung auf jeden Fall als lehrreich.


Eine Schildkröte und viel Lob
So waren denn die Mini-Landschaftsgärten der Wettbewerbsteilnehmer nach 15 Stunden Arbeit und fulminantem Endspurt auch in unterschiedlichen Stadien der Fertigstellung. Während dem zweitplatzierten Team Stefan Sahli und Philipp Hager noch genügend Zeit verblieb, um eine freundliche (Plastik-) Schildkröte in ihrem Teichlein auszusetzen, wurden anderswo hektisch die letzten Pflanzen in die Erde gedrückt. So oder so attestierte der abtretende internationale Experte Hans Kuster jedoch allen Teilnehmenden ein "grundsätzlich gutes Niveau". Lob gab es auch von Shopmaster Peter Susewind. Er sprach den Kandidaten seine Anerkennung aus für die vorherrschende "Superordnung und Disziplin". Ueli Leuthold, der leitende Experte vor Ort, rühmte vor allem den grossen Einsatz und das Engagement der jungen Berufsleute. Vom Verlauf der Meisterschaft ebenfalls angetan, zeigte sich Otto Rütter, Verantwortlicher für die Durchführung des Wettbewerbs von JardinSuisse, dem Unternehmerverband Gärtner Schweiz. Er freute sich vor allem über die erstmalige Teilnahme eines zweiten Teams aus dem Tessin und dass auch die Romandie mit einer zweiten Mannschaft nachziehen möchte. Ein Problem hat Rütter allerdings: "Bei der Platzkapazität sind wir an die Grenzen gestossen. Für die nächste Berufsmeisterschaft werden wir uns also etwas einfallen lassen müssen."


Es wartet die WM
Für die Bestplatzierten der zum 6. Mal durchgeführten Berufsmeisterschaft der Landschaftsgärtner ist mit der Siegerehrung in Oeschberg-Koppigen nicht Schluss. Das auf dem zweiten Rang gelandete Team Hager/Sahli (und möglicherweise auch das Team Grob/Solenthaler als Dritte) kann noch diesen Herbst an einem internationalen Landschaftsgärtner-Wettbewerb in Wien teilnehmen. Richtig ernst wird es für die beiden Sieger Tobias Schenk und Remo Aus der Au im September 2009, wenn sie die Schweiz an den WorldSkills, der Weltmeisterschaft der jungen Berufsleute, im kanadischen Calgary vertreten. Denn seit die helvetischen Landschaftsgärtner bei den Berufsweltmeisterschaften mitmachen, holten sie drei Mal Gold, ein Mal Silber und ein Mal den vierten Rang. Diese "lederne Medaille" vom Herbst 2007 an den WorldSkills in Japan schmerzt den zurücktretenden WM-Experten Hans Kuster immer noch ein bisschen: "Man wollte die Schweizer einfach mal etwas zurückbinden, und hat es dabei eindeutig übertrieben." Trotzdem möchte Kuster die spannenden und manchmal auch aufregenden WM-Jahre nicht missen: "Ich konnte schöne Erinnerungen mitnehmen und habe sehr viele tolle Leute kennengelernt."

Kusters Stelle als Experte und Coach des designierten WM-Teams übernommen hat Simon Hugi, selber einer der ehemaligen Medaillengewinner (1999 Silber in Montreal). "Wenn man einmal an einer solchen Meisterschaft teilgenommen und Feuer gefangen hat, ist das fast nicht mehr zu löschen", erklärt Hugi sein künftiges Engagement. Er freut sich sehr auf die Zusammenarbeit mit dem Siegerteam und hofft vor allem auch, "in die recht grossen Fussstapfen meines Vorgängers treten zu können".


 Marianne Grossenbacher


Grossereignis auf dem Öschberg: 25 Kandidaten und eine Kandidaten traten zum Wettkampf an.

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Die Weltmeisterschaft 2009 in Calgary als nächste Herausforderung für Remo aus der Au (links), Tobias Schenk und Coach Simon Hugi.

 

 


Ein hartes Stück Arbeit: Remo aus der Au (links) und Tobias Schenk bewältigten die schwierige Aufgabe am besten.

Zürcherin ist die beste Goldschmiedin

 
Erfolgreicher Frauenpower (v.l.): Laura Maurer, Lucy Kägy und Fränzi Schmid.

 

Lucy Kägi aus Affoltern am Albis heisst die Gewinnerin der diesjährigen Schweizermeisterschaft im Goldschmied-Beruf. Während der drei Wettbewerbstage mit insgesamt 22 Arbeitsstunden hatten die 26 Teilnehmenden eine kunstvolle Brosche unter genauster Berücksichtigung unterschiedlichster vorgegebener Aspekte herzustellen – wahrlich eine anspruchsvolle Herausforderung, die nicht alle bewältigt haben.


Die Rangliste
1.   Lucy Kägy (Arbeitgeber: Jakob Meier / Goldschmiede Säuliamt)
2.   Laura Maurer (Stefan Thoma, Zofingen)
3.   Fränzi Schmid (René Liefert, Luzern)
4.   Oran Gibson (Jean Francois Deytard Bijoux Design, Genf)
5.   Victoria Marfurt (Bijouterie Jud, Lausanne)
6.   Salome Holdener (Armin Schelling, Rheineck)
7.   Petra Eicher (Peter Stutz, Luzern)
8.   Katrin Kunz (Monica Schnüriger, Schwyz)
9.   Delphine Borel (Chopard & Cie S.A., Meyrin)
10.  Marie-Eve Rossier  (Schülerin ETVJ Le Sentier)


Ein Erinnerungsfoto muss sein: Die Teilnehmenden auf der historischen Kappellbrücke in Luzern.

 


Hart und anspruchsvoll: Die Aufgabe – eine komplizierte Goldbrosche –
hatte WM-Niveau.

Waadtländer gewinnt begehrte Kochtrophäe

Der Goldene Koch 2008 heisst Stéphane Décotterd. Der Chef de cuisine des Restaurants „Le Pont de Brent“ im Kanton Waadt hat in Bern die begehrte Trophäe der Schweizer Gastronomie gewonnen.

Vor rund 1000 Zuschauerinnen und Zuschauern, darunter Bundesrätin Doris Leuthard, überzeugte Décotterd mit seinen Kreationen die Jury aus 14 Spitzenköchen und Gastronomieexperten. Damit wird er die Schweiz im Januar 2009 beim weltweiten Kochwettkampf „Bocuse d'Or“ in Lyon vertreten.

Die sechs Köchinnen und Köche hatten die Aufgabe, innerhalb von rund fünf Stunden jeweils zwei Gerichte für je 12 Personen zuzubereiten. Décotterd brillierte dabei mit einem Lachs mit grünem Spargel an einer Sauce mit Zitronenessenz sowie einer Lammkomposition aus Lammvoressen-Pastete mit Sultaninen und Lammfilet im Safranbrot-Mantel an einer Senfsauce.

Décotterd_Koch_2008

Décotterd hat einen berühmten Chef: Das von Gérard Rabaey geführte Restaurant in Brent erhielt vom Guide Michelin 1998 den dritten Stern. GaultMillau zeichnet den Gastronomen seit 20 Jahren mit der Höchstnote von 19 Punkten aus.

Karin Hänni hat ein goldenes Händchen


Die glückliche Siegerin Karin Hänni mit Medaille und Diplom.

Die diesjährige Europameisterschaft der Dekorationsmaler fand in Genua statt. Bei diesem Wettkampf massen sich die besten Malerinnen und Maler aus ganz Europa – doch nur eine(r) konnte gewinnen: Die Schweizerin Karin Hänni sicherte sich im hochklassigen Teilnehmerfeld die Goldmedaille.

Karin Hänni aus dem bernischen Rümligen qualifizierte sich an den Schweizermeisterschaften 2006 für die Europameisterschaft (EuroPaintingskills) und bereitete sich während einigen Monaten gezielt auf diesen Wettbewerb vor. Die Aufgabenstellung in Genua umfasste ein breites Spektrum von fachtechnischen und gestalterischen Malerarbeiten, welche innert 22 Stunden ausgeführt werden mussten. Diese Zeitbemessung war knapp, doch alle elf Kandidaten konnten eine fertige Arbeitskoje abliefern. Dass die Kandidaten in dieser Situation unter grossem Stress und einer enormen nervlichen Belastung arbeiteten, wurde jedem Zuschauer klar. Auch Karin Hänni fühlte sich nach dem Wettbewerb ziemlich erledigt: «Man sieht kein Ende und muss einfach immer Gas geben. Dabei fragt man sich oft, warum man sich das eigentlich antut.»


Eine makellose Arbeit
Zum Schluss wusste sie aber, warum: Mit exakter und handwerklich einwandfreier Arbeit holte sich die junge Malerin mit 76,93 Punkten vor Frankreich und Deutschland den Europameistertitel. «Ich will von Genua eine Medaille nach Hause bringen, einfach so reise ich nicht nach Italien», hatte die ehrgeizige Malerin ihren Eltern im Vorfeld gesagt. Die Trainer Otto Rüger und Stefan Neuenschwander standen der jungen Bernerin bei den Vorbereitungen mit Rat und Tat zur Seite. Als freie Wandgestaltung setzte Karin Hänni eine toskanische Landschaft um – eine authentische Illusionsmalerei mit Bezug zum EM-Austragungsland.

«Es waren schöne Tage in Genua. Vor allem der Kontakt mit den anderen Teilnehmern hat mir gefallen. Dabei war es egal, dass ich mich oft bloss mit Händen und Füssen verständigen konnte», fasste Karin Hänni ihre EM-Erfahrung abschliessend zusammen.

 

Schlussresultate der EM 2007
1. Rang: Karin Hänni, Schweiz, 76,93 Punkte
2. Rang: Carlos Azevedo, Frankreich, 73,17 Punkte
3. Rang: Anja Köller, Deutschland, 72,20 Punkte

 


Die perfekte Illusion einer toskanischen Landschaft:
Die Arbeit von Karin Hänni.

3. Schweizer Berufsmeisterschaft der Innendekorationsanäherinnen

 
Alle Teilnehmerinnen der Berufsmeisterschaft 2007. Vorne die drei Gewinnerinnen (v.l.): Marina Lussi, Stefanie Bähler und Astrid Jenni.

 

Einen hochklassigen Wettkampf lieferten sich 13 junge Innendekorationsnäherinnen im interieursuisse-Ausbildungszentrum in Selzach. Den Titel holte sich schliesslich die Bernerin Stefanie Bähler.


Bereits zum dritten Mal führten der Branchenverband interieursuisse und die Schweizerische Fachschule für Wohnen & Gestalten eine Meisterschaft durch. Austragungsort war diesmal das Schulungszentrum von interieursuisse im solothurnischen Selzach. Diese seit neun Jahren bestehende Institution ist das eigentliche „Herz“ der Berufsbildung in der schweizerischen Innendekorationsbranche. Es ist der einzige Schulungsort in der Schweiz, da die Sektionen selber zu wenig Lernende haben. Hier werden alle überbetrieblichen Kurse sowie Weiterbildungen und Prüfungen durchgeführt. Entsprechend ist eine breite Infrastruktur vorhanden, wozu neben Schulungssälen auch komfortable Schlafräume und eine Mensa gehören.


Anspruchsvolle „Gartenlaube“
Der Wettbewerb der Innendekorationsnäherinnen war auf zwei Tage verteilt und stand unter dem Motto „Gartenlaube“. Dabei mussten ein Vorhang aus Tüll oder leichtem Dekorationsstoff, eine Stuhlkissenhülle und eine runde Tischdecke angefertigt werden. Die 13 Kandidatinnen, darunter eine Westschweizerin, mussten alle Materialien und allfällige Dekorationselemente mitbringen. Fachleute waren sich einig, dass die Aufgabenstellung sehr schwierig war. Es erstaunte daher nicht, dass nicht alle Teilnehmerinnen die Arbeiten rechtzeitig fertig stellen konnten.
Dominiert wurde der Wettkampf vom Siegertrio, das am Schluss dicht beieinander lag. Die Jury, die aus den drei Unternehmerinnen und Berufsfrauen Monika Wyss, Irene Nick und Heidi Grolimund bestand, hatte keine leichte Aufgabe. „Den Ausschlag für den Sieg gab schliesslich die Kreativität und das etwas aufwändigere Arbeiten von Stefanie Bähler“, kommentierte das Jurorinnen-Trio, den Ausgang. Erfreulich sei die Tatsache, dass das Niveau der Titelkämpfe wesentlich höher gewesen sei als 2005 und 2006.


Siegerin im zweiten Anlauf
Stefanie Bähler freute sich über ihren Sieg, der für sie „total unerwartet“ kam. Sie hatte sich eine Medaille zum Ziel gesetzt, während ihre Eltern auf einen zweiten oder dritten Rang tippten. Für die 19-Jährige war es bereits die zweite Teilnahme; 2006 reichte es ihr knapp nicht für einen Podestplatz. Die Bernerin fand die diesjährige Aufgabenstellung einfacher als im Vorjahr. Allerdings: „Am Ende habe ich es mir selbst schwierig gemacht, weil ich einige komplizierte Details eingebaut habe.“ Dass gerade diese „Details“ den Ausschlag für den Sieg gaben, ist für sie eine nachträgliche Genugtuung. Ein Wehrmutstropfen aber bleibt: Es gibt leider keine internationalen Wettkämpfe, da es den Beruf der Innendekorationsnäherin nur in der Schweiz gibt. „Im Ausland nähen die Innendekorateure selber, allerdings nicht so anspruchsvolle Sachen“, bedauerte Experte Roger Parolini.


Rangliste
1. Stefanie Bähler, Uetendorf (Lehrbetrieb: Eschle GmbH, Thun)
2. Marina Lussi, Stans (Atelier Mack, Stans)
3. Astrid Jenni, Luzern (Brigitte Schmocker, Luzern)
4. (in alphabetischer Reihenfolge): Marina Bruhin, Schübelbach SZ (Ruoss Robert & Co., Schübelbach); Daniela Eggimann, Langenthal BE (Urs Walter Gloor, Langenthal); Maria Gasser, Luzern (Viktor Sidler AG, Luzern); Stephanie Jöhri, Zollikon ZH (Leemann + Co., Zollikon); Sabrina Kaufmann, Oberuzwil SG (Gardinenfabrik AG, Oberuzwil); Saskia Kilchenmann, Biel (Art-in – Jungi Calderari AG, Biel); Marie Lappert, Les Acacias GE (Maison Dupin SA, Les Acacias); Noemi Sasek, Rüthi SG (Furrer Vorhänge AG, Rüthi); Mirjam Schlüssel, Geuensee LU (Möbel Schaller AG, Geuensee); Mirjam Widmer, Niederuzwil SG (Ferdi Berlinger, Nesslau SG).
 


Die beste Innendekorationsnäherin 2007, Stefanie Bähler, vor ihrem Meisterwerk.

 


Mit diesem Werk holte sich Stefanie Bähler den Titel.

 


Die ganze Familie Bähler war vor Ort (v.l.): Ihr Kollege Marc Hadorn, das Grosi Hanni, Vater Jakob, Mutter Christine, die Siegerin Stefanie und ein weiterer Kollege, Stefan Zürcher.

 


Stefanie Bähler bei der Preisübergabe durch Berufskommissionspräsident Roger Parolini (links) und Zentralpräsident Hans Winiger (rechts).

 


Das Jurorinnen-Trio (v.l.): Monika Wyss, Irene Nick und Heidi Grolimund.

3. Schweizer Berufsmeisterschaft der Innendekorateurinnen


Die drei besten Innendekorateurinnen der Schweiz (v.l.):
Jeannine Fahrni, Fabienne Grossenbacher und Nicole Esslinger

 

Die Jury der 3. Schweizermeisterschaft der Innendekorations-Branche in Selzach tat sich schwer, eine Siegerin zu erküren. Am Ende setzte sich Fabienne Grossenbacher aus Alchenflüh äusserst knapp durch.

Der Wettbewerb der Innendekorateurinnen gilt in Fachkreise zu Recht als enorm schwierig. Die Kandidatinnen haben in nur 12,5 Stunden an zwei Arbeitstagen drei anspruchsvolle Aufgaben zu bewältigen, die fast das gesamte Berufskönnen abdecken. Zuerst gilt es in einer Koje eine Wandbespannung anzufertigen, die über eine Ecke führt und ein Einlegemotiv beinhaltet. Dazu muss auf einer Vorhangstange eine frei inspirierte Freihanddekoration angebracht werden. Bei der zweiten Arbeit handelt es sich um die Polsterung eines Kinderfauteuils. Zum Schluss muss noch eine Teppichunterlage verlegt werden, in der eine Intarsienarbeit mit freiem Motiv angebracht wird. „Ein recht happiges Pensum, das den Kandidatinnen alles abfordert“, kommentierte Cheforganisator Roger Parolini die Aufgabenstellung.

Niveau gehalten
Umso erfreulicher war die Tatsache, dass alle 12 Teilnehmerinnen mit den Arbeiten fertig wurden. Die Qualität schätzte Parolini „als etwa gleich gut wie im Vorjahr“. Es seien aber grosse Unterschiede zwischen den Kandidatinnen festgestellt worden. „Das ist begreiflich, denn es haben sich neben Lernenden im dritten Lehrjahr auch Frauen angemeldet, die schon seit fünf auf dem Beruf arbeiten“, meinte der Experte. Der Wettkampf sei tadellos verlaufen, doch zuletzt geriet die Jury arg ins Schwitzen. Da die drei Erstplatzierten praktisch gleichwertig waren, waren nach Stunden Beratung (!) Direktvergleiche nötig, um die Reihenfolge zu bestimmen.

Die nervöse Siegerin
Die Nase knapp vorne hatte schliesslich Fabienne Grossenbacher. Die Emmentalerin, Lernende im vierten Lehrjahr, konnte ihren Sieg erst gar nicht fassen. „Ich zitterte bei der Siegerehrung am ganzen Körper und hoffte nur, dass es niemand merkt.“ Sie freute sich über den gelungenen Wettkampf, der für sie aber nicht ganz reibungslos verlief: „Ich hatte bei der Wandbespannung Probleme, da ich Seide ausgewählt habe, die bekanntlich sehr knifflig ist. Mit einem anderen Stoff wäre es viel einfacher gegangen. Zum Glück macht unser Betrieb noch Wandbespannungen, was heute viele Ateliers nicht mehr tun.“ Stolz war die 21-jährige Emmentalerin auf ihre Freihanddekoration „denn so etwas macht man sonst nie“. Ebenso gefiel ihr das in den Teppich eingebaute Motiv: „So etwas Kompliziertes war für mich total neu.“ Sie habe sich angesichts der starken Konkurrenz einen Podestplatz erhofft, ihr Ziel sei es gewesen, mit den Arbeiten fertig zu werden und zufrieden zu sein. „Jetzt bin ich happy, ich habe das Ziel erreicht und erst noch gewonnen.“

Jetzt winkt die EM
Dank ihrem Meistertitel kann Fabienne Grossenbacher im Januar 2008 an der ersten Europameisterschaft teilnehmen, die im Rahmen der Fachmesse Domotex in Hannover stattfindet. „Ich fühle mich geehrt, dass ich die Schweiz an diesem Grossanlass vertreten kann“, sagt die Bernerin, die dort vor rund 50 000 sachkundigen Besuchern gegen Kandidatinnen aus Deutschland, Österreich und Südtirol antreten wird. Apropos Kanton Bern: Auch die beiden Sonderpreise für den besten Vorhang und den besten Fauteuil wurden von Bernerinnen gewonnen.

 

Rangliste
1.       Fabienne Grossenbacher, Alchenflüh BE (Lehrbetrieb: Galerie de Berne, Wabern BE)
2.       Jeannine Fahrni, Thun (Eschle GmbH, Thun)
3.       Nicole Esslinger, Niederglatt ZH (Erich Meierhof, Oberweningen ZH)
4.       (in alphabetischer Reihenfolge): Simone Aerni, Bolken SO (Steffen Raumkonzepte AG, Herzogenbuchsee BE); Mirjam Bärtschi, Huttwil BE (Beat Oechsli, Huttwil); Sara Däscher, Saas im Prättigau GR (B&B Wohnen AG, Klosters GR); Sabrina Hermann, Fläsch GR (Reto Pingeon, Landquart GR); Laura Jegge, Strengelbach AG (Silvio Bucher, Zofingen AG); Nora Kühni, Oberburg BE (Kurt Wild, Kirchberg BE); Gaby Lüthi, Bleienbach BE (Steffen Raumkonzepte AG, Herzogenbuchsee BE); Denise Walther, Saas VS (Raimund Guntern, Fiesch VS); Heidi Willen, Adelboden BE (Jürg Stefan Turtschi, Spiez BE).


Sonderpreis für beste Freihanddekoration:
Mirjam Bärtschi

Sonderpreis für besten Fauteuil:
Nora Kühni

 

 


Die Teilnehmerinnen der dritten Berufsmeisterschaft.


Die Gewinnerin der Schweizermeisterschaft
Fabienne Grossenbacher vor ihrer Prüfungsarbeit.

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