27. August 2008
Dachprofis erkoren ihre Schweizermeister
Das Siegertrio im Steildach, von links: Bruno Rechsteiner Bronze, Lukas Bühlmann Gold und Ernst Braunwalder Silber.
Sechs Steildachdecker und fünf Flachdachbauer massen sich in Uzwil in einem fairen Wettkampf um Meisterehren. Silvan Bürge und Lukas Bühlmann gewannen die Goldmedaille.
Die Teilnehmer an den von Beat Hanselmann geleiteten und im Nationalen Bildungszentrum Polybau des Schweizerischen Verband für Dach und Wand (SVDW) in Uzwil durchgeführten Schweizermeisterschaften haben ihre Lehre im letzten Jahr erfolgreich abgeschlossen. Sie waren deshalb gut gerüstet, um anforderungsreiche Aufgaben, wie sie an den SVDW-Wettkämpfen gestellt werden, bestens lösen zu können. Mit einem „Probelauf“ im Bildungszentrum, um Material und Aufgaben kennen zu lernen, sowie der Möglichkeit zu Hause zu trainieren, wurden für alle die gleichen Voraussetzungen geschaffen. Unter den Augen von sechs Experten (vier davon letztjährige Wettbewerbsteilnehmer) und vieler Koryphäen aus der Dachdeckerbranche, gingen alle Kandidaten engagiert ans Werk im Bestreben, eine möglichst gute Rangierung zu erreichen. Denn nicht nur Medaillen lockten, sondern auch die Teilnahme der Sieger an den nächsten Weltmeisterschaften.
Die Teilnehmer an den von Beat Hanselmann geleiteten und im Nationalen Bildungszentrum Polybau des Schweizerischen Verband für Dach und Wand (SVDW) in Uzwil durchgeführten Schweizermeisterschaften haben ihre Lehre im letzten Jahr erfolgreich abgeschlossen. Sie waren deshalb gut gerüstet, um anforderungsreiche Aufgaben, wie sie an den SVDW-Wettkämpfen gestellt werden, bestens lösen zu können. Mit einem „Probelauf“ im Bildungszentrum, um Material und Aufgaben kennen zu lernen, sowie der Möglichkeit zu Hause zu trainieren, wurden für alle die gleichen Voraussetzungen geschaffen. Unter den Augen von sechs Experten (vier davon letztjährige Wettbewerbsteilnehmer) und vieler Koryphäen aus der Dachdeckerbranche, gingen alle Kandidaten engagiert ans Werk im Bestreben, eine möglichst gute Rangierung zu erreichen. Denn nicht nur Medaillen lockten, sondern auch die Teilnahme der Sieger an den nächsten Weltmeisterschaften.
Schwierige Aufgaben
Die Dachdecker-Kandidaten hatten innert sechs Stunden ein Steildach mit eingebautem Fenster zu erstellen. Ausgangslage bauseits waren Sparrenlage und Schalung. In der Folge mussten Dampfbremse, Wärmedämmung, Konterlattung und Eindeckung mit allen Detailarbeiten vorgenommen werden. Hohe Anforderungen stellten dabei der Anschluss an eine schräge Wand sowie das Einfassen des Dachfensters und auch die Belegung eines Dachvorsprungs. Mit der vorgegebenen Zeit hatten alle Teilnehmer etwas Mühe. Die logische Folge: kein Dach wurde ganz fertig gestellt.
Für die fünf Flachdachbauer waren mit Flachdach Bitumig auf Beton mit Voranstrich und Flachdach Kunststoff auf Holzschalung gleich zwei Aufgaben zu lösen. Die Zeitvorgabe für die Kunststoff-Abdichtung betrug zweieinhalb Stunden und für das Bitumig-Dach vier Stunden. Die Kunststoff-Abdichtung, bei der auch Aufbordungen zu erstellen waren, war dicht zu verschweissen. Die Schweissnähte wurden von den Experten durch aufschneiden geprüft. Die grössere und schwierigere Aufgabe war die Erstellung des Bitumig-Daches. Die Teilnehmer hatten sowohl einen kompletten Dachaufbau zu machlen, als auch mit Dampfbremse, Wärmedämmung und zwei Abdichtungslagen vier Lagen zu verarbeiten. Erschwerend hinzu kam, dass zusätzlich in der Mitte des Daches noch ein Eisenpfosten einzufassen war. Weiter waren die verlangten Aufbordungen in den Ecken ebenfalls nicht leicht auszuführen. Für die Zuschauer war dabei das Arbeiten mit dem Gasbrenner ein besonderes Spektakel.
Klarer Sieger im Flachdachbau
Da die Siegerehrung der Schweizermeisterschaften gleichzeitig mit der Lehrabschluss-Diplomfeier durchgeführt wurde, konnte eine stattliche Anzahl Besucher registriert werden. Mit den Worten „es geht weiter“ eröffnete Benno Wicki, Vorstandsmitglied des SVDW die Siegerehrung. Damit wollte er besonders die Medaillengewinner motivieren, bei denen der Flachdachbau-Gewinner klar voraus war, während alle anderen punktemässig nahe beieinander lagen. Die Besten werden nun Ausscheidungen für die in Petersburg stattfindenden Weltmeisterschaften bestreiten. Die zu den Medaillen abgegebenen Gutscheine von den Sponsoren Eternit und swisspor im Wert von 100 bis 300 Franken bedeuten für die jungen Männer nicht nur finanzieller Zustupf, sondern auch Motivation, sich in der Weiterbildung zu engagieren.
Die Ranglisten
Steildach
1. Lukas Bühlmann, Kottwil LU
(Arbeitgeber: Brundach AG, Grosswangen)
2. Ernst Braunwalder, Untereggen SG (Schwager AG, Goldach)
3. Bruno Rechsteiner, Haslen AI
(Fässler Bedachungen AG, Appenzell)
4. (in alphabetischer Reihenfolge): Rolf Kropf, Sangernboden BE (Baeriswil AG, Plaffeien); Stefan Portmann, Flühli LU (Wicki Dach- und Fassadenbau, Flühli)
Andreas Wenger, Gampelen BE (Hubschmied AG, Ins)
Flachdachbauer
1. Silvan Bürge, Gähwil SG (Arbeitgeber: Schönenberger Remo AG, Kirchberg)
2. Jan Iten, Müllheim TG (Brenner AG Weinfelden)
3. Roman Meier, Rickenbach ZH (: Peter Schürch AG, Sempach
4. (in alphabetischer Reihenfolge): Emrah Cürük, Wängi TG (Jakob Tanner AG, Aadorf); Patrick Stäheli, Lanzenneunform TG (A. Kuratle AG, Hüttlingen)

Die Gewinner im Flachdachbau, von links: Roman Meier Bronze; Silvan Bürge Gold; Jan Iten Silber.
Mit der Bohrlehre geht das Schrägbohren einfacher – auch für Steildachgewinner Lukas Bühlmann.
Im Flachdachbau gehört der Gasbrenner zum alltäglichen Werkzeug, wie hier für Goldmedaillengewinner Silvan Bürge beim Anschluss an den Eisenpfosten.