Schweizermeisterschaften der Informatikberufe 2008 in Biel
Hochstehender Wettkampf um begehrte Titel
Siegertrio in der Disziplin Webdesign, von links: Andreas Butti, Patrick Zahnd und Fabian Vogler B.
Während vier Tagen kämpften in Biel 65 Informatikerinnen und Informatiker um Meisterehren in den Berufen Software-Applikation, Webdesign und Netzwerktechnik.
Biel als Austragungsort wurde von den Organisatoren extra gewählt, um den Westschweizer Interessen entgegen zu kommen. Leider haben die Romands die Chance für eine Teilnahme nicht genutzt. Ebenso bedauerlich war die Tatsache, dass der Frauenanteil wiederum sehr gering war. Dabei eignen sich doch gerade die Informatikberufe bestens für Frauen. Es ist dennoch unverkennbar, dass das Interesse an Schweizermeisterschaften jedes Jahr zunimmt.
Um national und international bestehen zu können, braucht es die Besten. So werden zur Schweizermeisterschaft die Toppleute aus der Regional- respektive Schulmeisterschaft, die sechs Erstplatzierten der Meisterschaften 2007 sowie ausgewiesene junge Topleute aus der Informatik-Praxis eingeladen.
Software-Applikation
20 Kandidaten massen sich in der Software-Applikation. Ihr Auftrag umfasste ein Anmelde- und Reservationssystem für den Grossanlass in Japan mit rund 800 Teilnehmenden, 800 Experten und nochmals ähnlich vielen Begleitpersonen. Dazu musste eine Erfassungsmaske für Berufsmeisterschaften gestaltet werden, die in Scrollbars verschiedene Optionen zuliess und die Erfassungsdaten prüfte, beispielsweise das Alter der Personen. Überschritt dieses 22, musste die Anmeldung abgelehnt werden, ebenso bei einer zweiten Anmeldung aus dem gleichen Herkunftsland usw. Eine weitere Aufgabe war die Anmeldekontrolle für die Experten mit Zimmerreservation, Veranstaltungsanmeldung, Reiseangebot usw. Die grafische Aufbereitung aller Unterlagen und einer Datenbank für die Aufgaben rundeten die Arbeit ab.
Webdesign
Eine Frau und 24 Männer bestritten die Disziplin Webdesign. Die Aufgabe bestand darin, einen Web-Auftritt für einen Fotografen auf die Beine zu stellen. Eigene Unterlagen oder Internet waren nicht erlaubt. Unter diesen Umständen muss das Fachwissen natürlich sofort auswendig abrufbar sein. Die Aufgabe war in zwei Teile unterteilt. Einerseits das grafische Design und Layout und andererseits die Programmierung von Funktionalität mittels XHTML, PHP, Javascript und einer MySQL Datenbank.
Netzwerktechnik
Insgesamt 20 junge Fachleute haben in diesem Trade mitgemacht. In der Aufgabe wurde eine Domäne mit Windows Server und Linux Server aufgesetzt und konfiguriert. Der vorinstallierte Windows Client erhielt mit Hilfe einer Cicsco Firewall via VPN Zugriff auf das Netzwerk und die verschiedenen zu konfigurierenden Dienste. Dazu musste zusätzlich ein Router und ein Switch korrekt nach Vorgaben konfiguriert werden. Twisted-Pair-Kabel mussten zudem richtig verdrahtet werden. Im Windows Client waren Hardware- und Softwarefehler eingebaut, die es zu beheben galt.
Die Siegerehrung wurde von OK-Präsident Alfred Breu, Präsident der Zürcher Lehrmeistervereinigung Informatik durchgeführt. Nach einem kurzen Resümee der spannenden und auf einem hohen Niveau stehenden Meisterschaften, konnten die Erstplazierten ihre Medaillen aus der Hand von Sascha Grossenbacher, bester Europäer im Webdesign an den letzten Berufsweltmeisterschaften in Japan, entgegennehmen. Die Schweizermeister erhielten zur Goldmedaille je einen PC, die Silbermedaillengewinner je ein Weekendaufenthalt im Engadin und die Drittplatzierten Gutscheine für die Jumping-Schanzen in Mettmensstetten.
Ranglisten
Software-Applikation
1. Martin Dörig, Brugg (Lehrbetrieb: ProtectData AG, Boswil)
2. Michael Fankhauser, Thun
(AEK Bank, Thun)
3. Rizia Schmid, Bern ( Bedag Informatik AG, Bern)
4. Rang (in alphabetischer Reihenfolge): Markus Allenbach, Goldiwil BE(Nexplore AG, Gwatt); Alessandro Banzer, Triesen (Swarovski AG, Triesen); Roman Gribi, Oberrohrdorf AG (INGTES AG, Aarau); Fabian Grob, Rebstein SG (Leica Geosystems AG, Heerbrugg); Matthias Hirschi, Olten (Clever Engineering AG, Zug); Simon Hostettler, Hasliberg BE (Bhend automation AG, Unterseen); Antonio Iaropoli, Aarwangen (Ammann Schweiz AG, Langenthal); Pascal Karrer, Degersheim SG (Kant. Verwaltung AI, Herisau); Yannik Koop, Oberrieden ZH(Thales Defend and Homeland Security, Zürich); Jim Mani, , Oberhofen BE (WeServe AG, Liebefeld); Peter Manser Appenzell (Kantonale Verwaltung AI, Appenzell); Pascal Meier; Villmergen AG (INGTES AG, Aarau); Fabian Tobler, Davos (Zürcher Höhenklinik, Davos); Marco Urfer, Burgistein BE (Führungsunterstützungsbasis VBS, Bern); Dominic Vincenz, Ilanz GR (Amt für Informatik, Chur); Michael von Känel, Kirchberg BE (T-Systems Schweiz AG, Zollikofen); Stefan Wenger, Belp (Führungsunterstützungsbasis VBS, Bern); Claude Widmer, Suhr (Steueramt des Kt. Aargau, Aarau)
Webdesign
1. Patrick Zahnd, Brugg (Lehrbetrieb: ThreeWay AG, Windisch)
2. Andreas Butti, Schlatt ZH (Wincor Nixdorf, Brüttisellen)
3. Fabian Vogler, Niederrohrdorf AG(Stadtverwaltung, Zürich)
4. Rang (in alphabetischer Reihenfolge): Philipp Altmann, Winterthur (AXA, Winterthur); Jonas Baumann, Bern (Asetronics, Ascom AG, Bern); Tamara Brazerol, Zürich (Ergon Informatik AG, Zürich); Thomas Charriere, Herrliberg ZH (Futurecom, Zürich); Luca Colaianni, Ins BE (BIT, Bern); Marcel Derrer, Pfyn TG (redIT AG, Frauenfeld); Lukas Elmer, Zürich (Zimtkorn AG, Zürich); Daniel Erne, Gippingen AG (ABB Switzerland Ltd., Baden); Philippe Gross, Alterswil BE (Ascom AG, Bern 14); Thomas Lenzin, Steffisburg (Micro Solutions AG, Thun); Pavel Malakhovski, Stans (Winet Network Solutions AG, Fislisbach); Tolga Mumcu, Zug (Beruf Zug, Zug); Stefan Oberli, Lengnau (Oberli & Lucca, Lengnau); Nicolas Oeschger, Bottmingen BL (Basler Kantonalbank, Basel); Markus Peloso, Zürich (Rotring Data AG, Dietikon); Remo Räber, Feldmeilen (IBM Schweiz AG, Zürich); Samuel Schäublin, Merenschwand AG (Beruf Zug, Zug); Pascal Stoop, Ernetschwil (Crealogix AG, Bubikon); Oliver Streuli, Kloten (Wincor Nixdorf AG, Brüttisellen); Stefan Tock, Dotzigen BE (Eidg. Finanzdepartement, Bern); Fabio Viscard, Meilen (Winet Network Solutions AG, Fislisbach); Christian Wüthrich, Löterswil BE (fugo GmbH, Bern).
Netzwerktechnik
1. Florian Meier, Neuhausen (Lehrbetrieb: MTF Schaffhausen AG, Schaffhausen)
2. Tobias Meier, Neuhausen
Lehrbetrieb: Letec AG, Schaffhausen
3. Boban Glisovic, Moosseedorf BE (Bedag Informatik AG, Bern)
4. Rang (in alphabetischer Reihenfolge): Haroun Ben Mahmoud, Zürich (EcoLogic AG, Zürich); Jérôme Buchmann, Männedorf ZH (IBM Schweiz AG, Zürich); Jennifer Commons, Bonstetten ZH (Swissvault AG, Zug); Louis Egli, Otelfingen ZH (Rahn & Bodmer Banquiers, Zürich); Michael Erne, Buchs (Zürcher Kantonalbank, Zürich); Christian Fässler, Hinwil ZH (BMW Schweiz AG, Dielsdorf); Fabian Hutzli, Worben BE (BIT, Bern); Tobias Lanz, Zürich (Telekurs SFMS, Zürich); Remo Mittler, Dottingen AG (Axpo Informatik AG, Baden); Mischa Nydegger, Saanen; Adrian Oberdiek, Wolfhausen (HSR, Rapperswil); Jean-Francois Portmann, Biel (LAN Computer AG, Biel); Pascal Stindt, Regensdorf (Multimedia Solutions AG, Zürich); Lukas Studer, St. Gallen (HSR Rapperswil); Kevin Vogt, Balzers FL (Ivoclair Vivadent AG, Schaan); Jonas Wagner, Oberbalm BE (Swisscom AG, Bern); Silvan Gebhard, Frauenfeld (Kaden und Partner AG, Frauenfeld).
Tobias Meier holte bei den Netzwerktechnikern Silber. Schweizermeister Florian Meier verpasste die Siegerehrung – er war in einem Autostau stecken geblieben…
Berufsbildner Benedikt Sutter schaffte einmal mehr drei Europapaletten Material für die technische Infrastruktur der Schweizermeisterschaften heran.
OK Präsident Alfred Breu: kompetent und souverän während des Wettbewerbs und der Siegerehrung.
Erfreulich, jedes Jahr sind es etwas mehr – dieses Jahr nahmen total 65 Kandidatinnen und Kandidaten teil. Maximum sind 90, also 30 pro Beruf.
Sascha Grossenbacher, bester Europäer im Webdesign an den letzten WorldSkills in Japan, gab seine Eindrücke von den Weltmeisterschaften im fernen Land.
















































