Schweizermeisterschaften der Informatikberufe 2008 in Biel

Hochstehender Wettkampf um begehrte Titel

 

Siegertrio in der Disziplin Webdesign, von links: Andreas Butti, Patrick Zahnd und Fabian Vogler B. 

 

 

Während vier Tagen kämpften in Biel 65 Informatikerinnen und Informatiker um Meisterehren in den Berufen Software-Applikation, Webdesign und Netzwerktechnik.

 

Biel als Austragungsort wurde von den Organisatoren extra gewählt, um den Westschweizer Interessen entgegen zu kommen. Leider haben die Romands die Chance für eine Teilnahme nicht genutzt. Ebenso bedauerlich war die Tatsache, dass der Frauenanteil wiederum sehr gering war. Dabei eignen sich doch gerade die Informatikberufe bestens für Frauen. Es ist dennoch unverkennbar, dass das Interesse an Schweizermeisterschaften jedes Jahr zunimmt.

Um national und international bestehen zu können, braucht es die Besten. So werden zur Schweizermeisterschaft die Toppleute aus der Regional- respektive Schulmeisterschaft, die sechs Erstplatzierten der Meisterschaften 2007 sowie ausgewiesene junge Topleute aus der Informatik-Praxis eingeladen.

 

Software-Applikation

20 Kandidaten massen sich in der Software-Applikation. Ihr Auftrag umfasste ein Anmelde- und Reservationssystem für den Grossanlass in Japan mit rund 800 Teilnehmenden, 800 Experten und nochmals ähnlich vielen Begleitpersonen. Dazu musste eine Erfassungsmaske für Berufsmeisterschaften gestaltet werden, die in Scrollbars verschiedene Optionen zuliess und die Erfassungsdaten prüfte, beispielsweise das Alter der Personen. Überschritt dieses 22, musste die Anmeldung abgelehnt werden, ebenso bei einer zweiten Anmeldung aus dem gleichen Herkunftsland usw. Eine weitere Aufgabe war die Anmeldekontrolle für die Experten mit Zimmerreservation, Veranstaltungsanmeldung, Reiseangebot usw. Die grafische Aufbereitung aller Unterlagen und einer Datenbank für die Aufgaben rundeten die Arbeit ab.

 

Webdesign

Eine Frau und 24 Männer bestritten die Disziplin Webdesign. Die Aufgabe bestand darin, einen Web-Auftritt für einen Fotografen auf die Beine zu stellen. Eigene Unterlagen oder Internet waren nicht erlaubt. Unter diesen Umständen muss das Fachwissen natürlich sofort auswendig abrufbar sein. Die Aufgabe war in zwei Teile unterteilt. Einerseits das grafische Design und Layout und andererseits die Programmierung von Funktionalität mittels XHTML, PHP, Javascript und einer MySQL Datenbank.

 

Netzwerktechnik

Insgesamt 20 junge Fachleute haben in diesem Trade mitgemacht. In der Aufgabe wurde eine Domäne mit Windows Server und Linux Server aufgesetzt und konfiguriert. Der vorinstallierte Windows Client erhielt mit Hilfe einer Cicsco Firewall via VPN Zugriff auf das Netzwerk und die verschiedenen zu konfigurierenden Dienste. Dazu musste zusätzlich ein Router und ein Switch korrekt nach Vorgaben konfiguriert werden. Twisted-Pair-Kabel mussten zudem richtig verdrahtet werden. Im Windows Client waren Hardware- und Softwarefehler eingebaut, die es zu beheben galt.

Die Siegerehrung wurde von OK-Präsident Alfred Breu, Präsident der Zürcher Lehrmeistervereinigung Informatik durchgeführt. Nach einem kurzen Resümee der spannenden und auf einem hohen Niveau stehenden Meisterschaften, konnten die Erstplazierten ihre Medaillen aus der Hand von Sascha Grossenbacher, bester Europäer im Webdesign an den letzten Berufsweltmeisterschaften in Japan, entgegennehmen. Die Schweizermeister erhielten zur Goldmedaille je einen PC, die Silbermedaillengewinner je ein Weekendaufenthalt im Engadin und die Drittplatzierten Gutscheine für die Jumping-Schanzen in Mettmensstetten.

 

 

Ranglisten

 

Software-Applikation

1. Martin Dörig, Brugg (Lehrbetrieb: ProtectData AG, Boswil)

2. Michael  Fankhauser, Thun

(AEK Bank, Thun)

3. Rizia Schmid, Bern ( Bedag Informatik AG, Bern)

4. Rang (in alphabetischer Reihenfolge): Markus Allenbach, Goldiwil BE(Nexplore AG, Gwatt); Alessandro Banzer, Triesen (Swarovski AG, Triesen); Roman Gribi, Oberrohrdorf AG (INGTES AG, Aarau); Fabian Grob, Rebstein SG (Leica Geosystems AG, Heerbrugg); Matthias Hirschi, Olten (Clever Engineering AG, Zug); Simon Hostettler, Hasliberg BE (Bhend automation AG, Unterseen); Antonio Iaropoli, Aarwangen (Ammann Schweiz AG, Langenthal); Pascal Karrer, Degersheim SG (Kant. Verwaltung AI, Herisau); Yannik Koop, Oberrieden ZH(Thales Defend and Homeland Security, Zürich); Jim Mani, , Oberhofen BE (WeServe AG, Liebefeld); Peter Manser Appenzell (Kantonale Verwaltung AI, Appenzell); Pascal Meier; Villmergen AG (INGTES AG, Aarau); Fabian Tobler, Davos (Zürcher Höhenklinik, Davos); Marco Urfer, Burgistein BE (Führungsunterstützungsbasis VBS, Bern); Dominic Vincenz, Ilanz GR (Amt für Informatik, Chur); Michael von Känel, Kirchberg BE (T-Systems Schweiz AG, Zollikofen); Stefan Wenger, Belp (Führungsunterstützungsbasis VBS, Bern); Claude Widmer, Suhr (Steueramt des Kt. Aargau, Aarau)

 

Webdesign

1. Patrick Zahnd, Brugg (Lehrbetrieb: ThreeWay AG, Windisch)

2. Andreas Butti, Schlatt ZH (Wincor Nixdorf, Brüttisellen)

3. Fabian Vogler, Niederrohrdorf AG(Stadtverwaltung, Zürich)

4. Rang (in alphabetischer Reihenfolge): Philipp Altmann, Winterthur (AXA, Winterthur); Jonas Baumann, Bern (Asetronics, Ascom AG, Bern); Tamara Brazerol, Zürich (Ergon Informatik AG, Zürich); Thomas Charriere, Herrliberg ZH (Futurecom, Zürich); Luca Colaianni, Ins BE (BIT, Bern); Marcel Derrer, Pfyn TG (redIT AG, Frauenfeld); Lukas Elmer, Zürich (Zimtkorn AG, Zürich); Daniel Erne, Gippingen AG (ABB Switzerland Ltd., Baden); Philippe Gross, Alterswil BE (Ascom AG, Bern 14); Thomas Lenzin, Steffisburg (Micro Solutions AG, Thun); Pavel Malakhovski, Stans (Winet Network Solutions AG, Fislisbach); Tolga Mumcu, Zug (Beruf Zug, Zug); Stefan Oberli, Lengnau (Oberli & Lucca, Lengnau); Nicolas Oeschger, Bottmingen BL (Basler Kantonalbank, Basel); Markus Peloso, Zürich (Rotring Data AG, Dietikon); Remo Räber, Feldmeilen (IBM Schweiz AG, Zürich); Samuel Schäublin, Merenschwand AG (Beruf Zug, Zug); Pascal Stoop, Ernetschwil (Crealogix AG, Bubikon); Oliver Streuli, Kloten (Wincor Nixdorf AG, Brüttisellen); Stefan Tock, Dotzigen BE (Eidg. Finanzdepartement, Bern); Fabio Viscard, Meilen (Winet Network Solutions AG, Fislisbach); Christian Wüthrich, Löterswil BE (fugo GmbH, Bern).

 

Netzwerktechnik

1. Florian Meier, Neuhausen (Lehrbetrieb: MTF Schaffhausen AG, Schaffhausen)

2. Tobias Meier, Neuhausen

Lehrbetrieb: Letec AG, Schaffhausen

3. Boban Glisovic, Moosseedorf BE (Bedag Informatik AG, Bern)

4. Rang (in alphabetischer Reihenfolge): Haroun Ben Mahmoud, Zürich (EcoLogic AG, Zürich); Jérôme Buchmann, Männedorf ZH (IBM Schweiz AG, Zürich); Jennifer Commons, Bonstetten ZH (Swissvault AG, Zug); Louis Egli, Otelfingen ZH (Rahn & Bodmer Banquiers, Zürich); Michael Erne, Buchs (Zürcher Kantonalbank, Zürich); Christian Fässler, Hinwil ZH (BMW Schweiz AG, Dielsdorf); Fabian Hutzli, Worben BE (BIT, Bern); Tobias Lanz, Zürich (Telekurs SFMS, Zürich); Remo Mittler, Dottingen AG (Axpo Informatik AG, Baden); Mischa Nydegger, Saanen; Adrian Oberdiek, Wolfhausen (HSR, Rapperswil); Jean-Francois Portmann, Biel (LAN Computer AG, Biel); Pascal Stindt, Regensdorf (Multimedia Solutions AG, Zürich); Lukas Studer, St. Gallen (HSR Rapperswil); Kevin Vogt, Balzers FL (Ivoclair Vivadent AG, Schaan); Jonas Wagner, Oberbalm BE (Swisscom AG, Bern); Silvan Gebhard, Frauenfeld (Kaden und Partner AG, Frauenfeld).

 

Tobias Meier holte bei den Netzwerktechnikern Silber. Schweizermeister Florian Meier verpasste die Siegerehrung – er war in einem Autostau stecken geblieben… 

 

Berufsbildner Benedikt Sutter schaffte einmal mehr drei Europapaletten Material für die technische Infrastruktur der Schweizermeisterschaften heran. 

 

 

OK Präsident Alfred Breu: kompetent und souverän während des Wettbewerbs und der Siegerehrung.

 

Erfreulich, jedes Jahr sind es etwas mehr – dieses Jahr nahmen total 65 Kandidatinnen und Kandidaten teil. Maximum sind 90, also 30 pro Beruf. 

 

 

Sascha Grossenbacher, bester Europäer im Webdesign an den letzten WorldSkills in Japan, gab seine Eindrücke von den Weltmeisterschaften im fernen Land. 

15 Jung-Fleischfachleute kämpften um den Titel des Schweizermeisters

Entscheidung fiel erst im Fotofinish

 

Sie haben sich nach hartem Kampf durchgesetzt (v.l.): Silber für Jens Heiland, Gold für Peter Bleicher (18) und Bronze für Rebecca Meier (19). 

 

 

15 junge Fleisch-Fachleute lieferten sich in Spiez an den Schweizermeisterschaften einen spannenden Wettkampf, der mit einem Fotofinish endete. Glücklicher Sieger wurde schliesslich der erst 18-jährige Zürcher Peter Bleicher.

 

Die unter dem Patronat des Schweizerischen Fleisch-Fachverbandes stehenden Schweizermeisterschaften im bestens eingerichteten Ausbildungszentrum für Fleischwirtschaft (ABZ) in Spiez durchgeführt. Eingeladen dazu wurden insgesamt 25 junge Fachleute mit einem Notendurchschnitt von mindestens 5,4. Drei Jungmetzgerinnen und zwölf Jungmetzger hatten den Mut, sich den hohen Anforderungen des Wettkampfes zu stellen. Besonders erfreulich: Zwei Teilnehmer kaman aus der Romandie.

 

Fünf Disziplinen

Was sich früher einfach und handfest Metzger nannte, heisst seit diesem Jahr offiziell Fleischfachmann oder Fleischfachfrau. Die Berufsbilder in der Fleischwirtschaft wurden in den letzten Jahren stark modernisiert und den Gegebenheiten der Zeit angepasst. Dementsprechend ist die alljährlich durchgeführte Schweizer Meisterschaft nicht mehr ein Leistungswettbewerb der JungmetzgerInnen, sondern eben der jungen Fleischfachleute. Der Wettbewerb dauerte zwei Tage. Dabei hatten die Teilnehmenden ihr Können in den folgenden fünf Disziplinen unter Beweis zu stellen:

  • Herrichten und präsentieren einer festlichen Grillplatte
  • Ausbeinen und Feindressur eines Schweinskarre und einer Kalbsschulter für den Detailverkauf
  • Feinzerlegung und wirtschaftliche Feindressur eines Rindsvorschlags für den Detailverkauf
  • Herrichten von drei Tagesplatten mit küchen- und/oder pfannenfertigen Artikeln für das attraktive Verkaufsbuffet
  • Herrichten einer gemischten Aufschnittplatte für den speziellen Apéro

 

Knappe Entscheidung

Bewertet wurden die Arbeiten von drei Juroren aus dem Kreis der Fachlehrer des Ausbildungszentrums der Fleischwirtschaft (ABZ). Das von den Teilnehmenden zu absolvierende Programm orientierte sich eng an den Anforderungen des Internationalen Leistungswettbewerbs (ILW). Die Organisatoren waren mit dem Niveau der Wettkämpfe sehr zufrieden. Insbesondere gefiel das Anrichten von Platten; in diesem Bereich konnte gegenüber früheren Meisterschaften die grössten Fortschritte gemacht werden.

Für den Bereich Fleischverarbeitung standen den Teilnehmenden 75 Minuten und für die Sparte Fleischveredelung vier Stunden zur Verfügung. Was da in der sekundengenau einzuhaltenden Zeit mit verschiedensten Fleischstücken sowie Gemüse- und Früchtezutaten kreiert wurde, liess allen das Wasser im Munde zusammenlaufen. Wenn es beim Metzger immer so ausschaut, denn es gilt ja nicht nur „das Auge isst mit“, sondern auch „das Auge kauft mit“, muss er hinsichtlich Umsatz keine Bange haben. Viele der abgegebenen Arbeiten waren fast gleichwertig. Die ersten beiden lagen bei einem möglichen Maximum von 300 Punkten nur gerade mal 3 Punkte auseinander.

Das Rennen der Schweizer Meisterschaft 2008 für sich entschieden haben zwei junge Fleischfachmänner aus den Kantonen Zürich und Graubünden sowie eine Fleischfachfrau aus dem Kanton Aargau. Schweizer Meister 2008 wurde der aus Mönchaltorf (ZH) stammende Peter Bleicher (18). Silber ging an Jens Heiland (19) aus Valendas (GR) und Bronze gewann die Aargauerin Rebecca Meier aus Seon. Bleicher und Heiland sind gleichzeitig für die Teilnahme an der 2009 stattfindenden Europameisterschaft der jungen Fleischfachleute qualifiziert.

 

 

Rangliste

 

1. Peter Bleicher, Mönchaltorf ZH (Lehrbetrieb: Metzgerei Marcel Rinderli, Zug)

2. Jens Heiland, Valendas GR (Stadt-Metzg, Ilanz)

3. Rebecca Meier, Seon AG (Traitafina AG, Lenzburg)

4. Rang (in alphabetischer Reihenfolge): Sandro Angerer, Davos (Metzgerei Stiffler, Davos Platz); Patrick Birbaum, Allschwil (Bell AG, Basel); Florian Bischofberger, Blauen BL (Jenzer Fleisch und Feinkost AG, Arlesheim); Ramon Cadusch, Gossau (Ochsen-Metzg AG, Gossau); Reto Distel, Läufelfingen BL (Hirschen Metzg AG, Dietgen); Lukas Durrer, Kerns OW (Stutzer+Flüehler, Kerns); Marc Eggenschwiler, Röschenz BL (Fleisch und Feinkost Mathis, Röschenz); Sylvain Favre, Bavois VD (Bell SA, Cheseaux-sur-Lausanne); Stefan Gfeller, Schangnau BE (Metzgerei Bieri, Schangnau); Priska Huser, Ennetbürgen NW (Stutzer&Flüeler Metzgerei, Stans); Ludovic Richiedei, Euseigne VS (Migros Valais, Martigny); Corina Stüssi, Riedern GL; Annemarie von Reding, Kaisten AG: Robert Walser, Wittenbach SG (Metzgerei Forster GmbH, Anegg); Michael Willi, Oberuzwil SG (W. Willi Metzgerei, Oberuzwil); Fabienne Zbinden, Tentlingen FR (Metzgerei Lehmann AG, Ueberstorf).

 

Das gibt Hoffnung für die Zukunft: 15 aufgestellte junge Berufsleute wollten die Grenze ihres Könnens in einem Wettkampf erfahren. 

 

Das Anrichten von kalten Platten entscheidet über Sieg oder Niederlage. 

 

Die Fachjury war mit dem Niveau der Wettkämpfe sehr zufrieden.

Floristik-Schweizermeisterschaften 2008 in Hägendorn waren ein voller Erfolg

Kreative Blumenkunst auf Spitzenniveau

 
Ein strahlendes Siegertrio (v.l.) : Daniela Stalder Bronzemedaille, Christine Stalder neue Schweizermeisterin und somit Gewinnerin der Goldmedaille und Lisa Pellanda Silbermedaille.

18 Jungfloristinnen und ein Jungflorist, die ihre Lehrabschlussprüfung 2007 absolviert haben, nahmen in Hägedorn die besondere Herausforderung der Schweizermeisterschaften an. Im Beisein einer stattlichen Anzahl von Besuchern hatten sie Gelegenheit, ihr grosses Können zu demonstrieren.

Das Wettkampfprogramm war wie immer bei den Kräftemessen in der Blumen-Branche gedrängt: Zu bewältigen waren insgesamt sechs verschiedene Aufgaben, davon vier in der Vorqualifikation und zwei im Final. Im ersten Teil, dessen Bewertung für die Finalqualifikation massgebend war, umfassten die vorgegebenen Themen „Strauss mit passender Vase“, „Gefässfüllung“, „Tischdekoration für zwei Personen“ und „Brautschmuck“. Bei diesen anspruchsvollen Aufgaben waren innerhalb von vier Stunden verschiedene Kompositionen zur erarbeiten und in einen selbst kreierten Stand zu integrieren. Die Standgestaltungen auf einer kreisförmigen Grundfläche von 300 Zentimeter Durchmesser konnten zu Hause vorgeplant werden. Für den Aufbau beim Wettbewerb (etwa. Beleuchtungseinrichtungen, oder Sockel- und Ständerbau.) durften die Teilnehmenden die Mithilfe von bis zu drei HIlfskräften in Anspruch nehmen.
Die Standgestaltungen wurden separat bewertet und zählten nicht zur Schweizermeisterschaft.

Auf der Bühne im Rampenlicht
Die zehn Besten aus der Vorqualifikation schafften den Weg in den Final, in dem sie mit so genannten Überraschungsaufgaben konfrontiert wurden. In erhöhter Position, damit alle Besucher einen guten Blick auf die Kandidaten und ihre werdenden Werke hatten, waren innerhalb von je 45 Minuten mit den Themen „Blume im Zentrum““ und „Blumen, immer wieder Blumen“ absolut selbstständig zwei anforderungsreiche Aufgaben zu lösen. Dem Kommando von Wettbewerbsleiter Peter Fleischli genau folgend, ging es engagiert an die Arbeiten. Schon bald zeigte sich, dass den jungen Fachleuten die Ideen, insbesondere bei der freien Gestaltung, nicht ausgegangen sind. Was da auf den Arbeitstischen unter flinken Händen entstand, konnte sich durchwegs sehen lassen.

Siegerehrung zur Spunkstunde
Für die Bewertung der umfangreichen Arbeiten – es waren die Arrangements in 18 Standaufbauten und dazu nochmals 20 Finalausführungen zu begutachten – standen 12 Expertinnen und Experten en aus der ganzen Schweiz im Einsatz. Für die Bewertung, die nach internationalen Richtlinien erfolgte, waren bei der Kreativität die gestalterische und farbliche Umsetzung und bei der Technik deren Wahl und Umsetzung massgebend. Die Punkte aus der Vorqualifikation konnten wertend in den Final mitgenommen werden. Es war fast schon Mitternacht, als Peter Fleischli mit dem Dank an alle Mitwirkenden und an die Sponsoren die Siegerehrung eröffnen konnte. Um so schöner war dann die überschwängliche Freude der drei Ersten, die zu den Medaillen mit grossen Blumensträussen geehrt wurden und zusätzlich noch ansehnliche Barpreise erhielten.


Rangliste

1. Christine Stalder, Krattingen BE (Lehrgeschäft: H. Gosteli AG; Arbeitgeber: Palace Gstaad)
2. Lisa Pellanda, Losone TI (Fior da Lisa, Rubiella)
3. Daniela Stalder, Sumiswald BE (Jakob, Zuchwil; Meyer, Gümligen)
4. Rang (in alphabetischer Reihenfolge): Martina Anliker, Grosswangen LU (Lehrbetrieb: Portmann, Schötz; Arbeitgeber: Blumengalerie Steiner, Entlebuch); Sandra Baumann Wittwil (Donat AG, Wohlen; Rufer, Unterentfelden); Manuela Bösch, Will SG (Rosa Brann, Wil; Floristicum Eggersriet); Jenny Burkart, Villmergen AG (Bahnhof Fahrwangen); Julia Jäggi, Härkingen SO (Flor-Line; K. Stärn, Baur au Lac); Jasmin Mäder, Kappel SO (Fleischli, Wangen), Melanie Mattmann, Grosswangen LU (Pflugshaupt AG); Mirjam Meister, Ursenbach BE (Sommer, Madiswil; Linder, Laupen); Patrick Müller, Basel (Joos, Chur; Weber Orchideen, Basel); Jolanda Nick, Wehrtenstein LU (Blumenhaus Daniela, Luzern; Muggli, Meggen); Stefanie Reber, Burgdorf (Grieb, Düdingen); Sarah Rhiner, Widnau SG (Blueme Judith, Altstätten); Christine Sägesser, Langenthal (Graf, Herzogenbuchsee; Schenk, Langenthal); Andrea Ulmann, Jonschwil SG (Gebr. Fleischlin, Uznach; Bürgin Blumen); Nina Zoja, Hendschiken AG (Chalet Flora, Aarau; E. Huber, Wohlen).


Goldgewinnerin Christine Stalder mit ihrer eigenwilligen Kreation zum Thema „Blumen, immer wieder Blumen“.


Silbermedaillengewinnerin Lisa Pellanda in höchster Konzentration.


Ein romantischer Bogen war die Grundlage von Bronzegewinnerin Daniela Stalder bei der Kreation der Überraschungsarbeit „Blumen, immer wieder Blumen“.


Patrick Müller, der einzige männlicher Teilnehmer, hier beim Thema „Blume im Zentrum“, brach mit seiner Finalqualifikation in die Frauendomäne ein.


Ob Lisa Pellanda für sich wohl auch einen ähnlichen Brautschmuck kreieren würde?


Der Stand von Goldgewinnerin Christine Stalder mit den Themen: „Brautschmuck“ (auf der Büste im Hintergrund ), „Strauss mit passender Vase“ (hinten rechts) und „Tischdekoration für zwei Personen“(links).


Das Thema „Tischdekoration für zwei Personen“ hat Kandidatin Jasmin Mäder, ebenfalls Finalistin, gekonnt exotisch gelöst.


Die 10 jungen Fachleute auf der Bühne im finalen Rampenlicht.


Den Preis für die beste Stangestaltung erhielt Martina Anliker. Sie schaffte es ebenfalls in den Final.

Schweizermeisterschaften der Kältetechnik-Brache 2008

20 junge Berufsleute kämpften im bündnerischen Landquart engagiert um Meistertitel der Kältetechnik-Branche. Die vom Schweizerischen Verein für Kältetechnik (SVK) lancierten und von der Firma Atel Gebäudetechnik perfekt organisierten Wettbewerbe verlangten viel Wissen und handwerkliches Geschick.

Die 18 Kältemonteure – darunter eine Frau – hatten zwei happige Aufgaben zu lösen, wobei sich die erste Aufgabe wesentlich anspruchsvoller und umfangreicher ausnahm:
·      Erstellen einer Kombination zwischen Löt- und Biegeübung, in den Kupferrohr Dimensionen 1/2“ und 7/8“. Die Bewertung, die zwar nicht mit der Lupe, jedoch streng mit Winkel und Massstab vorgenommen wurde, umfasste die Schwerpunkte Masshaltigkeit, Bördel, Löten, Biegen, Dichtheit, Metallresten, Plangenauigkeit, Arbeitsmethotik und Unfallverhütung.
·      An einer portablen Kälteanlage ein Magnetventil fachgerecht ersetzen. In die Bewertung dabei kamen Störungsbehebung, Arbeitsmethotik, Umgang mit Kältemittel und Unfallverhütung.


Bei den Kältemonteuren wanderte der Titel in die Südschweiz (v.l.): Hansruedi Aeberhard, Andrea Schillaci und Jerome Metthez. 

Kühlzelle komplett berechnet
Die drei Haustechnikplaner und ihre Kollegin, deren Arbeitsfeld vorwiegend der Computer ist, hatten sich mit der Komplexität einer Kühlzelle zu befassen. Dabei waren die folgenden fünf Aufgaben zu lösen: Berechnung der Kühllast; Kälteschema mit Legende; Auslegung Verdampfer, Kompressor und luftgekühlter Kondensator; Dimensionierung Kältemittelleitungen; Dispositionsplan Kühlzelle mit allen Angaben für Kältemonteur, Elektriker, Sanitär und Maurer, inkl. Disposition der Kältemaschine; Elektroschema und Anlagebeschrieb. Zur Ausführung durften der eigene Laptop sowie Tabellen und weitere Hilfsmittel eingesetzt werden.


Bei den Haustechnikplanern gab es ein Siegerbild mit Dame (v.l.): Xenja Seraina Kofmehl, Dominik Bloch und Tobias Meier.

Lob für alle
Für die Arbeiten in beiden Disziplinen standen insgesamt fünf Stunden Zeit zur Verfügung, die bei den Monteuren nach eigenem Ermessen eingesetzt werden konnte. Die Chefexperten im handwerklichen Bereich Daniel Baumann und Remo Kälin in der Planung führten die engagierte Truppe umsichtig durch den entscheidenden Tag, wodurch sich die Teilnehmenden gezielt und ruhig ihren kniffligen Aufgaben widmen konnten.
Eine Medaille zu gewinnen ist eine schöne Sache, jedoch nicht alles. Mit den Schweizermeisterschaften möchte der SVK vor allem junge Leute für die Berufe in der Kältebranche begeistern und diese zusätzlich einem breiteren Publikum nahe bringen. Mit 17 Kandidaten aus zur Zeit 55 Lehrlingen im vierten Lehrjahr liegt der Kälteberuf in Sachen Teilnahme an der Spitze. Dies bestätigt einerseits die Motivation der jungen Berufsleute und gibt andererseits Signalwirkung für die Zukunft.
Zum Meistertitel schaffte es bei den Kältemonteuren Andrea Schillaci aus dem Tessin und bei den Haustechnikplanern der Solothurner Dominik Bloch. Sie durften die Goldmedaille aus den Händen von SVK-Präsident Marc Stampfler entgegennehmen.
 

Ranglisten

Haustechnikplaner
1. Dominik Bloch, Messen SO (Lehrbetrieb: Schaller Uto AG, Bern)
2. Xenia Seraina Kofmehl, Riedt-Neerach ZH (Baumgartner Kühlanlagen AG, Uster)
3. Tobias Meier, Wildberg ZH (Scheco AG, Winterthur)

Kältemonteure
1. Andrea Schillaci, Taverne TI (Lehrbetrieb: frigo contact sa, Morbio Superiore)
2. Hansruedi Aeberhard, Kirchlindach BE, (Kältetechnik AG, Zollikofen BE)
3. Jerôme Metthez, Ittigen BE (Schaller Uto AG, Bern
4. Rang (in alphabetischer Reihenfolge): André Anliker, Toffen BE (Walter Wettstein AG, Gümligen); Sandro Bettini, Sent GR (Atel Gebäudetechnik AG, Landquart); Tobias Bieri, Wohlen BE (Goetz AG, Schönbühl); Michel Cordey, Moosseedorf BE (Goetz AG, Schönbühl); Melanie Hostettler, Rosshäusern BE (Schönenberger Kühlanlagen AG, 3186 Düdingen); Mijat Janjic, Buchs SG (Kibernetik AG, Buchs); Fabian Jud, Bonaduz GR; Guido Keller, Ringoldswil BE (F. Zaugg AG, Thun); Alain Klinger, Kloten (Scheco AG, Winterthur); Merlin Kofmehl, Riedt-Neerach ZH (Carrier ECR Schweiz AG, Aesch BL); Michael Kühni, Wynigen BE (Goetz AG, Schönbühl); Fabio Lehmann, Worb BE (KWT AG, Belp); Valentin Mathis, Ebikon LU (Bucher AG, Littau); Thomas Regli, Wermatswil ZH (Baumgartner Kühlanlagen AG, Uster).


Goldgewinner Andrea Schillaci bei der Anfertigung der in Aufgabe 1 der Kältemonteure geforderten Kupferkombination.


Der Gewinn der Goldmedaille beweist, dass Dominik Bloch die Planung der Kühlzelle im Griff hatte.


Kandidat Fabian Jud bei der Aufgabe „Magnetventil fachgerecht ersetzen“.

Schweizermeisterschaft der Bodenleger

Eine vollauf gelungene Premiere

 

 

 

Mit der erstmaligen Durchführung einer Schweizmeisterschaft für Bodenleger Fachrichtung Textil und Elastisch hat der Verband BodenSchweiz (VBS) jungen Berufsleuten die Möglichkeiten, ihr Können unter besonderen Bedingungen unter Beweis zu stellen.

 

Gestützt auf die Erfahrung aus Lehrabschlussprüfungen und Chefbodenlegerprüfungen haben die Experten ein anforderungsreiches Programm zusammengestellt. Innert 14 Stunden waren von 14 aus überbetrieblichen Kursen qualifizierten Kandidatinnen und Kandidaten Materialien wie Pavafloor, PVC, Linoleum, Kugelgarn und Teppich nach Plan auf einer Fläche von 5,5 Quadratmetern sowie auf einem kleinen Podest zu verlegen. Obwohl der unter der Führung des Verbandes BodenSchweiz stehende Wettbewerb im eigenen Verlegezentrum in Oberentfelden durchgeführt wurde, war für baustellengerechte Verhältnisse gesorgt. So mussten die Teilnehmenden Werkzeuge, Maschinen sowie Hilfsmittel selbst mitbringen. Ebenso war die persönliche Schutzausrüstung gefordert, deren Anwendung dann auch in die Bewertung einfloss.

Unter der Anwesenheit einer stattlichen Anzahl Besucher und den prüfenden Augen der Experten wurde weitgehend ruhig und überlegt gearbeitet. Fast alle Teilnehmenden konnten die Arbeiten rechtzeitig abschliessen. Erster Schweizermeister der Bodenleger und damit Gewinner der Goldmedaille wurde dank einer bestechenden Leistung Roger Stampfli aus Etziken.

 

 

Rangliste

 

1. Roger Stampfli, Etziken SO  (Lehrbetrieb: Marti Inneneinrichtungen AG, Oberönz)

2. Michel Schönbächler Einsiedeln (Cefola GmbH, Einsiedeln)

3. Tobias Steiger, Wildegg AG (Teppich Gehrig Bodenbeläge Parkett, Seon)

4. Rang (in alphabetischer Reihenfolge): Phillip Beusch, Balzers FL (Bodenbeläge Markus Teuber, Eschen); Igor Dukaric, Eschenbach SG (Benno Rast AG, Inwil); Irene Gabriel, Gersau SZ (von Euw GmbH Teppich-Center, Brunnen); Ralph Geisser, Nesslau SG (Carigiet Bodenbeläge, Oberhelfenschwil); Dominic Hörler, Appenzell (W. Inauen Teppiche-Bodenbeläge, Brülisau); Sabrina Kellenberger, Frenkendorf BL (Gebr. Schibli Bodenbeläge, Frenkendorf);

Sandro Lupini, Weinfelden (Teppich Quelle AG, Märstetten); Lukas Mader, Thundorf TG (Wibutex AG, Aadorf); Nicole Meisser, Bischofszell (Eisenegger Wohnbedarf & Teppiche AG, Bischofszell); Adrian Schiffmann, Amsoldingen BE (Schöni & Sprunger AG, Liebefeld); Michael Schneider, Matten (Luchs AG, Hofstetten/Brienz)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Schweizermeisterschaft der Steinmetze 2008

Reale Kunst am Stein

 


Steinmetz-Siegertrio (von links): Manuel Caduff , Tobias Kupferschmidt und Christian Bärlocher.

Anspruchsvolles Kräftemessen: Vier Steinmetze machten sich an drei Tagen an die Arbeit, um einem Sandsteinbrocken die geforderte Form zu geben. Der Sieg ging an den Appenzeller Tobias Kupferschmidt.

Die Schweizer Naturstein Produzenten (SNP) nahmen die Gelegenheit wahr, ihre Berufsmeisterschaft an der Ostschweizer Bildungs-Ausstellung (OBA) in St. Gallen durchzuführen und sich damit vor einem grösseren Publikum zu präsentieren. Mit 117 gezeigten Berufen und über 1 200 präsentierten Angeboten, sowie 22 600 Besuchern, davon knapp 14 000 Jugendlichen, stellte die OBA hierfür die ideale Plattform.

 
Pressluft-Meisseln im Fokus
Steinmetze verarbeiten sowohl Natur- wie auch Kunststein. Dabei müssen sie wesentlich genauer arbeiten als zum Beispiel Bildhauer, zudem aber ein fast ebenso gutes Vorstellungsvermögen besitzen. Die vier Kandidaten hatten zwei Aufgaben zu bewältigen. Als erstes war nach vorgegebenem Plan innert zwei Stunden eine Schablone aus Zinkblech anzufertigen. Dabei mussten die Wettkämpfer äusserst genau arbeiten, da auch die kleinsten Abweichungen gegenüber der Zeichnung nicht in die Wertung kamen.
Die zweite, wesentlich grössere Aufgabe bestand darin, dem Sandsteinstück, welches in der vorgegebenen Skizze eine Art Ornament darstellte und ebenfalls nach Plan zu bearbeiten war, innert 17 Stunden die geforderte Form zu geben. Auch hierbei war von den Teilnehmern exaktes Arbeiten gefordert, da nach den vorgegebenen, internationalen Bestimmungen bewertet wurde.
Unter der Wachsamkeit der Experten Jean-Luc Braun und Fred Burri und dem hohen Wettbewerbsdruck sowie der vermehrten Besucher durch die OBA arbeitete das Quartett nicht nur ruhig und gekonnt, sondern bot den Zuschauern mit dem pneumatischen Meisseln auch ein besonderes Spektakel.

 
Intime Siegerehrung
Trotz OBA fanden sich leider nur wenige Interessenten zur Siegerehrung ein. Chefexperte Hans-Jakob Bärlocher dankte dabei den Teilnehmenden und den Experten für ihr Engagement und skizzierte die Aufgaben nochmals kurz auf. Dabei erwähnte er, dass für die Bewertung nicht weniger als 126 Messpunkte zu berücksichtigen waren – was auch für die Experten Schwerstarbeit erforderte. Da nur vier Kandidaten an den Meisterschaften teilnahmen, bekamen fast alle eine Medaille. Die goldene gab es jedoch nur einen, nämlich Tobias Kupferschmidt aus Schwellbrunn, der dank vorab dank seiner Massgenauigkeit verdienter Schweizermeister wurde.

 
Rangliste
1. Tobias Kupferschmidt, Schwellbrunn AR (Arbeitgeber: Gebr. Müller AG, Neuhaus
2. Manuel Caduff, Uznach SG (Gebr. Müller AG, Neuhaus)
3. Christian Bärlocher, Staad SG (J. & A. Kuster Steinbrüche AG, Freienbach)
4. Moritz Wehrli, Schneisingen AG (Emil Fischer AG, 5605 Dottikon)


Schwerarbeit für die beiden Experten Jean-Luc Braun (links) und Fred Burri. Sie hatten für die Bewertung nicht weniger als 126 Messpunkte zu berücksichtigen.

Erfolgreiche Eidgenossen an den EuroSkills 2008 in Rotterdam

Drei Medaillen für drei Teilnehmende
 


In der freien Technik unschlagbar: Silber für Malerin Karin Hänni.

Einmal Silber und zweimal Bronze, dies ist die ausgezeichnete Bilanz der Schweizer Teilnahme an den ersten europäischen Berufsmeisterschaften EuroSkills 2008 in Rotterdam. Damit haben alle Eidgenossen einen Podestplatz erringen können.


Während drei Tagen sind in Rotterdam mehr als 400 Jugendliche aus 30 europäischen Ländern“ gegeneinander angetreten. Vor Fachexperten und grossem Publikum stellten die jungen Berufsleute ihre Fähigkeiten in einem der 49 verschiedenen handwerklichen, industriellen und Dienstleistungs-Berufe unter Beweis.


„Tolle Erfahrung“
Nach Abschluss der Wettbewerbe herrscht im Bernbiet und im Jura Freude: Silber gab es für die Malerin Karin Hänni aus Rümligen, Bronze ging an das Hufschmiedeteam Michael Bühlmann aus Niederhünigen, und Thierry Froidevaux aus Les Emibois. Hänni, Gewinnerin der letztjährigen Euro Painting Skills und Schweizermeisterin 2006, freute sich über ihren zweiten Rang: „Ich bin erleichtert, dass es endlich geschafft ist. Die drei Tage waren ganz schön anstrengend, haben sich aber wirklich gelohnt. Es war eine tolle Erfahrung!“ Die 24-jährige Bernerin musste sich in der Gesamtwertung nur ihrem deutschen Berufskollegen geschlagen geben. In der Kategorie „freie Technik“ konnte es aber niemand mit Karin Hänni aufnehmen. In den 18 vorgegebenen Stunden erstellte sie ein wahres Kunstwerk, das von Fachleuten in den höchsten Tönen gelobt wurde.
Die Hufschmiede erkämpften sich im Teamwettkampf den dritten Rang. „Die Bronzemedaille bedeutet mir sehr viel! Sie wird in meiner Sammlung ganz sicher einen Ehrenplatz finden", strahlte Michael Bühlmann, diesjähriger Schweizermeister Hufschmiede 2008. Der 22-Jährige ist übrigens ein wahrer Routinier, hat er doch bereits an 18 internationalen Hufschmiedewettkämpfen teilgenommen. Auch sein gleichaltriger Teamkollege Thierry Froidevaux, Zweitplatzierter an den Schweizermeisterschaften der Hufschmiede 2008 war überglücklich: „Meine Freundin ist sehr stolz auf meine Leistung, das stellt mich mega auf.“


Künftig mehr Eidgenossen?
Dass die Schweiz nur in zwei Wettbewerben vertreten war, hängt in erster Linie damit zusammen, dass sich unsere Berufsverbände primär auf die alle zwei Jahre stattfinden Berufsweltmeisterschaften (WorldSkills) sowie auf die von internationalen Branchenverbänden organisierten Europameisterschaften konzentrieren. „Damit sind schon viele unserer Verbände an der Limite, denn die Teilnahme an internationalen Wettbewerben kostet viel Zeit und Geld“, begründet Christine Davatz, offizielle Delegierte der nationalen Organisation SwissSkills das spärliche Schweizer Mitmachen. Zudem sei das Niveau der prestigereichen  WorldSkills wesentlich höher. „Die Weltmeisterschaft sind eben eine echte Herausforderung.“ Davatz rechnet jedoch damit, dass EuroSkills für einige Berufe attraktiver werden könnte, die bisher keine internationalen Wettbewerbe kannten: „So könnten auch beispielsweise Schweizer Strassenbauer, Pflegefachleute, Lastwagenfahrer oder Schumacher um Medaillen kämpfen.“


Sie wurden den hohen Erwartungen gerecht: Hufschmiede Michael Bühlmann (links) und Thierry Froidevaux.

Sehr gute Leistungen an den SwissSkills im Metallbau in Thun

Gute Vorbereitung auf Calgary


Der Rapper Bligg gratuliert als SMU-Botschafter Dominik von Flüe zum Sieg.

Der aus Sarnen/OW stammende Dominik von Flüe gewann die im Rahmen der Oberländischen Herbstausstellung in Thun durchgeführten Schweizer Meisterschaften (SwissSkills) im Metallbau. Er vertritt die Schweiz im nächsten Jahr an der WM (WorldSkills) in Kanada.

Alle zwei Jahre finden die Schweizer Berufsmeisterschaften im Metallbau (SwissSkills) statt. Der Sieger löst automatisch ein Ticket für die jeweils ein Jahr später stattfindenden Weltmeisterschaften (WorldSkills). Zudem wird ihm zwei Jahre lang gratis das SwissSkills-Mini-Auto zur Verfügung gestellt.

Roger Müller, Chef-Experte der SwissSkills, zeigt sich zufrieden mit dem Engagement und der Qualität der Leistungen, die von den 15 Teilnehmern an den Schweizer Meisterschaften in Thun erbracht wurden. Zusammen mit fünf Experten hat Müller die SwissSkills überwacht und schliesslich die Bewertungen vorgenommen.

Höchstleistungen unter Zeitdruck
Die 15 Kandidaten hatten die Aufgabe, innerhalb von 23 Stunden verteilt auf drei Tage ein Fernsehmöbel herzustellen. „Wir haben ihnen das Material und einen Konstruktionsplan zur Verfügung gestellt“, erklärt der beruflich als Projektleiter im Metallbau tätige Müller, der früher auch an den SwissSkills teilnahm und sogar Schweizer Meister geworden ist. Aus den Materialien Stahl, Aluminium und Chromnickelstahl galt es ein Fernsehmöbel anzufertigen. „Dies ist nur eine kleine Auswahl der Materialien, die ein Metallbauer bei der Arbeit sonst verwendet. Aber an den SwissSkills kann man unmöglich das ganze Gebiet des Berufes abdecken.“
Müller spricht von einer schwierigeren Aufgabenstellung als an den Lehrabschlussprüfungen. „Die Kandidaten standen zeitlich unter grossem Druck. Sie mussten sich von Anfang an gut überlegen, wie sie vorgehen wollten. Die einen behielten die Ruhe, andere waren schon ein wenig nervös.“ Der Vize-Weltmeister-Titel von Michael Schafflützel hat sich laut Müller positiv auf die SwissSkills ausgewirkt. „Das Interesse an einer Teilnahme bei den diesjährigen SwissSkills war gross.“
Das Experten-Team hat die Leistungen objektiv und subjektiv unter die Lupe genommen. Bewertet wurde im Prinzip nach gleichen Kriterien wie an einer Weltmeisterschaft. 75 Prozent wurde objektiv gewertet (sind die Masse eingehalten worden?). 25 Prozent der Beurteilung der Leistungen erfolgte schliesslich subjektiv. Diesbezüglich wurde unter anderem beurteilt, wie schön etwas geschweisst oder gebohrt worden ist.

Gezielte Vorbereitung für die WM in Calgary
Müller wird Schweizer Meister Dominik von Flüe auf die Weltmeisterschaft (WorldSkills) im nächsten Jahr im kanadischen Calgary vorbereiten. „Während sechs Wochen wird der Schweizer Meister in einem Trainingscamp gezielt auf die WM vorbereitet“, erklärt Müller. Der Chef-Experte rechnet in Kanada wiederum mit einer starken Konkurrenz aus Asien. „Schliesslich bereiten sich die Asiaten ein Jahr voll und ganz auf die WM vor.“ Gemäss Müller sei das Interesse von Firmen an den SwissSkills sehr gross. „Es werden immer wieder junge Berufsleute angeworben.“

Schnuppern am „Tag der offenen Metallbau-Werkstatt“
Am letzten Tag der SwissSkills hatten Messebesucher die Möglichkeit, am „Tag der offenen Metallbau-Werkstatt“ beim SMU-Stand selber Werkstücke anzufertigen und Einblick in die faszinierende Welt des Metallbaus zu erhalten. Jugendliche, die sich für einen der spannenden Metallbau-Berufe mit guten Zukunftsperspektiven interessierten, erhielten zudem Informationen aus erster Hand. Und vielleicht wird der eine oder andere junge Messebesucher bald auch Kandidat an den SwissSkills sein und von der Teilnahme an den Weltmeisterschaften träumen können.


Auf den Spuren von Michael Schafflützel
Auch wenn nur einer von 15 Kandidaten siegen konnte: Die eingereichten Arbeiten zeigen alle, dass das Niveau der Metallbauer-Ausbildung und der Berufskenntnisse in der Schweiz im internationalen Vergleich sehr hoch ist. Die bisherigen regelmässigen Medaillenerfolge der Schweizer Metallbauer an den Berufsweltmeisterschaften belegen dies im Übrigen in eindrücklicher Weise. So hat Michael Schafflützel aus dem Toggenburg letztes Jahr in Japan den Titel „Vizeweltmeister“ errungen.
Der neue Schweizer Meister im Metallbau hat seine Lehre bei der Firma Metallbau Rohrer AG in Alpnach Dorf absolviert und arbeitet immer noch dort. „Ich bin sehr glücklich über meinen Schweizer-Meister-Titel“, erklärt Dominik von Flüe, der sich im Vorfeld der SwissSkills auch viel vorgenommen hatte. „Ich ging nach Thun, um einen Spitzenplatz zu erzielen.“ Obwohl der Zeitdruck gross gewesen sei, machten die Wettkampftage Spass. „Es gefiel mir, meine Leistungen vor Publikum zu zeigen.“

Der Obwaldner hat auf seinen Schweizer-Meister-Titel viele positive Reaktionen bekommen und der Sieg bedeutet ihm viel. „Nun freue ich mich auf die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr.“ Dort will von Flüe ganz vorne mitmischen. „Ich würde gerne einen ähnlichen Erfolg wie Michael Schafflützel feiern, der Vize-Weltmeister geworden ist.“ Der Erfolg an den SwissSkills sei eine grosse Motivationsspritze für die Zukunft. „Ich kann mir gut vorstellen, in eine Weiterbildung zu investieren. Werkstattleiter würde mich schon interessieren“, erklärt von Flüe.


Top-Leistungen trotz gestiegener Ansprüche
Emil Weiss, Zentralpräsident der Schweizerischen Metall-Union (SMU), ist begeistert von der Leistung der Nachwuchshoffnungen an den SwissSkills: „Trotz der gestiegenen Ansprüchen und dem enormen Zeitdruck wurden die Erwartungen an den Schweizer Meisterschaften mehrheitlich erfüllt.“ Der Zentralpräsident ist zuversichtlich, dass die Schweiz mit dem jungen Metallbauer Dominik von Flüe im nächsten Jahr an den WorldSkills in Calgary gut vertreten sein wird. Der SMU-Zentralpräsident hält es für möglich, dass von Flüe in die Fussstapfen von Michael Schafflützel treten kann. „Wir haben in der Vergangenheit immer wieder unter Beweis gestellt, dass wir international ganz vorne mithalten können. Die Chancen stehen gut, dass dies auch bei den nächsten Weltmeisterschaften der Fall sein wird.“


Erfolge spiegeln die Qualität der Ausbildung
Internationale Erfolge wie jener von Michael Schafflützel sind umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass ein Schweizer Meister nur während sechs Wochen auf eine WM gezielt vorbereitet wird. „In Asien werden junge Berufsleute zum Teil ein Jahr freigestellt, und der Fokus ist nur auf den Wettkampf gerichtet“, erklärt Weiss. In der Schweiz sei dies nicht möglich, schliesslich sei der WM-Kandidat in einem Betrieb angestellt. „Dass wir trotzdem international mithalten können, spricht für die Qualität der Ausbildung in der Metallbau-Branche.“
Weiss hofft, dass die Leistungen der Berufsmeisterschaften vermehrt auch in der Gesellschaft honoriert werden. „Es wäre schön, wenn die Medien auch jene Seite der Jugend aufzeigen würden, die bereit ist, mit viel Fleiss und Motivation tolle Leistungen zu erbringen.“


Bligg rappte an SwissSkills für SMU
Der bekannte Schweizer Rapper Bligg hat in Zusammenarbeit mit go4metal, der Nachwuchskampagne der SMU, eigens eine Single aufgenommen, mit der er junge Menschen dazu motivieren will, eine Lehre zu absolvieren. Als einer der Höhepunkte im Programm der SwissSkills in Thun gab Bligg ein exklusives Show-Case und präsentierte den Song („Für s’Läbe“) erstmals live. Den Song kann man auf der Homepage www.go4metal.ch kostenlos downloaden.

Rangliste der SwissSkills
Und so schnitten die 15 Teilnehmer ab:
1. Dominik von Flüe, Metallbau Rohrer AG Alpnach (Sarnen; 81,69 Punkte)
2. Christof Durrer (Dallenwil; 78,62 Punkte)
3. Sandro Braunwalder (Uznach; 78,51 Punkte)
Die weiteren Teilnehmer: Thierry Affolter (Gland), Mario Delz (Möhlin), André Gisler (Schattdorf), Enos Foresti (Prato-Sormico), Stephan Hostettler (Böningen), Markus Julier (Ernen), Patrick Mangold (Nuglar), Joachim Perrin (Val-d’Illiez), Frédéric Piller (Prez-vers-Noéaz), Omar Scapozza (Olivone), Severin Studach (Ossingen), Lukas Tschümperlin (Schwyz).

 


Sprühen da schon die Funken des Sieges? Dominik von Flüe in voller Aktion.

Schweizer Berufsmeisterschaft swisstec

Vier Berufe erkoren ihren Champion

Strahlende Sieger: Sie schwangen in ihrer Berufsgattung obenaus; von links nach rechts Michaël Grange (Sanitärmonteur), Adrian Zaugg (Heizungsmonteur), Jürg Kühni (Spengler) und Francesco Domenico (Lüftungsanlagenbauer).

Vom 29. August bis 2. September kämpften 39 junge Berufsleute aus den Berufen Heizungsmonteur, Lüftungsanlagebauer, Sanitärmonteur und Spengler um den Schweizermeister-Titel und die Qualifikation zur Teilnahme an den internationalen Berufs-Weltmeisterschaften (IBW) 2009 im kanadischen Calgary.

Während vier Tagen gaben die Kandidaten in der Zeltwerkstatt vor der Berner Festhalle Vollgas. Parallel zur Berner Ausbildungsmesse BAM trugen die bestens vorbereiteten Nachwuchsleute ihren friedlichen Wettkampf mit höchster Konzentration aus. Dabei sorgten nicht nur die omnipräsenten Experten für einen gewissen Druck, sondern ebenfalls die rund 25'000 Besucher der BAM und natürlich der vorgegebene Zeitrahmen. Gemäss René Zeller, dem Kommunikationsbeauftragten des Schweizerisch-Liechtensteinischen Gebäudetechnikverband suissetec, fanden die achtzehnten Berufsmeisterschaften in auffallend freundschaftlicher Atmosphäre statt: «Es konnte verschiedentlich beobachtet werden, wie der eine Kandidat seinem «Nebenbuhler» hilfreich zur Seite gestanden hat. Sei es, indem er ihm aufmunternd zugesprochen hat, oder ihm gar ein eigenes Werkzeug zur Verfügung stellte.»


Vier Berufe aus der Gebäudetechnik
Sieben Heizungsmonteure aus drei Kantonen stellten sich der Herausforderung. Sie formten aus verschiedenen Rohren eine grossflächige Heizungsanlage, die höchsten Anforderungen genügen musste. So beobachteten die Experten nicht nur die richtige Vorgehensweise und die saubere Ausführung, sondern prüften nach Abschluss der Arbeit auch, ob das Gebilde auch wirklich wasserdicht ist.
Bei den Lüftungsanlagebauern nahmen sechs junge Berufsleute aus vier Kantonen die Aufgabe in Angriff. Sie hatten ein konisches Zwischenstück in einem Lüftungskreislauf herzustellen und einzupassen.
Ein Feld von 16 Sanitärmonteuren aus neun Kantonen stellte sich der Aufgabe, einen Teil einer Nasszelle gemäss Plänen zu erstellen und ein Berner Wappen aus Metall zu bauen. Dabei kamen verschiedene Metalle zur Anwendung, die untereinander richtig verbunden (Schweissen, Löten, Schrauben) werden mussten.
Bei den Spenglern stellten sich zehn junge Leute aus sechs Kantonen der anspruchsvollen Aufgabe, einen Dachteil perfekt zu erstellen.
Insgesamt waren also 39 junge Profis am Werk, scharf beobachtet von den 25 Experten unter der Leitung der Obmänner Ueli Mumenthaler (Heizungsmonteure), Roger Nyffeler (Sanitärmonteure), Josef Wey (Spengler) und Giuseppe Rigozzi (Lüftungsanlagenbauer).


Schwierige Entscheidungsfindung
Zur mit Spannung erwarteten Rangverkündung konnte Markus Pfander, dem Leiter Prüfungen in der suissetec, eine illustre Gästeschar bestehend aus Verantwortlichen von Politik, Berufsbildung, Wirtschaftskreisen und Lehrbetriebe begrüssen. In seiner kurzen Rede bemerkte er, dass die Schweizermeisterschaft das Schaufenster der suissetec sei. Er dankte den Expertenteams für die Umsetzung ihrer verantwortungsvollen Aufgabe und der Sektion Bern für die professionelle Durchführung des Anlasses.
Er übergab daraufhin das Wort an die Vizepräsidentin des Berner Gemeinderates Barbara Hayoz, die es sich nicht nehmen liess, darauf Hinzuweisen, dass das Ziel erreicht sei, wenn die Meisterschaft auf Interesse gestossen sei. Dann lobte sie die Akteure mit: «Ihr seit alles Maximalisten, die dem Schweizer Ausbildungssystem den hohen Stellenwert sichern. Denn Gewerbe und Wirtschaft sind dankbar für solche Kräftemessen, welche die Haustechnikberufe in eine gute Position bringen.»

Bevor das Berner-Duo «Flügzüg» die Ehrung der Teilnehmer abschloss, wurden die jungen Burschen – es war in diesem Jahr keine einzige Dame unter den Teilnehmern – endlich erlöst und zur Übergabe der Urkunden für alle Teilnehmer geschritten.

 

 

Ranglisten

Zuerst war die Reihe an den Spenglern, die von Experte Alexander Mischler ausgezeichnet wurden. Die ersten Drei aller Berufsgattungen erhielten neben der begehrten Auszeichnung, eine passende Medaille und wertvolle Gutscheine. Ab dem Rang drei sind die Teilnehmer alphabetisch – also gleichwertig – erwähnt:
1.  Jürg Kühni, Langau, Lehrwerkstätte LWB Bern
2.  Samuel Walker, Erstfeld, Bless AG
3.  Andreas Räz, Dieterswil, Schneider + Schmid GmbH
Urs Helfenberger, Freidorf, Haustechnik Eugster AG; Simon Herzog, Wolfhausen, Rüegg + Gübeli AG; Roman Langhart, Oberstammheim, W. Lyrenmann + Co.; Bruno Ribi, Ermatingen, M. Müller Haustechnik AG; Sandy Ueltschi, Aclens, P. + F. Muller Frèress SA; Matthias Widmer, Bellikon, Beat Widmer; Nicolas Wyss, Rapperwil, Hegg Spenglerei AG.

Spengler: Der Berner Jürg Kühni entführte mit seiner tadellosen Arbeit die Siegprämie vor Samuel Walker (2. links) und Andreas Räz (3. rechts).


Als zweite Gruppe waren die Heizungsmonteure an der Reihe. Ein Trio aus dem Kanton Bern räumte die Medaillen ab, die von Obmann Ueli Mumenthaler überreicht wurden:
1.  Adrian Zaugg,
Eggiwil, Vaterlaus AG
2.  Reto Heiniger, Wasen, Hans Sommer GmbH
3.  Christoph Wittwer, Oberbalm, GLB
Daniel Fehlmann, Reinach, M.Eichenberger-Lütscher Sanität und Heizungs AG; Davide Greco, Schmerikon, Selm Heizungssysteme AG; Philip Ruppli, Bäretswil, Bosshard AG; Benjamin Schüpbach, Signau, Gerber Heizungen.

 

Heizungsmonteure mit Berner Trio: Mit Adrian Zaugg zuoberst auf dem Podest sowie Reto Heiniger (2. links) und Christoph Wittwer (3. rechts) fanden sich drei Berner im Hoch. 


Für die Lüftungsanlagebauer nahm Obmann Christian Imhof die Rangierung vor. Er freute sich darüber, dass diese Berufssparte bereits zum zweiten Mal erfolgreich an der Berufsmeisterschaft vertreten war.
1.  Francesco Domenico, Andelfingen, Schmid AG
2.  Christian Osterwalder, Frauenfeld, Axima AG
3.  Kevin Schibig, Schwyz, Annen + Schibig AG
Sueleyman Aras, Buchs, Hälg + Co. AG; Fabian Widmer, Belp, G. Burren AG; Nicolas Zybach, Thun, Kunz AG.

Lüftungsanlagenbauer: Der Nordostschweizer Francesco Domenico siegte mit seiner Arbeit vor Christian Osterwalder (2. links) und Kevin Schibig (3. rechts).


Die grosse Gruppe der Sanitärmonteure sah einen Romand an der Spitze. Er freute sich spitzbübisch über seinen «Sieg», den er aus den Händen von Obmann Roger Nyffeler in Empfang nehmen durfte.
1. Michaël Grange, Fully, J.-M. Rossa SA
2. Pascal Aeberhard, Thayingen, Robert Meister AG
3. Pascal Gertsch, Schüpfen, Bären-Sanitär AG
Markus Bachmann, Heimenschwand, Fritz Krebs + Co. AG; Sandro Casanova, Pitasch, O. Caduff; Johny Christen, Schwarzenegg, Wenger Daniel Sanitär und Heizungs GmbH; Roman Huber, Elsau, Hofmann Haustechnik; Florian Klingenfuss, Neunkirch, Michael Vögeli; Samuel Kolb, Lütschental, A. Ruoff AG; Kilian Küng, Beinwil, Hertig Haustechnik AG; Patrick Läderach, Le Landeron, F. Boudry – F. Moser SA; Gil Marolf, Erlach, Ramseyer + Dilger AG; Samuel Rapold, Neuhausen, Wildberger Sanitär; Kevin Schürch, Thörigen, Bürki Haustechnik AG; Manuel Steiner, Maienfeld, Sanitär Plüss AG; Simon Tobler, Alt St. Johann, Windisch AG.

Sanitärmonteure: Michaël Grange aus dem Unterwallis zeigte seinen Kollegen den Meister. Die weiteren Medaillenplätze belegten Pascal Aeberhard (2. links) und Pascal Gertsch (3. rechts).

Nachzutragen bleibt noch, dass im kommenden November in einer erneuten Ausscheidung die Teilnehmer an den «World Skills», der internationalen Berufsweltmeisterschaft 2009 im kanadischen Calgary erkoren werden. Die nächste Schweizer Berufsmeisterschaft der unter der suissetec zusammengeschlossenen Berufsgattungen findet im November 2009 in Genf statt.


Roland Hofer

Schweizermeisterschaft der Konstrukteure 2008 in St. Gallen

Sattelfest in drei Technikbereichen

 

 

Dank Superleistung aufs Podest (v.l.): Yves Schoch, André Reusser, und Sead Idrizovic. 

 

 

Zehn Konstrukteure und eine Konstrukteurin wollten neue Schweizermeister werden. Gewonnen wurde der spannend und hochstehende Wettkampf von André Reusser aus dem bernischen Unterlangenegg.

 

Für die elf jungen Fachleute galt es, an den von Swissmem (Schweizerische Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie) zum ersten Mal im öffentlichen Bereich durchgeführten Berufsmeisterschaften ihre mit mindest Note 5,3 aus Teilprüfungen ausgewiesenen Kenntnisse in Zeichnungs-, Konstruktions- und Produktionstechnik einzusetzen. Ideale Plattform hierfür bot die Ostschweizer Bildungs-Ausstellung (OBA) in St. Gallen, an der 117 Berufe gezeigt und über 1200 Angebote präsentiert wurden – und 22 600 Besucher, davon knapp 14 000 Jugendliche, gezählt werden konnten.

 

18 Stunden am PC

Für die ausschliesslich am PC arbeitenden Teilnehmer waren in 18 Stunden fünf anspruchsvolle Aufgaben zu bewältigen, so:

  • ab Plan ein Werkstück skizzieren und auf dem PC die Zeichnungsausleitung erstellen
  • Detaillierung aus einer Zusammenstellung auf dem PC moderieren, ausmessen und nach Normteilen Zeichnungsausleitung erstellen
  • ab Plan aus definierten Einzelteilen eine Baugruppe auf dem PC erstellen
  • 24 Positionen ab Zeichnung auf dem PC moderieren und funktionsfähig zusammenbauen
  • aus einer Zusammenstellung (Steuergetriebe) nur das komplette, geschweisste Gehäuse ausziehen und in 3D darstellen

 

Neben dem gewichtigen Fachteil waren verschiedene Tests zu absolvieren, dabei war sogar eine Persönlichkeitspräsentation. Um Grenzen kennen zu lernen und das Zusammengehörigkeitsgefühl in einer Gruppe zu stärken, gab es auch verschiedene nebenberufliche Aktionen, wie beispielsweise einen Orientierungslauf in der St. Galler Altstadt oder auch den interessanten Vortrag von Adrian Trachsel (zusammen mit Ciril Stefanini amtierender Automatiker Team-Weltmeister).

Unter den prüfenden Augen von drei Experten und unter dem Druck, der bei Meisterschaften entsprechend erhöht ist, sowie auch der zusätzlichen Präsenz der Besucher der BAM, arbeiteten die Teilnehmenden sehr ruhig und konzentriert an ihren Bildschirmen. Alle schafften es, mit den Arbeiten in der zur Verfügung stehenden Zeit fertig zu werden.

 

Verdientes Siegertrio

Vor vielen Angehörigen der Kandidaten und weiteren Berufsinteressierten führte Paul Hüppi von SWISSMEM und Leiter der diesjährigen Schweizermeisterschaften, zusammen mit Chefexperte der Elektroniker Stephane Balet durch die Rangverkündung. Mit einem Rückblick über das Programm und die Anforderungen während den drei Meisterschaftstagen wurde das vorerst ruhige Publikum erfolgreich in Stimmung gebracht. Unter grossem Applaus wurden die für die besten Leistungen verdienten Medaillen an den Gewinner und die Platzierten übergeben. Ganz oben aus und damit zu Gold schwang André Reusser. Er wird zusammen mit dem Silber- und Bronzegewinner die drei Ausscheidungen für die WM 2009 in Calgary, die alle an Samstagen und in öffentlichen Breichen wie Einkaufszentren oder Ausstellungen stattfinden, teilnehmen können.

 

Rangliste

 

1. André Reusser, Unterlangenegg BE (Arbeitgeber: RUAG Land Systems AG, Thun)

2. Yves Schoch, Hinwil ZH (Lernzentren LfW, Zürich)

3. Sead Idrizovic, Arbon TG (E. Bruderer Maschinenfabrik AG, Frasnacht)

4. Rang (in alphabetischer Reihenfolge): Simon Boller Tann ZH (FERAG AG, Hinwil); Melanie Frick, Balzers FL (ThyssenKrupp Presta AG, Eschen); Tobias Heeb, Ruggell FL (ThyssenKrupp Presta AG, Eschen); Roger Hermann, Bettwil AG (AWM Mold Tech AG, Muri); Stefan Herzig, Duggingen BL (F. Hoffmann - La Roche AG, Basel); Michael Scherler, Oberuzwil SG (Bühler AG, Uzwil); Elias Schläpfer, Dozwil TG (Hydrel GmbH, Romanshorn);Lucas Zeugin, Kleindöttingen AG (SwissNuetronics AG, 5313 Klingnau)

 

 

Seine Stärke war die Präzision: Sieger André Reusser. 

 

Sie schlug sich mehr als wacker, doch zu einer Medaille reichte es nicht: die Liechtensteinerin Melanie Frick. 

 

Volle Konzentration war angesagt… 

 

Paul Hüppi (links),  Leiter der diesjährigen Schweizermeisterschaften führte zusammen mit dem Chefexperte der Elektroniker, Stephane Balet durch die Rangverkündung. 

 

Die Spannung vor der Rangverkündigung war gross… 

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